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März, 2010:

Regelmäßigkeit bringt’s!

In den letzten Newslettern habe ich Ihnen einige kleine Übungen
vorgeschlagen, mit denen Sie an Ihren Schreibfähigkeiten feilen können. Manche Übungen sind Schreibübungen, andere “nur” in Gedanken.

Oft nimmt man solche Übungen einfach so zur Kenntnis, findet sie ganz
interessant oder denkt “Das könnte ich mal machen.” … tut es aber
nicht. Ich kenne das selbst natürlich auch! :-)

Gleichzeitig wissen wir aber auch, dass nur das TUN auch etwas bringt.

Beim Schreiben merkt man es ganz besonders, finde ich. Wenn Sie
regelmäßig schreiben, werden Sie besser. Lese ich Artikel oder Bücher von vor zehn Jahren, könnte ich manchmal im Boden versinken. Oder ich lache nur, wie ungelenk ich mich ausgedrückt habe. Damals ist mir das natürlich nicht aufgefallen. Aber mit der Praxis – und eben der Übung! – verändert sich das. Sie werden aufmerksamer und Sie werden versierter.

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Kein Lesen ist der Mühe wert …

Kein Lesen ist der Mühe wert, wenn es nicht unterhält.

William Somerset Maugham

Soll man recherchieren – oder lieber nicht?

Eins vorab: Wir reden hier über Texte, bei denen Recherche nicht zwingend notwendig ist. Sie wollen also einen Tipp-Text oder einen Artikel über etwas schreiben, das Sie gut kennen. Nun kommt die Frage ins Spiel, ob es gut ist, sich erstmal zu informieren, was andere darüber schreiben oder nicht.

Und das ist wieder ein etwas komplexeres Thema:
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Was haben Sie denn da jetzt wirklich gesagt?

Eine typische Fehlerkette: Man möchte etwas schreiben, macht sich nicht genug Gedanken über die Inhalte, sondern fängt sofort mit dem Formulieren an. Am Schluss hat man einen Text, der nach was aussieht und feilt und feilt … und verpasst dabei, dass man gar nicht wirklich etwas gesagt hat.
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Fundstück: Guter Einstiegssatz

Das aktuelle Editorial von Frank Hofmann im Runner’s World Coach beginnt mit diesem guten Satz:

Wer behauptet, Laufen sei doch ganz einfach, hat erstens recht und zweitens keine Ahnung.

Buch schreiben: Anfangsritual

Kürzlich habe ich ja ein neues Buch vereinbart und möchte Sie ein wenig teilhaben lassen, wie ich an’s Buchschreiben so rangehe.

Immer wenn ein Buch fest vereinbart ist, beginne ich mit einem Anfangsritual:
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Bringen Sie es auf den Punkt!

Vielleicht haben Sie schon einmal gehört, dass bei den Webby Awards
die Dankesrede nur 5 Wörter haben darf. Hier ist der (englische) link
zu den bisherigen Dankes”reden” der letzten Jahre.

Das ist auch eine schöne Übung, die Sie gemeinsam mit anderen oder
auch alleine machen können. Entweder im Business-Kontext, etwa wenn Sie einen Sachverhalt knackig ausdrücken möchten, oder auch privat – zur Unterhaltung, als Spiel oder auch wenn Sie sich über etwas ärgern und gerne schnell wieder runterkommen möchten.

Zum Beispiel:

… sie sind schon knapp vor einem Termin:

Deadline naht. Ich habe Panik.

oder Sie stehen an der Supermarktkasse und der Kunde vor Ihnen
braucht Ewigkeiten beim Zahlen:

Schluss jetzt mit der Kleingeldsuche!
Sie sehen, es geht wieder einmal darum, dass Sie sich selbst
unterhalten und das gleichzeitig sehr effektiv mit einer
Formulierungsübung verbinden. Ob Sie sich 5 oder 7 Wörter zugestehen, ist egal. Wichtig ist nur, dass es auf den ersten Blick zu wenige sind.

Oder Sie üben spaßeshalber mit Haikus. Das sind diese japanischen Gedichte, die feste Silbenzahlen haben, meist 5-7-5:

Ich bin so müde.
Wo bleibt denn nur mein Kaffee?
Koffein weckt auf.

;-)



Man muss nicht …

Man muss nicht in der Bratpfanne gelegen haben,
um über ein Schnitzel zu schreiben.

Maxim Gorki

Artikel-Formen: Die Liste

Eine Variante des XX-Tipps-Artikels ist die Liste. Dabei listen Sie Informationen, Fragen oder Anregungen einfach nacheinander auf. Sie brauchen gar nicht viel dazu erklären.

Hier zwei Beispiele:

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Fangen Sie mit einer Frage an!

Oft höre ich: „Reden kann ich gut, aber wenn’s an’s Schreiben geht …!”

Die meisten Leute können sehr schnell und gut auf Fragen antworten, die ihr Fachgebiet betreffen. Machen Sie sich das zu Nutze und beginnen Ihren Text ganz einfach mit einer Frage. Dann brauchen Sie nicht lange drum herum schreiben, sondern fangen einach direkt mit der Antwort an.

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