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April, 2010:

Lesenswert: Interview mit Axel Hacke

Via “6 vor 9” bin ich eben auf ein interessantes Interview mit Axel Hacke gestoßen. Das ist der mit den lustigen Kolumnen im SZ-Magazin und diversen Büchern (“Der kleine Erziehungsberater” etc.).

Er erzählt über seine Texte, die Rolle des Internets …: zum Interview

zu “6 vor 9″: Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien.” – Wenn Sie sich für Medien interessieren, ist das ein toller Service. Ich schaue jeden Tag morgens rein und finde fast immer einen interessanten link.

Fundstück: unglückliche Anführungszeichen

In der U-Bahn sah ich diese Werbung für ein Seniorenheim:

Sie haben es sich verdient, dort zu leben,
wo es am “schönsten” ist.

Das wirkt in dem Fall unabsichtlich ironisch – denn die Anführungszeichen sind hier völlig unnötig und kehren das Gemeinte regelrecht um.

Apropos Ironie: Da lese ich doch kürzlich, dass es ein Ironiezeichen gibt. Sowas!

Übertreiben kostet Glaubwürdigkeit

Zu Beginn meiner Selbstständigkeit hatte ich einige Jahre sehr viel mit Bewerbungen zu tun. Zum Entsetzen meiner Kunden konnte ich immer sofort erkennen, wenn ein Zeugnis selbstgeschrieben war. Nämlich dann, wenn eine Übertreibung die andere jagte.

Bei Selbstständigen ist es dasselbe: Jede Kundenstimme, die sich vor Begeisterung überschlägt, wirkt selbstgeschrieben. Wirkt. Denn gerade begeisterte Kunden meinen, sie tun einem etwas Gutes. Ich habe schon einige gut gemeinte, ehrliche Kundenstimmen oder Buchrezensionen etwas “entschärft”, weil die Glaubwürdigkeit leidet.

Maßlose Übertreibungen tun Ihren Texten meistens weh:

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Fundstück im Bildblog

Kennen Sie das? Sie kippen den Inhalt einer frisch gekauften Packung H-Milch aus dem Supermarkt durch ein Sieb, doch keine einzige Kuh bleibt hängen!

Toller Einstieg, was? Hier geht’s zum ganzen Beitrag.

Zu diesem Thema ist wichtig: Erstens, zweitens, drittens

Eine sehr gute Möglichkeit, sich auf den zu schreibenden Text einzustimmen, ist, sich vorab die drei bis fünf wichtigsten Aspekte Ihres Themas aufzuzählen. So kommen Sie einerseits zum Kern Ihres Textes und sind andererseits schon mitten im Thema.

Ich empfehle meinen Workshopteilnehmern immer, das auch wirklich mit den Fingern runterzuzählen, also die passende Gestik zu machen.
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Notizen: Themenideen für später

Dass es gut ist, sich Ideen gleich aufzuschreiben, ist bekannt. Der Rat, immer etwas zu schreiben mitzunehmen, auch.

Tatsache ist ja: selbst die allerspannendsten Vorkommnisse geraten in Vergessenheit, auch wenn wir noch so sicher sind, dass wir uns das auf jeden Fall merken.

Aber das Sammeln von Ideen ist ja noch viel lustiger, als es auf den ersten Blick aussieht.

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Vertrauen Sie auf sich im ersten Entwurf!

„Schreibe den ersten Entwurf hinter der geschlossenen Türe und überarbeite mit der offenen Türe“, sagt Stephen King in seinem Buch „On Writing“ (Über das Schreiben) – und das kann ich nur unterstützen.

Oft kommen Leute zu mir, die mit ihren Texten gar nicht mehr weiterkommen. Sie haben sich festgefahren, weil sie
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Leser-Ansprache (Teil 3): Bieten Sie Ihr Wissen so an, dass Ihre Leser es auch annehmen?

Der dritte Teil zur Leser-Ansprache hat gleichzeitig etwas mit Ihrer Wirkung als AutorIn zu tun: Je nach Formulierung kann sich schnell das Gefühl einstellen, dass Sie auf Ihre Leser “herunterschreiben” oder aber auch, dass Sie scheinbar nicht genau wissen, wovon Sie sprechen. Beides ist nicht schön. Ihre Leser steigen aus oder zweifeln an dem, was Sie schreiben.

Auf Ihre Leser “runterschreiben”

Letzte Woche ging es ja um den schönen Anspruch, die Leser da abzuholen, wo sie sind. Dazu gehört es auch, bei Tipp-Texten Ihre Leser ganz klar an die Hand zu nehmen.

Nehmen wir einmal das Beispiel eines Artikels, der sich an Führungskräfte wendet. Es geht darum, rechtzeitig einzugreifen und seinen Mitarbeitern nicht alles durchgehen zu lassen oder zu hoffen, dass sich die Lage von selbst bessert.

Nun könnte ich den Artikel so beginnen:

Es ist wirklich ein Unding, wie viele Vorgesetzte in Wirklichkeit Angst haben und tatenlos danebenstehen. Als Führungskraft ist es Ihre Pflicht, zu handeln! Personalverantwortung fordert einfach viel mehr von Ihnen, als nur das Alltagsgeschäft zu regeln. Hier geht es um Menschen! Wenn Sie dieser Aufgabe gerecht werden möchten, müssen Sie A, B und C tun.

Gerade bei Themen, die uns sehr wichtig sind, kommt es schnell zu solchen Formulierungen. Die sind oft gar nicht so krass gemeint und kommen dennoch beim Lesen so an. Nun versetzen Sie sich einmal in eine Führungskraft. Wie gerne lesen Sie diesen Artikel weiter?

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Online-Lesungen

Eine hübsche Idee vom Droemer Knaur-Verlag: Web-TV/Online-Lesungen

Krimiautoren an Originalschauplätzen, Bestsellerstars auf Lesereise, Literatur auf der Buchmesse: Die Web-TV-Kamera leuchtet die Bücherwelt für Sie aus.

Der erste Entwurf …

Der erste Entwurf ist immer Scheiße.

Hemingway

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