Wir alle haben ja einen relativ großen passiven Wortschatz, das heißt, wir kennen und verstehen viele Wörter. – Aber wir nutzen nur einen kleineren Teil davon, wenn wir schreiben und sprechen.
Vielleicht geht es Ihnen auch wie mir und Sie haben Phasen, wo Sie ein bestimmtes Wort exzessiv benutzen. Das macht sich auch beim Schreiben bemerkbar! Ich merke das beispielsweise an meinen Büchern. Wenn es an die Korrekturphase geht, bemerke ich plötzlich das Wort, das gerade Saison hat. Denn es steht ü-ber-all!
Ihre Texte werden reicher und klarer, wenn Sie sich dieser Sprachmuster bewusst werden und Ihre Liebe zu neuen Wörtern entdecken:
Suchen Sie gezielt ein neues Wort für das, das Sie sonst immer nutzen. Hier helfen Synonymwörterbücher, zum Beispiel die Wortschatzseite der Uni Leipig. Das ist auch gut, weil Sie dadurch auch Bedeutungsnuancen bewusster wahrnehmen.
Schauen Sie bei anderen ab: Manchmal hört man jemanden ein „gutes Wort“ sagen, das man selbst nie nutzt. Ich habe kürzlich „Klimbim“ und „grandios“ wiedergehört. Zwei Wörter, die mir ungemein gut gefallen, die ich aber schon lange nicht mehr genutzt habe! – Oder Sie schreiben sich schöne Wörter, die Sie lesen, in ein Notizbuch auf, damit Sie sie nicht gleich wieder vergessen.
Jeden Tag ein Wort! Nehmen Sie sich jeden Tag ein Wörterbuch zur Hand, schlagen es auf und tippen blind wohin. Das ist das aktuelle Wort! Wenn es ein dummes Wort ist, suchen Sie sich einfach auf der Seite ein besseres aus.
Der Clou ist natürlich, dass Sie sich näher mit dem jeweils neuen Wort befassen und es in den nächsten Tagen auch ganz bewusst benutzen. Auf diese Weise vergrößern Sie Ihren aktiven Wortschatz immer mehr – und das mit Spaß!



