„7 Tipps für besseres Selbstmanagement“, „13 Kniffe gegen Aufschieberitis“ oder auch „Die 3 Gebote, Konflikte zu vermeiden“ … Artikel mit einer bestimmten Anzahl von Tipps zu bestücken, ist gleich aus mehreren Gründen eine feine Sache:
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März, 2010:
Artikel-Formen: Der xx Tipps-Artikel
Fundstück: Leser manipulieren (engl)
Eben bin ich via Bildblog auf folgenden interessanten Artikel gestoßen:
6 Subtle Ways The News Media Disguises Bullshit As Fact
Fünf davon haben mit Formulierungen zu tun:
1. Guessing the Motives Instead of Reporting the Facts
2. The Active Voice
3. Biased Photos
4. Burying Inconvenient Facts
5. Implying Without Saying
6. Weasel Words
Mindestens zehn Alternativen
Eine total gute Übung, die Sie immer mal zwischendurch zum Auflockern machen können, ist es, mindestens zehn Alternativen zu finden, wie Sie etwas noch formulieren können.
Das kann eine Formulierung sein, die ganz genau das ausdrückt, was Ihre Originalformulierung “sagt”. Es kann aber auch eine etwas andere Bedeutung haben, inhaltlich oder vom Tonfall.
Hier habe ich mal zwei Beispiele für Sie gemacht:
Original: Das war ein richtiger Aha-Effekt!
weitere Alternativen:
- Heureka!
- Eine Glühbirne ging mir auf.
- Natürlich! (oder auch Na-tür-lich!)
- Dass ich noch nicht selbst darauf gekommen bin!
- Eine Offenbarung!
- Eine regelrechte Erleuchtung!
- Der Schalter legte sich um.
- Dann machte es klick.
- Der Knoten platzte.
- Ich fühlte mich, als hätte ich den Stein der Weisen gefunden.
NERV NICHT! ist endlich erschienen
Vollbepackt vom Aufenthalt in Südtirol mit Briefkastenschlüssel jongliert.
Endlich offen.
Benachrichtigungszettel!
Bei Nachbarin geklingelt.
Juhuuuu: Das neue Buch ist da, frisch aus der Druckerei!
Das ist natürlich immer ein besonderer Meilenstein.
Schnell bei amazon geschaut: da gibt’s es jetzt auch.
Sind das Sie?
Was wollen Sie eigentlich von Ihren Lesern?
Haben Sie sich das schonmal gefragt? Ich meine das jetzt sowohl allgemein, als auch in Bezug auf einzelne Texte:
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Sagen Sie’s einfach(er)!
Den Spruch “Keep it simple” kennen Sie. Und genau dieses Motto sollten Sie sich auch für’s Schreiben ins Hirnkasterl einbrennen.
Jeder Text wird besser, wenn Sie sich einfach ausdrücken.
- besser lesbar
- verständlicher
- “näher” am Leser
- glaubwürdiger
Außerdem: Sie überhöhen sich als AutorIn nicht.
Das ist ganz wichtig – besonders bei Tipp-Texten, also wenn Sie Anregungen für eine bestimmte Verhaltensweise, Denke oder Handlung geben. Man nimmt nicht gerne Tipps an, wenn man sich geschulmeistert fühlt oder das Gefühl hat, der Autor hält sich für den Klügsten.
Ich hatte Ihnen bereits empfohlen, dass Sie sich als Autor greifbar machen. Dazu gehört in erster Linie Ihre Sprache.
Verlieben Sie sich! … in neue Wörter
Wir alle haben ja einen relativ großen passiven Wortschatz, das heißt, wir kennen und verstehen viele Wörter. – Aber wir nutzen nur einen kleineren Teil davon, wenn wir schreiben und sprechen.
Vielleicht geht es Ihnen auch wie mir und Sie haben Phasen, wo Sie ein bestimmtes Wort exzessiv benutzen. Das macht sich auch beim Schreiben bemerkbar! Ich merke das beispielsweise an meinen Büchern. Wenn es an die Korrekturphase geht, bemerke ich plötzlich das Wort, das gerade Saison hat. Denn es steht ü-ber-all!
Ihre Texte werden reicher und klarer, wenn Sie sich dieser Sprachmuster bewusst werden und Ihre Liebe zu neuen Wörtern entdecken:
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Nehmen Sie Ihre Leser an die Hand!
Als AutorIn kennen Sie sich in Ihrem Fachgebiet aus: Sie kennen Zusammenhänge, wissen, auf welche Details es ankommt, wo Fallstricke und Chancen sind.
Ihre Leser sind nur teilweise auf diesem Wissensstand. Selbst, wenn Sie sich mit Ihrem Text an ein Fachpublikum wenden, haben Sie es immer mit einem breitgefächterten Publikum zu tun. Dazu kommt, dass Leser unterschiedlich interpretieren.
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