Schreiben Sie einen Erpresserbrief
Letzte Woche habe ich einen Erpresserbrief geschrieben und dabei gemerkt, dass das nicht nur ziemlich lustig, sondern auch exzellentes Gehirn-Text-Training ist.
Letzte Woche habe ich einen Erpresserbrief geschrieben und dabei gemerkt, dass das nicht nur ziemlich lustig, sondern auch exzellentes Gehirn-Text-Training ist.
Ich habe nie für die Nachwelt geschrieben,
sondern immer nur für morgen früh.Edgar Wallace
Gestern haben sich meine Schreibwerkstattler amüsiert, weil ich erzählt habe, dass ich zu allen Gelegenheiten rund um’s Schreiben gerne mal mit mir selbst rede.
Laut, versteht sich.
Und tatsächlich sind Selbstgespräche ein universelles Schreibwerkzeug:
Wow! Die erste interaktive Aktion hier im Schreibnudel-Blog war der Ham-mer!
Amos, Heike, Sabine, Norbert, Mariblu, Alexandra, Doris, Isabell, Claudia und ich haben innerhalb von zwei Tagen die ambitionierten 500 Ohr-Themen geknackt!
Eine wunderbare, superkreative, bereichernde, schlaue und sehr lustige Fundgrube und der Beweis schlechthin, dass Themen wirklich endlos sind. Wir hätten bestimmt auch 1000 geschafft. Dankeschön fürs Mitmachen! Das war wirklich genial und sehr motivierend.
Nächste Woche ist es soweit: der Newsletter startet! Wie gesagt werden die Schreibtipps im Newsletter nicht auch im Blog stehen. Wenn Sie die wöchentlichen Schreibtipps bekommen möchten, dann gleich abonnieren (im Kasterl da ganz rechts).
Was man als Leser selten bewusst merkt, ist, dass die eigentliche Kunst beim Schreiben die Auswahl ist:
Schreiben ist eine einzige große Auswahl vieler Details. Und die meisten dieser Entscheidungen sind am Ende gar nicht sichtbar.
Für Sie als AutorIn heißt das aber auch, dass Sie daraus lernen können:
Lesen Sie Artikel und Bücher doch einmal unter diesem Gesichtspunkt! Welche Entscheidungen hat der Autor hier getroffen? Spekulieren Sie, warum genau diese Überschrift. Werden Sie sich weiterer Alternativen bewusst. Nehmen Sie die Struktur und die verwendeten Stilmittel wahr.
Was funktioniert gut? Was hätten Sie anders gemacht? Womit hat Sie der Autor besonders gepackt? Und wo finden Sie etwas langatmig oder zu sperrig?
Ganz viele Leute brauchen eeeeewig für Texte. Ich habe schon erlebt, dass Selbstständige es in einem halben Jahr nicht geschafft haben, drei Sätze über sich selbst zu schreiben.
Wenn Sie sich auch eher quälen oder einfach nie fertig werden, dann schauen Sie sich mal näher an, an welcher Stelle es hängt:
Der nächste Termin für die Online-Schreibwerkstatt: Mit wirkungsvollen Seminarausschreibungen überzeugen steht fest: ab 14. Juni (Dauer: 2 Wochen)
Sie haben sich so viel Mühe mit Ihrer Seminarausschreibung gegeben, und trotzdem haben sich nicht genug Teilnehmer angemeldet?
Dann kann es gut sein, dass in Ihrer Ausschreibung noch wichtige Teile gefehlt haben oder dass Sie sogar, ohne es zu wissen, einen der Kardinalfehler bei Ausschreibungen gemacht haben.
mehr über den Workshop “Seminarausschreibungen” erfahren
Kürzlich habe ich Sie gefragt, ob Sie Lust auf etwas Interaktivität haben. Immerhin ist das ein Schreibtipp-Blog: und da ist TUN immer noch das Beste!
Wie wichtig die Themenwahl ist, kam schon in einigen Blogartikeln vor. Erst letzte Woche habe ich Ihnen von Starnberger See- und Plankton-Themen erzählt, und jetzt möchte ich mit Ihnen gemeinsam den Beweis antreten, dass ein Thema beliebig „ausgebreitet“ und genutzt werden kann.
Gemeinsam mit Ihnen möchte ich 500 mögliche Themen rund um’s Ohr finden.
Sitzen Sie manchmal vor dem Bildschirm (oder dem weißen Blatt Papier) und kommen irgendwie nicht in Fluss? Auch wenn Sie eigentlich schreiben möchten und auch, wenn Sie eigentlich ein gutes Thema haben?
Ein ganz typischer Grund, warum es nicht fließen will, ist, dass man nicht wirklich was zu sagen hat.
Man mag ja über Stephen King-Bücher denken, was man möchte: er ist ein wirklich meisterhafter Erzähler! Darum möchte ich allen, die sich für’s Schreiben interessieren (die also total gerne Bücher lesen, sich für ihre Entstehung interessieren oder selbst Romanambitionen haben) sein Buch „über das Schreiben“ empfehlen.
Es ist teils Biographie, teils Erlebnisbericht über seinen schweren Autounfall und zu einem weiteren Teil ein Buch über Schreibprozess, Schreibkunst und einige Do’s and Don’ts.
Ein auf alle Fälle lohnenswertes Buch, aus dem man viel für sich herausziehen kann. Ich weiß jetzt nicht, wie die deutsche Übersetzung funktioniert, da ich nur die Originalversion kenne. Oft wirken amerikanische Bücher etwas sperrig in der Übersetzung, was ich besonders bei so einem meisterhaften Formulierer wie Stephen King befürchte. Wenn Sie also englische Bücher lesen, greifen Sie am besten zum Original.
deutsch: Das Leben und das Schreiben
englisch: On Writing: A Memoir of the Craft