Rechts sehen Sie, wie ich vorgehe, wenn ich einen Artikel schreibe. Das ist übrigens ein – für mich – ganz typisches Beispiel, ob das nun ein kurzer Tipp-Text für unsere Website, ein längerer Artikel oder auch ein Buch ist.
Zuerst werde ich mir über das Thema klar oder beginne mit einer Ausgangsidee. Oft schreibe ich die Ausgangsidee direkt in den Einstieg, aber manchmal überspringe ich den Beginn auch und steige direkt irgendwo weiter unten ein.
Das Wichtigste für mich ist jedoch, dass ich immerimmerimmer Zwischenüberschriften mache, es also immer vor dem Schreiben eine klare Struktur für den geplanten Text gibt. So stelle ich nicht nur sicher, dass ich auf Kurs bleibe, sondern – noch viel wichtiger – das Schreiben selbst geht irre schnell:
- Ich muss nicht überlegen, was ich als nächstes schreibe.
- Ich habe immer einen klaren Überblick über das “Gleichgewicht” meines Textes.
- Ich kann durcheinander schreiben und damit auch mit wenig Zeit an Texten weiterarbeiten oder mich zuerst denn Dingen widmen, die ich gerade lieber schreibe (oder hinter mich bringen möchte).
Im vorliegenden Text handelt es sich um eine Idee für den nächsten Newsletter-Text für unternehmenskick.de:
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Neuerdings habe ich mir in den Kopf gesetzt, seilspringen zu lernen. Das haben wir ja als Kind fast alle mal gemacht. Vor einigen Jahren, als ich ein paar Stunden Kickboxen ausprobiert habe, war ich plötzlich wieder damit konfrontiert – und habe mich unfassbar dabei angestellt!
Viel zu hoch gesprungen und dadurch gleich ermüdet. Alle paar Schwünge im blöden Seil verheddert, was so gar keinen Spaß macht. Und schließlich stinksauer, was die Seilspringlage nicht verbessert.
Seilspringen ist die ideale Metapher für die Selbstständigkeit! Denn auch hier geht es darum, möglichst effizient vorzugehen, um keine Energien zu vergeuden und ausdauernd seine Aufgaben und Ziele zu verfolgen. Und es ist, gerade für uns Einzelunternehmer, wahnsinnig wichtig, die Motivation hochzuhalten.
Was brauche ich?
Wie geht Effizienz überhaupt?
Sich nicht überfordern
Realistische Erwartungen
Aus Fehlern lernen
Dranbleiben und besser werden
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Ich kann noch nicht sagen, ob es bei diesen Zwischenüberschriften bleibt: denn beim Schreiben merke ich, ob ich etwas besser zusammenlege oder ob etwas zu lange wird. Aber als Ausgangslage hilft diese Struktur enorm.
Die gelb markierten Stellen sind Ideen, die ich spontan habe und stichpunktartig schon hinterlege, oder drei gelb markierte XXX, die einen deutlich sichtbaren Platzhalter darstellen. So weiß ich immer sofort, wo noch etwas fehlt – und es ist mittlerweile vermutlich auch eine Art Motivation: denn je weniger Gelb, desto weiter ist der Text, was bei kurzen Texten nicht so relevant ist, aber umfangreicheren Texten durchaus.




Hallo! Vielen Dank für den “immerimmerimmer”-Tipp mit den Zwischenüberschriften! Der beschleunigt das Schreiben wirklich enorm. Im Moment schreibe ich für textbroker, blogs und auch immer wieder mal einen komplexeren Newsletter. Vor allem bei letzteren komme ich jetzt doch deutlich besser klar. Zwar hatte ich mir natürlich auch bisher eine Struktur für meinen Text vorgegeben, aber eben nicht in ausformulierten Zwischenüberschriften… Danke+VG Matze
Hallo Matthias,
gern geschehen. Gell, das ist schon ein enormer Beschleuniger. Gerade wenn man, wie Du es ja tust, viel schreibt.
Es ist wirklich ein großer Unterschied, ob man “ungefähr” weiß, wie der Text sein wird oder wirklich vorher ein klares Knochengerüst festlegt. Ganz nebenbei wird man dadurch generell konzeptionsstärker, was sich nicht nur auf das Schreiben, sondern auch auf das strukturiertere Reden positiv auswirkt.
Viele Grüße
Gitte
PS: Sorry, dass das Freischalten des Kommentars etwas gedauert hat – er war im Spamfilter gelandet, und ich habe ihn jetzt erst gesehen.
Hallo Gitte,
vielen Dank für diesen Tipp!
Ich habe gerade einen großen Schreibauftrag erhalten und muss diesen in sehr kurzer Zeit erledigen. Zwischenüberschriften habe ich mir bisher zwar auch gesetzt, aber hangel mich normalerweise eher mit und an meinen Mindmaps entlang. Funktioniert gut, aber das Zeitmanagement leidet manchmal dabei.
Ich denke, dieses Mal ist ein klares Skelett das Sicherste:-).
Viele Grüße,
Silke
Hallo Silke,
ja super, dann kommt das ja gerade recht. Da sprichst Du was Wichtigse an: dass man bevorzugte Methoden eben auch überprüft, auf ihre Vor- und (manchmal auch Nachteile) und erweitert, Neues ausprobiert, um so dann je nach Projekt und genauer Situation, etwa des Zeitfaktors, genau das Richtige aus seinem Werkzeugkasten zu holen.
Das Skelett ist tatsächlich in vielerei Hinsicht “das Sicherste”, weil es einfach mehr kritische Schreibaspekte im Griff behält. Und es lässt sich ja wunderbare mit anderen Werkzeugen, wie etwa einem vorgeschalteten Mindmap, kombinieren.
Viel Spaß beim Schreiben!
Gitte