Das ist noch zu bla!
Meine Kunden machen ganz schön was mit.
Das Gute ist: sie halten das auch aus. Ich bin nämlich ein Freund direkter Worte und meiner Überzeugung nach kann man seine Texte dann besser machen, wenn man weiß, woran genau es bisher hakt.
Da man meistens weiß, was einem an seinem Text nicht gefällt – oder zumindest so ein Gefühl hat – kommen Sie also sehr viel weiter, wenn Sie es ganz ungeschminkt beim Namen nennen:
- Der Anfang ist noch zu lahmarschig
- Es ist mir zu unlustig.
- Es ist viel zu schwammig.
- Man kann gar nicht richtig folgen.
- Ich glaube, ich bin wieder mal zu detailverliebt.
Oder eben: Es ist noch zu bla. Dass Texte „zu bla“ sind kommt übrigens am allermeisten vor. Es heißt: der Text ist in Ordnung, er liest sich auf den ersten Blick auch gut – aber es steht nicht wirklich etwas da (oft wird um ein Thema in bekannter Weise rumphilosophiert), es macht nicht an, es fehlt einfach die Substanz. Wenn man das nicht merkt, dann doktert man an Formulierungen rum. Doch mangelnde Substanz lässt sich nicht nur hübscheres Formulieren ausgleichen – sondern da fehlt noch Inhalt.
Wenn Sie beim nächsten Mal nicht so zufrieden mit einem Text sind, dann seien Sie ehrlich mit sich und motzen Sie ruhig an Ihrem Text rum. Auf diese Weise finden Sie meiner Erfahrung nach sehr viel schneller den Grund, warum Ihr Text noch nicht recht funktioniert.
