Was der Starnberger See mit Ihrem Thema zu tun hat

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starnbergerseeOb ein Text gut funktioniert und Ihren Lesern wirklichen Nutzen bietet, hängt vor allen Dingen davon ab, wie klug Sie Ihr Thema wählen. Ein Bild, das sich meinen Schreibwerkstatt-Teilnehmern einprägt, ist der Vergleich mit dem Starnberger See.


Wann immer Sie ein Thema ausgesucht haben, das so groß ist wie der Starnberger See, werden Sie sich ziemlich schwer tun, einen guten Text dazu zu schreiben. Denn wenn das Thema zu gewaltig ist, kann man es schlichtweg nicht in einen kurzen Text pressen, ohne
– zu oberflächlich zu werden
– Leser zu überfordern
– wichtige Details außen vor zu lassen.

Dazu kommt, dass man als Autor oft auch schon merkt, dass es irgendwie nicht funktioniert: dass ein Text dem Thema nicht gerecht wird oder „zu banal“ erscheint.

Die Lösung: ein Plankton-großes Thema wählen!

planktonJedes Thema, über das Sie schreiben könnten, besteht aus vielen kleinen Aspekten. Ein Beispiel:

„Erfolgreiche Mitarbeiterführung“ ist ein Starnberger See-Thema
Plankton-Themen dazu wären:

    • So bauen Sie ein Kritikgespräch auf.
    • Sie sind Vorgesetzter und haben Angst vor Mitarbeitern?
    • 5 gute Tipps, Ihr Team in Besprechungen zu motivieren

Suchen Sie immer nach Plankton-Themen!

Das geht am besten mit einem Brainstorming, bei dem Sie das Starnberger See-große-Thema so weit es geht herunterbrechen. Dann sehen Sie auch, welche spannenden Einzelaspekte Ihr Fachgebiet hergibt und dass Ihnen die Themen nie ausgehen!

Autor: Gitte Härter

Ich bin x-fache Buch-Autorin, Schreibcoach + Schmarrnproduzentin. Meine Business-Zentrale mit Unterhaltungsblog ist hier: himbeerwerft.de

20 Kommentare

  1. Vielen Dank für diese hilfreichen Metaphern des Sees und des Planktons! Denn manchmal ist beim Schreiben selbst noch so ein kleiner Tümpel zu wasserreich. Fische ich „nur“ ein bisschen Plankton, kommt ganz schön was zusammen. Und ein Eimer voll Plankton ist nicht zu verachten!

  2. Hallo Isabell,

    das haben Sie schön gesagt: „… Fische ich “nur” ein bisschen Plankton, kommt ganz schön was zusammen. Und ein Eimer voll Plankton ist nicht zu verachten!“ Genauso ist das! 🙂

    Ein schönes Wochenende
    Gitte Härter

  3. Hallo Frau Härter,
    mich hat der bildhafte Vergleich mit dem Plankton so inspiriert, dass ich gerade selbst erfinderisch war: Erstkontakte zu potentiellen Kunden müssen genau so intensiv vorbereitet werden wie Reisen in die Mongolei, damit die Angst vor dem Fremden einer inspirierenden Neugier weicht. (zum Nachlesen)

    Ach – hat mir das Spaß gemacht!

    Und Plankton überhaupt – das macht ja ganze Pottwale satt…

    Herzlich
    Agnes Hümbs

  4. Guten Morgen Frau Hümbs,

    wunderbar: das freut mich, dass Sie gleich so inspiriert waren, einen Text zu schreiben. Das ist wirklich eine schöne Sache: es ist spaßig zum Schreiben und macht jeden Text für die Leser noch viel spannender. Ganz abgesehen, dass die Aufmerksamkeit steigt, weil man natürlich total neugierig wird.

    Einen schönen Tag
    Gitte Härter

  5. Hallo Gitte,

    Am Besten gefällt mir ja die Zeichnung vom Plankton 🙂 🙂

    Nein, im Ernst, das ist ein total wichtiges Thema- und ich habe es ja mehr oder weniger bewusst auch schon öfter kapiert durch deine Beispiele in deinen NL und Blogbeiträgen. Bin nur oft trotzdem in den Starnberger See gesprungen.

    Dabei habe ich doch so oft beim Lesen gemerkt, wie viel besser mir Plankton-Beiträge gefallen und dass ich sie viel lieber lese als allgemeines oberflächliches Blah.

    Es gibt viel zu tun ! 🙂

  6. Hihi, Zamyat: Ja, der Plankton, das war vielleicht eine Arbeit!

    Schön ausgedrückt hast Du das: „Bin nur oft trotzdem in den Starnberger See gesprungen.“ 🙂 Der Plankton hat auch den Vorteil, dass man richtig schön in die Tiefe kann – und die Themen nie ausgehen (was gerade auch fürs Bloggen wichtig ist: häufig, aber kurz Texte zu erstellen).

  7. Liebe Gitte,

    schon länger lese und schaue ich mit Riesenvergnügen deine Blogs und die Himbeerwerft.
    Du bist so fühlbar durch die Zeilen und Zeichnungen, und was ich da erkenne, bringt mich immer wieder zum Lächeln. Vielen Dank für dein Sosein, für die viele Unterstützung und den Spaß! Die Planktonzeichnung ist herrlich! 😀 Über sowas kann ich mich tollig amüsieren.

    Werde mich nach einem Kontocheck bald mal erkenntlich zeigen.

    Herzliche Grüße von Gila

  8. Hallo Gila,

    herzlichen Dank für das schöne Feedback. Ich freue mich, dass es dir so ein Vergnügen macht, in meinem Blogs mitzulesen + ich dich immer mal zum Lächeln bringe. 🙂

    Herzliche Grüße
    Gitte

  9. Liebe Gitte,

    welche Emailadresse geb ich bei amazon für einen Gutschein an: info@schreibnudel.de?
    Hatte schon alles fertig, aber dann dachte ich: „Hm …, kommt das auch an und blah …, lieber mal nachfragen.“

    Liebe Grüße,

    Gila

  10. Guten Morgen Gila,

    ja, wenn du mir einen amazon-Gutschein schicken möchtest, ist die info@schreibnudel.de die richtige Adresse. 🙂

    Viele Grüße
    Gitte

  11. Wie genial ist denn das? Ja, genau so einfach ist es: Plankton aus dem Starnberger See. Als Kind bin ich oft darin geschwommen und jetzt das…Daaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaanke für diesen unkonventionellen und genialen Tipp! Weiterhin viel Erfolg.

  12. … hehe, Herr Bauch, mit Ihrer enthusiastischen Reaktion haben Sie mich zum Lachen gebracht. 😉 Freut mich, dass Sie nostalgisch werden und den Tipp so eingängig finden.

    Viele Grüße
    Gitte Härter
    (nächste Woche am Starnberger See, wo der Vergleich natürlich auch entstanden ist)

  13. Pingback: Königliche Zustimmung! | little wittys

  14. Liebe Frau Härter,

    schönen Dank für den Plankton-Tip und ihre gesamten Empfehlungen. Respekt, was Sie uns allen im Lauf der Zeit zur Verfügung stellen. Ich habe Sie leider erst diese Woche entdeckt.

    Als noch Neu-Blogger, werde ich das „Runterbrechen“ gerne nächste Woche in meinem nächsten Text angehen. Der wächst nämlich gerade in meinem Kopf und droht/e auch – wie meine bisherigen- etwas zu lang zu werden.

    Gefahr erkannt, Gefahr gebannt… 😉

    Herzliche Grüße

    Winfried Wershofen

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  17. Dieser Artikel ist ja schon älter. Ich bin auf ihn gestoßen, weil ich nach Plankton-Thema gesucht habe.
    Warum?
    Weil ich dieses „Schnecken-Ameisen-Noch-Schrecklicher“ Video gesehen habe und da zum ersten Mal vom Plankton-Thema gehört habe.
    Als Autorin und Journalistin, habe ich das sofort recherchiert, denn davon hatte ich noch nie gehört und das durfte ja nicht sein. Denn aus deinem Munde klang es so genial wie wichtig, dass es mir schon wie eine Bildungslücke vorkam 🙂
    Nun scheint mir fast: „Du hast’s erfunden!“

    Wie auch immer, ich finde es wirklich genial und so anschaulich und so wichtig und richtig und deshalb jetzt auch dieser Kommentar und ich habe dich gerade schon mal auf meine Liste derjenigen gepackt, die ich auf meiner Seite mir hilfreichen Tipps verlinken möchte.

    Bis dahin werde ich dich nun gerne weiter im Auge behalten – auf Twitter „verfolge“ ich dich ja schon – und empfehle dir gerade mal dieses Spinnenvideo, vielleicht findest du die dann ein bisschen wenger gruselig:
    http://www.orschlurch.net/2013/12/29/pfauenspinnen-tanzen-zu-ymca/

    Viele Grüße
    Rosemarie

    • Hallo Rosemarie,

      bitte entschuldige, dass ich mich erst heute melde: in Workshopzeiten bin ich mit den Kommentaren immer ein wenig im Rückstand …

      Erstmal: Herzlichen Dank für die lustigen Spinnen! HAHAHA, ja, wenn man sie SO sieht, dann fällt es schwer, sich zu gruseln.

      Dass du das Plankton-Thema gegoogelt hast, finde ich sowas von amüsant! Ja, ich habs einfach erfunden – bei einem meiner Schreib-Workshop am Starnberger See, als ich gemerkt habe, dass fast alle Teilnehmer viel zu riesige Themen genommen haben. Da lag die See-Analogie nahe, und die Teilnehmer fanden das sofort so einleuchtend, dass es uns die ganze Woche über begleitet hat.

      So war das Plankton als fester Vergleich geboren. Und Heerscharen von Schreibwilligen + -wütigen haben das Plankton im Kopf. 🙂

      Ich freue mich, dass du es auch so anschaulich findest. Viel Spaß beim Lesen!
      Gitte

  18. Ich hatte keine Nachricht bekommen, dass du hier noch geantwortet hast.
    Daher komme ich jetzt wiederum etwas spät mit meiner Antwort rum, aber das wollte ich doch wenigstens noch kurz kommentieren.

    Ich freue mich, dass meine Rechercheriecher dann richtig war und du das Plankton – Thema erfunden hast. Das hst doch etwas sehr Befriedigendes.
    Und es zeigt mir einmal mehr, warum ich ein Fan deiner Blogs geworden bin: Deine Kreativität ist es, welche die Dinge immer wieder im neuen Blickwinkel zeigt und so anschaulich auf dem Punkt bringt. Da kann man doch auch im Allerkleinsten sozusagen planktonmäßig dazulernen. Was man nicht gering schätzen sollte, sondern im Gegenteil: Das sind genau die Kleinigkeiten, die den Unterschied ausmachen und einer Seite, einem Gedanken und einem Beitrag die die besondere Würze geben 🙂

    Liebe Grüße
    Rosemarie

    • … wie schön, Rosemarie, herzlichen Dank. 🙂

      PS: Ja, ich habe keine Benachrichtigungen im Blog. Mach ich vielleicht mal, wenn ich wieder einen Großumbau in Angriff nehme.

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