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Februar, 2010:

Gefahr Nr. 1: Blabla

blablaBla-Artikel kennen Sie auch: Man liest so drüber, aber als Leser hat man nicht wirklich was davon gehabt. Manchmal ist es sogar regelrecht ermüdend und man hat schon kurz nach dem Einstieg keine Lust mehr und steigt aus.

Das wollen wir natürlich nicht. Denn als Autor möchten Sie ja, dass Ihr Werk auch gelesen wird. Wenn Sie Ihren Lesern engagiert ein Thema oder Tipps weitergeben möchten, dann sollen diese idealerweise auch noch etwas TUN. Ein Blabla macht die Chancen darauf zunichte.

Wenn Texte oder Textpassagen zu Blabla werden, hat das meistens diese Gründe:

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Der vermutlich lustigste Blogartikel aller Zeiten

… zumindest habe ich mich durchgehend kaputtgelacht (und erinnere mich noch Monate später so gut daran, dass ich Ihnen den link eben nochmal herausgesucht habe): Verdacht auf Internet

Und für alle, die in einem meiner Schreibseminare waren: Achtet mal darauf, wie viele unterschiedliche Stilmittel “der Herm” nutzt. Wem der Stil gefällt, hier geht’s zum Blog des Autors: Herms Farm

Panik vor dem Veröffentlichen?

Wer schreibt, macht sich ein Stück weit öffentlich. Wenn Sie im Internet einen Artikel posten, auch wenn es „nur“ in einem Forum ist, können Leser ihn kommentieren oder gar mit einem Bewertungsbutton Noten vergeben – manchmal noch krasser: „Daumen hoch, Daumen runter“. Publizieren Sie in einer Zeitschrift oder ein Buch, stellen Sie sich einem meist noch größeren Kreis.aufgeregt
Das ist am Anfang ganz schön zum Kniezittern.

Denn was ist, wenn Ihr Text nicht gut ankommt?
Wenn Sie sich vielleicht sogar blamieren?
Wenn Sie etwas Falsches sagen?

Dass Sie vielleicht ein wenig nervös vor diesem Schritt sind, ist ganz normal. Dennoch haben Sie sich für das Schreiben entschieden (oder liebäugeln zumindest damit). Und das kommt nicht von ungefähr: da steckt ja ein gewisses Sendungsbewusstsein dahinter!

Ich kann Ihnen zwar die zitternden Knie jetzt nicht nehmen, aber ich kann Ihnen aus Erfahrung sagen:

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Hu! Die 5 Gefahren für Ihre Texte!

Das hier sind die 5 ultimativen Gefahren für Ihre Texte:

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blablavergallopieren

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verwirrt vampir

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fahrbahn

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Na, haben Sie sie erkannt?

Wer mitraten will, kann in den Kommentaren posten, welches Symbol wohl welche Gefahr darstellt. Ansonsten löse ich ab morgen jeden Tag eins auf.

Gefahr Nr. 1: Blabla
Gefahr Nr. 2: vergaloppieren
Gefahr Nr. 3: den Leser verwirren
Gefahr Nr. 4: blutleere Texte
Gefahr Nr. 5: von der Fahrbahn abkommen

Viel Spaß!

Interessante Blogs und Websites ergänzt

So! Habe eben noch einen ganzen Schwung an interessanten Websites und Blogs im Seitenbalken ergänzt. Zum Thema „schreiben“ kenne ich leider bisher gar nicht so viele spannende Seiten. Wenn Sie ein gutes Blog oder sonstiges praktische Werkzeug rund um’s Schreiben kennen (oder selbst betreiben), sagen Sie bitte Bescheid – dann geh ich gucken. Dankeschön.

PS: Diese kleinen bunten Grafiken in der Mitte sind übrigens Blogverzeichnisse. Wenn Sie ein eigenes Blog haben, können Sie das dort eintragen. Ob und wieviel es bringt, weiß ich allerdings noch nicht.

Cartoons analysieren

Vor einem halben Jahr habe ich einen Cartoon-Zeichenkurs belegt und stelle fest, dass diese kleinen Bildergeschichten mit Pointe ein extrem gutes Schreib-Werkzeug sind!

Schauen Sie sich mal gut gemachte Cartoons an, die oft sehr komplexe Geschichten vermitteln – zum Beispiel Dilbert oder Calvin & Hobbes (= engl. Seiten).

Es ist sehr spannend zu sehen, wieviel Kunst dahinter steht. Welche Worte gewählt sind, um einen sofort in die Geschichte zu „werfen“ – und welche Auswahl der Cartoonist getroffen hat.

Denn auch bei Ihren Texten geht es im wesentlichen um Ihre Entscheidungen: Was kommt wie rein, was bleibt draußen, was sage ich wie?

Verlagssuche

Die gute Nachricht: Im Ratgeber-Bereich können Sie verhältnismäßig unkompliziert eine Buchidee vorschlagen (mit einem tragfähigen Konzept natürlich!): Schauen Sie einfach auf der jeweiligen Verlagswebsite – dort können Sie sich über das Programm informieren und vermeiden es so, ein unpassendes Thema vorzuschlagen.

Außerdem finden sich auf den Verlagswebsites immer auch Informationen für Autoren. Meist mit einem eigenen link „Autor werden“, „Manuskript anbieten“ o. Ä. Oder aber es gibt eine Hilfe oder häufige Fragen-Rubrik (FAQ), in der angehende Autoren angesprochen werden.

Wenn Sie sich nicht so auskennen in der Verlagslandschaft, dann nehmen Sie sich ein paar Stunden Zeit, in einer großen Buchhandlung zu stöbern, welche Verlage Ihrem Stil und Ihrem Thema entsprechen. Nützlich ist hierzu auch die Website: autorenboerse.net (link „Verlagssuche“).

Machen Sie sich als Autor greifbar

Leser lieben …

  • etwas wirklich mitzuerleben
  • Neues zu erfahren, über sich und ihre eigene Situation nachzudenken und etwas ganz konkret zu lernen
  • Echtheit/bekannte Geschichten/das wirkliche Leben
  • einen klaren Standpunkt
  • eine „normale“ Sprache
  • Selbstironie
  • unterhalten zu werden (zu lachen!)

Je mehr Sie sich als AutorIn zeigen, desto lieber liest man Ihre Tipps. Schließlich ist genau das einer der großen Vorteile, wenn Unternehmen (besonders die ganz kleinen) zu Marketing- und Kundenbindungszwecken Tipps und Artikel veröffentlichen: als Leser erkennt man die Einstellung und die Art – und das reflektiert natürlich auch auf Ihr Business!

Ich veröffentliche ja auf selbstmarketing.de und unternehmenskick.de mit Christine und Ralf seit Jahren regelmäßig Artikel und Tipps. Und zwei Dinge hören wir am allermeisten: „Ihre Texte sind so erfrischend, so richtig aus dem Leben!“ und „Ich möchte Sie jetzt einfach duzen, weil ich das Gefühl habe, Sie zu kennen.“

So einen wunderbaren Effekt bekommen Sie nur, wenn Sie sich in Ihre Texte einbringen und sich trauen, authentisch zu sein.

Gelaber streichen

Jeder von uns „labert“ schriftlich schonmal: Füllwörter, unnötige Ausführungen (die manchmal genau das, was man eben gesagt hat, nochmal in anderen Worten wiederholen) oder zu viele Beispiele.

Es tut Ihren Texten gut (auch Ihrer Business-Korrespondenz), wenn Sie beim Überarbeiten immer besonders die Augen nach solchem „Gelaber“ offenhalten. Straffere Texte kommen klarer auf den Punkt. Das liest sich nicht nur besser, sondern hat zwei weitere Vorteile:

1. Sie verwässern Ihre wichtigsten Aussagen nicht.

2. Der Leser erlebt Sie als kompetent und klar, was besonders für Selbstständige, die aus Marketingzwecken schreiben, wichtig ist.

In Schreibworkshops „zwinge“ ich meine Teilnehmer darum dazu, beim Überarbeiten ein paar Hundert Zeichen einzusparen. Das fordert anfangs so richtig: Was kann ich noch kürzen? Was kann ich durch eine geschicktere Formulierung genauso gut, aber eben knackiger ausdrücken? Bringt es etwas, ein bestimmtes Stilmittel einzusetzen?

Probieren Sie das mal aus!

Stark formulieren

Ein sehr guter Tipp, den ich schon als Teenager in einem Buch über’s Schreiben gelesen habe, lautet:

Wann immer Du versucht bist, eine Hervorhebung – wie fett, Großbuchstaben oder kursiv – zu verwenden, schau erstmal, dass Du die Formulierung selbst so stark hinbekommst, dass Du keine sichtbare Betonung brauchst.

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