Mein Beitrag über den Telegramm-Stil und Heikes Kommentar dazu haben mich eben daran erinnert, wie sehr ich Lektoren bewundere. Bei meinen zahlreichen Büchern habe ich mit verschiedenen Lektoren gearbeitet und bin immer wieder beeindruckt, wie versiert gute Lektoren mit der Sprache umgehen. Jaja, das gehört zwar eigentlich dazu, aber wie in jedem Beruf ist das nicht automatisch der Fall.
Jedenfalls habe ich sehr viel über die Jahre gelernt, wie man Sachverhalte kürzer, pointierter und auch eleganter ausdrücken kann. Das ist nicht nur schöner und dient der Verständlichkeit, sondern es ist oft auch wichtig, wenn gekürzt werden muss. Denn dann kann ich Nebensächliches zusammenfassen, ohne Inhalte zu verlieren.
Die neue interaktive Aktion lautet daher: Schreiben Sie den folgenden Absatz um.
- Sie müssen nicht LektorIn sein.
- Sie dürfen gerne mehrmals mitmachen.
- Wählen Sie die Sprache oder das Stilmittel, das Ihnen angenehm ist. Sie brauchen sich nicht sklavisch an die Vorgabe halten. Wichtig ist nur, dass die Grundaussage des Absatzes erhalten bleibt, der Leser also versteht, worum es geht.
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Sie kennen das: Bevor Sie ins Training gehen, sind Sie gespannt, wer wohl da sein wird. Wie sind die Leute drauf? Sind sie gespannt und gerne hier? Werden Sie sie mögen und wird die Gruppe sich gut untereinander verstehen? Je „besser“ die Gruppe, desto angenehmer für Sie. Sie fühlen sich wohl, sind dadurch sicherer und noch souveräner – alles läuft gut und die Teilnehmer haben nicht nur viel und gerne gelernt, sondern hatten eine gute Zeit und gehen zufrieden wieder raus. Dadurch werden Sie wieder beauftragt und weiterempfohlen und, wenn Sie offene Kurse anbieten, schaffen Sie sich treue Kunden – manchmal sogar Fans – die ganz wild darauf sind, auf das nächste Seminar zu kommen.
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Los geht’s!




Hallo Gitte, ich probier es mal:
Sind Sie gespannt welche Menschen Ihr Thema interessiert? Hoffentlich sind alle gut drauf und gerne hier! Es wäre sehr angenehm, wenn die Gruppe sich untereinander versteht, Sie akzeptiert und mag. Da geht alles lockerer und Sie agieren noch souveräner. Alle sind zufrieden, gehen glücklich heim und empfehlen Sie sicher weiter. Das bringt treue Kunden – vielleicht sogar Fans – die Ihre Seminare freudig weiter buchen.
Servus
Edeltraud
Ich kam, sah und siegte!
Jedes Training beginnt gleich: Hohe Spannung am Anfang: Wer kommt? Wie ist wohl die Gruppe? Wie komme ich selbst an?
Und mit der Begrüßung und jedem weiteren Satz wird man sicherer, sicherer und sicherer. Die Teilnehmer machen mit, sind begeistert und das Ende vom Lied: Sie wollen mehr, empfehlen sogar weiter und kommen zu zweit (zu dritt) wieder.
Hallo Gitte, hier eine sachlichere und kürzere Variante:
Vor einem Training sind Sie sicher auf die Seminargruppe gespannt, weil Sie wissen, dass von der Gruppendynamik einiges abhängt. Verstehen sich die Teilnehmer gut und haben Spaß am gemeinsamen Lernen, gehen alle zufrieden nach Hause und freuen sich auf den nächsten Kurs. Und das Beste: Sie empfehlen Sie bestimmt weiter.
Hallo Edeltraud, Heike und Silke,
ganz herzlichen Dank für Eure ersten Varianten! Alle drei zeigen schon super, wie viele Möglichkeiten es gibt – und ich hoffe, dass noch viele weitere Varianten dazu kommen. Wir können so viel voneinander lernen an solchen praktischen Beispielen.
Ein schönes Wochenende
Gitte
PS: Silke – eine tolle Startseite hast Du! Layout, sympathisches Bild und ein super Text. Kompliment
Hallo Gitte, danke Dir für die Blumen. Du wirst es nicht glauben: Ich überlege, die Seite zu ändern. Ja, echt. Weil ich den Eindruck hatte, dass viele vor Angst gleich wieder wegklicken. Ich meine aus Angst, ich könnte telepathisch alle Fehler in ihren Texten sehen. Hach, wenn die wüssten… Ich überlege noch ein bisschen….
Wo kommt denn dieser Eindruck her, dass Leute Angst haben, Silke?
Das ist ein wichtiges Thema, denn bei nebulösen Eindrücken oder Spekulationen verrennt man sich manchmal oder es manifestieren sich ja irgendwelche Zweifel … die Gefahr für ein Verschlimmbessern ist bei sowas immer groß (also nicht nur jetzt bei Dir für diesen Text, sondern allgemein).
Halo Silke,
ich bin genauso begeistert wie Gitte. Dein Bild ist super und Dein Text ist eine Sensation.
Liebe Grüße
Edeltraud
…sind meine Fehler deshalb, weil du alles siehst?…. Entschuldigung hab zu schnell gedrückt, bitte ändern.
Danke!
Hier meine Variante:
Und wieder beginnt ein Seminar, wie jedesmal die gleiche Spannung. Werden die TeilnehmerInnen offen sowohl mir gegenüber als auch in der Gruppe sein, sich gegenseitig akzeptieren? Denn nur dann werden alle den größtmöglichen Nutzen aus dem Seminar ziehen, Spaß haben und Sie gern weiterempfehlen.
Viele Grüße an alle von Gerit N.
Guten Abend,
vielleicht geht´s auch so:
Gleich beginnt das Training. Wie immer Lampenfieber: Habe ich an alles gedacht? Sind meine Unterlagen komplett? Hoffentlich klappt alles wie am Schnürchen.
Endlich! Ich stehe vor der Gruppe und beginne. Alle sind gespannt und wirken interessiert. Es macht mir wieder Spaß. Ich werde mit der Gruppe warm. Die Gruppe geht auf meinen Humor und Methode ein und arbeitet engagiert mit.
Wir haben alle Spaß und lernen viel voneinander. Alle wirken entspannt und zufrieden. Viele sprechen anschliessend mit mir und geben mir Impulse für neue Seminare. Sie werden mich weiterempfehlen und – sie werden selbst auch wiederkommen. Es hat sich gelohnt, dieses Training, gelohnt für Alle.
Netter Gruss
von Horst R.
Hallo zusammen,
ich sehe Eure Antworten erst jetzt. Sorry. Das ist jetzt eine seltsame Situation, weil ich die Kommentare für diese tolle interaktive Übung nicht mit einer Diskussion über meine HP füllen möchte. Sie sollten für die Übung reserviert bleiben. Nur noch ein Satz dazu, nämlich die Antwort auf Gittes Frage, wo das Gefühl herkommen könnte, dass die Leser Angst hätten: Viele Klicks auf die Eingangsseite (im Verhältnis sehr viele), wenige auf die Folgeseiten (im Verhältnis sehr wenige). Darüber habe ich mir so meine Gedanken gemacht. Danke an alle, die sich so positiv geäußert haben. Freut mich aufrichtig. So, und jetzt bin ich schon wieder weg und überlasse das Feld den kreativen Köpfen.
Lieber Gruß, Silke
Dann versuche ich mal mein Glück:
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Wer? Wie? Was? Warum? Fragen über Fragen, lähmende Spannung, Leere im Kopf. Dann – endlich – der erste Satz, der erste Lacher – das Training läuft wie am Schnürchen! Und das nächste Mal? Wer? Noch mehr Teilnehmer! Wie? Noch erfolgreicher! Was? Noch mehr Spaß und Erfahrungen für alle Beteiligten! Warum? Weil Du gut bist! Und Deine Gäste auch!
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Liebe Grüße,
Jürgen
Vielen Dank Gerit, Horst und Jürgen, für die weiteren Varianten! Ich hoffe, es kommen noch weitere zusammen. Wie oben schonmal gesagt: Man kann soviel draus lernen, wenn man unterschiedliche Herangehensweisen und Stile zum selben Text “auf einen Haufen” sieht.
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Silke: Da gibt es ja viele Möglichkeiten, warum die Zugriffe auf Deine Website unterschiedliche sind. Zum einen ist es ganz normal, dass die Startseite mehr Treffer hat, weil es eben die Einstiegsseite ist. Leute, die über eine Suchmaschine kommen oder wie hier, einen Kommentar in einem Blog sehen und sich fragen, was sich wohl hinter der Domain oder wer sich “hinter der Person” verbirgt, einfach mal neugierig klicken und dann sagen “Aha.” Das sind ja nicht immer Leute, die schon wissen, was es bei Dir gibt oder Dich auch brauchen. – Bei sowas würde ich also nie gleich vermuten, woran es liegen könnte, sondern erstmal verschiedene Möglichkeiten sammeln. Sonst gibt man vorschnell gute Dinge auf und gerät unabsichtlich ins Verschlimmbessern