Was man als Leser selten bewusst merkt, ist, dass die eigentliche Kunst beim Schreiben die Auswahl ist:
- Sie als Autor entscheiden nicht nur, welches Thema Sie wählen, sondern auch, auf welche Weise Sie es angehen.
- Sie entscheiden, wie der erste Satz aussieht und über den “Ton”.
- Sie bestimmen, wie Sie den Text strukturieren, was rein darf (und was draußen bleibt).
- Wenn Sie einen Tipptext schreiben, überlegen Sie sich, mit welchen Formulierungen und Inhalten sie Ihre Leser ins Tun bringen können.
Schreiben ist eine einzige große Auswahl vieler Details. Und die meisten dieser Entscheidungen sind am Ende gar nicht sichtbar.
Für Sie als AutorIn heißt das aber auch, dass Sie daraus lernen können:
Lesen Sie Artikel und Bücher doch einmal unter diesem Gesichtspunkt! Welche Entscheidungen hat der Autor hier getroffen? Spekulieren Sie, warum genau diese Überschrift. Werden Sie sich weiterer Alternativen bewusst. Nehmen Sie die Struktur und die verwendeten Stilmittel wahr.
Was funktioniert gut? Was hätten Sie anders gemacht? Womit hat Sie der Autor besonders gepackt? Und wo finden Sie etwas langatmig oder zu sperrig?




Aha, liebe Gitte, hab ich dir einen Blogbeitrag geliefert.
Ja, diese Idee mit den tausend Details macht das Schreiben wirklich viel leichter.
Ich darf nur nicht darüber nachdenken, wie schreib ich das dann wirklich, sondern nur mal sammeln, sammeln, sammeln…..
Wieder einmal DANKE für deine großartigen Hilfen.
Und schon steht mein Mann hinter mir: “Raus, raus in die Frühlingssonne!!”
Servus
Edeltraud
Haha, Edeltraud! Nein, das warst Du gar nicht. Das ist tatsächlich ein generelles “Grundmotiv”.
Das fällt mir selbst bei jedem Buch und bei jedem Text auf: dass genau das der Leser gar nicht bemerkt. Und dass viele Autoren, ob bei Artikeln oder bei Seminarausschreibungen, sich oft viel zu stark auf das reine Formulieren konzentrieren – dabei ist die eigentliche Arbeit (und Kunst) weiter davor!
Viele Grüße
Gitte
(hier scheint auch die Sonne heute)