Letzte Woche habe ich einen Erpresserbrief geschrieben und dabei gemerkt, dass das nicht nur ziemlich lustig, sondern auch exzellentes Gehirn-Text-Training ist.
So geht’s:
Nehmen Sie sich eine Zeitschrift als Quelle für die Wörter, aus denen sich Ihr Brief dann später zusammensetzt. Nur eine Zeitschrift! Und keine einzelnen Buchstaben zusammenkleben, sondern nur ganze Wörter.
Überlegen Sie sich einen lustigen Anlass: Sie können den Brief ja beispielsweise an eine Freundin schicken und sie auffordern, zum Kaffeetrinken zu gehen.
Jetzt kommt das Schwierige: Sie denken sich eine kurze Botschaft aus, die die Kaffee-Einladung im „Erpresserstil“ formuliert.
Zum Beispiel:
„Nächsten Mittwoch. 15 Uhr. Kaffeetrinken in der Innenstadt. Keine Widerrede!“
Nun blättern Sie die Zeitschrift nach den passenden Wörtern und Satzzeichen durch.
Sie werden sehen, dass Sie natürlich nicht alle Wörter finden. Darum müssen Sie einerseits ständig im Kopf umformulieren (und dabei die ursprüngliche Nachricht immer wieder knackig auf den Punkt bringen) – und Sie müssen beim Durchblättern der Zeitschrift darauf achten, welche Wörter Ihnen zur Verfügung stehen … was erneut ständiges Neu-Formulieren in Ihrem Köpfchen produziert.
Eine etwas unkonventionelle, aber exzellente Schreibübung, mit der Sie Ihre Wortflexibilität und Ausdrucksfähigkeit trainieren … und sicher viel Spaß haben werden!



