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Fundstück: unglückliche Anführungszeichen

In der U-Bahn sah ich diese Werbung für ein Seniorenheim:

Sie haben es sich verdient, dort zu leben,
wo es am “schönsten” ist.

Das wirkt in dem Fall unabsichtlich ironisch – denn die Anführungszeichen sind hier völlig unnötig und kehren das Gemeinte regelrecht um.

Apropos Ironie: Da lese ich doch kürzlich, dass es ein Ironiezeichen gibt. Sowas!

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6 Kommentare

  1. Angela Gaida sagt:

    Diese Anführungszeichen sieht man leider viel zu oft. Viele scheinen zu glauben, dass man Anführungszeichen benutzt, um etwas besonders hervorzuheben. Und dann entsteht “sowas”. Aber vom Ironiezeichen höre ich heute auch zum ersten Mal – man lernt doch immer noch dazu :)

  2. Silke sagt:

    Ironiezeichen, das ist ja spannend. Aber ob sich das durchsetzt? Ich glaube das hier ist viel “gängiger”: ;-)

  3. Gitte Härter sagt:

    Hihi, ja dieses Ironiezeichen fällt wohl unter “Wenn ich mal bei WER WIRD MILLIONÄR BIN und dann die Frage nach einem Ironiezeichen kommen sollte, weiß ich Bescheid”.

    Ich finde es ohnehin sehr viel besser – und spannender für uns Schreiberlinge -, wenn man sich die Mühe machen muss (darf), dass ein Text aussagekräftig genug ist und nicht der Krücke eines Zeichens bedarf. Immer krieg ich’s auch nicht hin, aber alleine das Drübernachdenken und immer wieder einen anderen Kniff, eine bessere Formulierung oder Wort zu finden, dass dann inhaltlich klar und deutlich macht, was gemeint ist macht den Reiz aus … und bessere Texte.

    @Angela: Jetzt hab ich auf Deiner Website auch mal geschaut und auch für Dich ein Riesenkompliment. Ganz tolle Texte, eine super offensive Selbstdarstellung, die den Leser gleichzeitig total mit reinnimmt. Ich habe voll Neugier immer weitergeklickt und weitergelesen. Und das muss man bei einer Firmenwebsite erstmal schaffen. :-)
    Vielen Dank auch für das Verlinken auf unternehmenskick.de, das ich bei dieser Gelegenheit auch gesehen habe. Ich freue mich. Und wenn bei mir die momentane Arbeitsflut ein wenig abebbt, werde ich mal in Deinem Blog näher gucken.

  4. Angela Gaida sagt:

    Liebe Gitte,
    jetzt bin ich grade ein bisschen rot geworden – herzlichen Dank für das dicke Lob!
    Genau das wollte ich mit dem Aufbau erreichen, dieses “Reinziehen”, und dass das oft klappt, habe ich jetzt schon von mehreren Seiten bestätigt bekommen. Schön, wenn ein Plan funktioniert :)

    Mein Blog ist allerdings momentan noch ein bisschen das Stiefkind, ich habe es neulich erst reaktiviert. Ich hoffe, dass ich es in Zukunft etwas regelmäßiger füttere… Kontinuität ist nicht meine Stärke ;-)

  5. Sven sagt:

    Das mit den Ironiezeichen ist mir auch neu, aber das man ab und an mal Wörter in Anführungszeichen setzt, wenn man genau das Gegenteil meint, kenne ich auch und nutze ich auch öfter. So ein umgedrehtes Fragezeichen würde ich nicht verwenden, ich glaube, dazu kennen dieses Zeichen auch zu wenige.

  6. Gitte Härter sagt:

    Hallo Sven,

    ja: das kann man auch nicht nutzen – es kennt wirklich niemand! Aber ich fand’s lustig, dass es offenbar eins gibt bzw. einen Vorschlag dazu. Was mag es sonst noch so geben …

    Viele Grüße
    Gitte

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