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Facettenreich schauen, hören und denken

Wenn Sie mich fragen, was die wichtigste Eigenschaft ist, wenn man regelmäßig schreibt – vor allen Dingen, wenn man mit seinen Texten etwas weitergeben möchte, dann muss ich nicht lange überlegen: Es ist meiner Überzeugung nach der facettenreiche Blick.

Mit facettenreich meine ich vor allem drei Dinge:

  1. Das Bewusstsein, dass alles komplexer ist, als man auf den ersten Blick sieht.
  2. Gesamtzusammenhänge sehen
  3. und ganz besonders: an Details interessiert sein

Wenn ich Ihnen erzähle …

“Ich habe mir so einen elektrischen Küchen-Zerkleinerer gekauft. Das war der Kauf des Jahrhunderts, der gerade mein Leben verändert.”

… dann ist für die meisten Menschen das Thema klar: Ah, die Gitte findet diese Küchenmaschine praktisch. Manche lesen es als Anregung oder Empfehlung. Andere schütteln den Kopf und sagen: Braucht kein Mensch, nimm halt ein Messer.

Aber die Küchenmaschine ist nicht der interessante Teil dieses Satzes!

Zwei wichtige Werkzeuge für einen facettenreichen Blick sind

  • fragen
    und
  • spekulieren

Also machen wir das doch gleich mal praktisch:

Welche Spekulationen stellen Sie dazu an?
oder
Welche Fragen möchten Sie mir dazu stellen?

Spekulieren und fragen Sie mich in den Kommentaren. Sagen Sie alles, was Ihnen dazu einfällt, und finden Sie heraus, was hinter dieser kleinen Aussage alles steckt.

Auf diese Weise können Sie verfolgen, wie sehr sich Informationen erweitern – und manchmal auch verändern können. Und wie die Art der Frage die Antwort bestimmt. Ich werde nämlich kurz und bündig ganz genau auf das antworten, was auch gefragt wird und keine zusätzlichen Informationen freiwillig geben. Manchmal ist es also auch nötig, weiter dranzubleiben …

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20 Kommentare

  1. Claudia sagt:

    Liebe Gitte,

    ein lustiges Thema hast Du da angeregt! Mein Frage dazu:
    Was macht das Ding? Es zerkleinert Küchen???
    =:?

    Na ja, vielleicht möchte ich auch noch wissen:
    Was verändert sich durch den Kauf in Deinem Leben?
    (Außer, dass Du demnächst vielleicht keine Küche mehr hast … ;-)

    Gespannte Grüße
    Claudia

  2. Gitte Härter sagt:

    Hahaha, Claudia! ;-)

    Also: es ist so ein “Chopper”, der Obst und Gemüse etc. auf Knopfdruck ganz schnell zerkleinert.

    >>Was verändert sich durch den Kauf in Deinem Leben?

    Die Ernährung und mein Aufenthalt in der Küche.

  3. Horst sagt:

    Ich vermute mal, daß der Schalter nicht funktionierte und die Stimme des angerufenen Kundendienstberaters so elektrisierte, daß die Geschichte ins zwischenmenschliche abgleitet und der Kauf des Jahrhunderts der Auslöser war -oder?

    Wie soll´s denn jetzt weitergehen?

    Horst ist echt neugierig!

  4. Gitte Härter sagt:

    HAHAHAHAHA! Diese Aktion verspricht lustiger zu werden, als ich das vermutet habe. :mrgreen: – Das ist eine ganz wunderbare Spekulation, Horst!

    Aber sie stimmt nicht.

  5. Angela Gaida sagt:

    Vielleicht hast du dir damit eine Fingerkuppe abgechoppert, das erschwert das Tippen und verändert insofern dein Leben :)

    PS: ich hoffe inständig, dass ich damit falsch liege ;)

  6. Gitte Härter sagt:

    Na toll! Genau: jetzt kann ich nie mehr tippen und muss alles, was mit Schreiben zu tun hat, leider einstellen. :-(

    Zum Glück war’s das nicht – aber, wir sehen schon jetzt: eine weitere legitime und interessante Spekulation, die in eine völllllig andere Richtung führt als die von Horst. Was so eine Aussage doch alles hergibt.

  7. Beatrice sagt:

    Wie bist Du auf die Idee gekommen, Dir so ein Gerät zu kaufen und bist Du vielleicht beim Kauf des Gerätes einem ganz besonderen Menschen begegnet?

    LG

    Beatrice

  8. Gitte Härter sagt:

    Hallo Beatrice,

    a) Ich hatte es vor einigen Jahren mal nebenbei im Fernsehen gesehen, da hatte jemand davon geschwärmt, dass es für ihn unverzichtbar sei, aber dann wieder vergessen. Gekauft habe ich es mir, als ich beim Einkaufen fast das Gleiche gesehen habe, das der Mann im Fernsehen hatte.

    b) Nein, ich bin beim Kauf niemandem begegnet.

    Claudia hat übrigens in ihrer ersten Frage schon eine weiterführende Antwort aus mir rausgelockt, die die neue Spur aufzeigt.

    Einen schönen Nachmittag!
    Gitte

  9. Meike Holland sagt:

    Moin Gitte!

    Das ist wirklich spannend, ein Küchenzerkleinerer, der dein Leben verändert.

    Halten wir mal fest, er zerkleinert etwas. Vermutlich nicht Küchen, sondern Obst oder Gemüse. Auch nicht Deine Finger, sondern etwas zum Essen.

    Das vereinfacht einiges. Du brauchst nicht mehr solange, um etwas zu zerkleinern, weil der das vermutl. rasend schnell macht. viell. aber bereitest Du nun auch Dinge zu, die Du sonst nie angehst, weil es zu lange gedauert hat. So machst Du Dir viell. einen Obstsalat, der sonst aus Zeitmangel vom Speiseplan gestrichen war. Oder einen Smoothie.

    Das wiederum hat einen enormen Effekt auf die Gesundheit. Du ernährst Dich viell. gesünder, nimmst ab, fühlst Dich frühlingshaft wohl oder auch Deiner Bikinifigur näher…

    Und plötzlich flutscht alles viel besser. Du fühlst Dich leichter, die Dinge gehen Dir leichter von der Hand, Du bist glücklicher…

    Das verändert Dein Leben…

    Oder aber der Küchenzerkleinerer steht für etwas anderes. Er schafft Dir Probleme vom Hals, die Du sonst nicht angehst?! Er zerkleinert Dinge, mit denen Du Dich sonst schwer tust?

    Oder er füllt die Lücke in der Küche, die immer so unbenutzt war und deswegen immer so vollmüllte?

    Er macht einen eklatanten Unterschied in Deiner Beziehung, weil Du nun endlich Deinem Mann den ersehnten Obstdrink zum frühstück zubereiten kannst, ohne dass Du 3 Stunden früher aufstehen kannst?

    Ich bin gespannt auf die Auflösung!!!

    Liebe Grüße
    Deine/Eure Meike

  10. Tania sagt:

    Hallo, ich will mal munter mitspekulieren:
    Bisher war das Zerkleinern von Zutaten für Gitte eine zeitraubende Angelegenheit. Gerade wenn es schnell gehen sollte, wurde es manchmal fast gefährlich, das Pflaster lag immer griffbereit. Nun hat sie endlich Hilfe durch den elektrischen Zerkleinerer bekommen. Ruck zuck ist alles klein und die Finger bleiben heil. Das Essen schmeckt seit dem auch viel besser, denn man merkt am Geschmack mit wieviel Leichtigkeit und Freude gekocht wurde.
    Ein kleines Gerät mit großer Wirkung!
    Frage: Was hat sich in deinem Leben konkret verändert, seit du das Gerät hast?

    LG Tania

  11. Claudia sagt:

    Mmh, schaun wir mal, da ergeben sich für mich ja gerade eine ganze Reihe Spekulationen.
    a) Du entdeckst gerade, wie gerne Du gesunde Drinks und Rohkostsalate zu Dir nimmst, dass Du überhaupt gerne selbst Hand anlegst und darum nun viel mehr kochst und Dir und allen um Dich herum Gutes tun möchtest und nun ständig Gäste zu Dir einlädst und sie beglückst mit Deinen kreativen Zerkleinerungsideen. Prima, denn ganz nebenbei frischt Du viele alte Beziehungen auf und erhältst als Folge daraus tolle neue Projektanfragen.
    b) Der praktische Küchenhelfer hat Dich inspiriert und Du denkst plötzlich in ganz andere Richtungen, kannst in scheinbar kompakten Themen die spannenden Teile sehen und überlegst, was sich daraus beruflich machen lässt. Ein neues eMail-Lerning vielleicht?
    c) Essen ist sowieso eigentlich eine Leidenschaft von Dir, aber Deine intensive Arbeit mit Deinen vielen treuen Fans und Kunden ließ Dir bisher kaum Zeit, gesunde Sachen selbst zu erstellen. Der tolle neue Helfer macht nicht nur das binnen Minuten möglich, sondern hat Dich dazu inspiriert, Deine vor uns bisher verborgenden Talente im Bereich »Gesunde Ernährung für Zeitakrobaten – fantasievoll kreiert und lustvoll beschrieben« in ein schon jetzt sich als erfolgreich ankündigendes neues Buch zu packen. Großartige Idee!

    Bleibe neugierig!
    Claudia

  12. Gitte Härter sagt:

    Hallo Meike, Tania und Claudia,

    ich sitz hier ständig laut lachend und reiße immer mal meine Augen auf: Eure Spekulationen sind großartig – und mit den obigen zeigt sich wirklich der Punkt, den ich machen wollte, schon jetzt auf ganz vielfältige Weise. Selbst so eine (absichtlich unspektakuläre Alltagsnachricht wie diese Küchengerätanschaffung) birgt eben viel mehr in sich.

    Ich will mal gleich nochmal Euer aller Aufmerksamkeit darauf richten, meine Formulierung etwas mehr zu beachten. Denn die Art, wie jemand etwas erzählt, gibt immer auch Hinweise – und führt dann zu weiteren Annahmen bzw. Fragen.

    Mittlerweile sind wir in diesem Fall aus dem Reich der Spekulationen weitgehend raus, denn Ihr habt es schon mit vereinten Kräften näher eingegrenzt:

    Auszug von Meike:

    Das vereinfacht einiges. Du brauchst nicht mehr solange, um etwas zu zerkleinern, weil der das vermutl. rasend schnell macht. viell. aber bereitest Du nun auch Dinge zu, die Du sonst nie angehst, weil es zu lange gedauert hat. So machst Du Dir viell. einen Obstsalat, der sonst aus Zeitmangel vom Speiseplan gestrichen war. Oder einen Smoothie.

    Das wiederum hat einen enormen Effekt auf die Gesundheit. Du ernährst Dich viell. gesünder [Abnehmen, alles andere wird leichter etc. sind theoretisch mögliche Folgen, die wir aber noch nicht kennen. Nicht nur, weil ich das Gerät noch nicht so lange habe, sondern weil Ihr noch nicht wisst, ob das, was ich mit dem Zerkleinerer tatsächlich auf den Gesundheitstrip bin, wie mein Lebenswandel sonst aussieht etc.]

    Auszug von Tania:
    Bisher war das Zerkleinern von Zutaten für Gitte eine zeitraubende Angelegenheit.

    [Tania: Ich habe sehr darüber gelacht "Gerade wenn es schnell gehen sollte, wurde es manchmal fast gefährlich, das Pflaster lag immer griffbereit. Nun hat sie endlich Hilfe durch den elektrischen Zerkleinerer bekommen. Ruck zuck ist alles klein und die Finger bleiben heil. Das Essen schmeckt seit dem auch viel besser" ... weil ich gedacht habe, das Essen schmeckt besser, weil kein Blut mehr drin ist.]

    Auszug aus Claudias Kommentar:
    Du entdeckst gerade, wie gerne Du gesunde Drinks und Rohkostsalate zu Dir nimmst
    Der tolle neue Helfer macht [das Zubereiten von gesundem Essen] nicht nur das binnen Minuten möglich

    Diese Auszüge sind Dinge, die alle zutreffen. Achtet mal drauf, wie ich die Auszüge gesetzt habe. Denn Ihr habt mich in diesen Spekulationen ja nicht gefragt, sondern Ihr nehmt jetzt einfach mal vieles an. Meine Auszüge zeigen meine Teil-Bestätigungen (die Auslassungen sind also auch wichtig, denn Sie geben auch weitere wichtige Indizien über mich und das “Vor dem Zerkleinerer”).

    Tania stellt eine wichtige Frage, indem Sie Claudias erste Frage vertieft und “konkrete” Antworten dazu einfordert:

    >>Was hat sich in deinem Leben konkret verändert, seit du das Gerät hast?

    Ich esse viel mehr: Die Einfachheit des Zerkleinerns, vor allen Dingen aber das extrem unkomplizierte, simple Vorbereiten, zerkleinern und Gerätsäubern führt dazu, dass ich plötzlich regelmäßig etwas selbst Gemachtes esse.

    Ich esse elendig viel Obst und Gemüse.

    Ich kombiniere alle möglichen Dinge miteinander und variiere. Das hat zur Folge, dass ich mich vielseitiger ernähere.

    Ich kaufe plötzlich regelmäßig ein, damit ich was zum Zerkleinern habe. :-)

    Ich bin gerne in meiner Küche, das “Häckseln” macht mir riesig Spaß.

    Und wenn Ihr bei meinen Antworten auf Tanias frage jetzt wieder genau schaut, was da steht, wie es da steht (und welche weiteren Annahmen sich daraus ergeben), könnt Ihr mit etwas Detektivarbeit weitere Details rausfinden.

    Denn gemeinsam mit den Dingen, die Ihr da eben spekuliert habt und dem, was ich NICHT bestätigt habe, gibt es noch eine weitere wichtige Facette.

    PS an Claudia: “Der tolle neue Helfer macht nicht nur das binnen Minuten möglich, sondern hat Dich dazu inspiriert, Deine vor uns bisher verborgenden Talente im Bereich »Gesunde Ernährung für Zeitakrobaten – fantasievoll kreiert und lustvoll beschrieben« in ein schon jetzt sich als erfolgreich ankündigendes neues Buch zu packen. Großartige Idee!”

    HAHAHAHA. Glaub mir: Du willst ganz sicher kein Kochbuch von mir haben. ;-)

    Sodali, am Nachmittag bin ich unterwegs – also nicht wundern, wenn weitere Antworten ein wenig dauern.

    Herzliche Grüße an alle,
    Gitte

  13. Amos Ruwwe sagt:

    Küchenzerkleinerer gekauft. Bishierhin ist das schon mal klar, die Küche bleibt ganz.

    Das Leben verändert. Der Kauf des Jahrhunderts.

    Da nehme ich mal stark an, das Du in diesemJahrhundert nicht schon einmal einen dieser Geräte gekauft hast. Ist ja erst 10 Jahre alt, das Jahrhundert.

    Das Leben verändert. Tja, nach der ersten Freude kommt die Ernüchterung. Das Zerkleinern geht ratzfatz, aber dann!!!! Das nachfolgende reinigen nimmt ebensoviel Zeit in Anspruch, wie vormals das Zerkleinern mit dem Messer. Da war das reinigen ratzfatz passiert.
    So legt sich die Freude nach einer kürzer oder längeren Zeit und der Kauf des Jahrhunderts fristet wie manch andere Küchenmaschine sein Dasein im Schrank. Ganz unten, hinten links.

  14. Claudia sagt:

    Dann mal Butter bei die Fische:
    Ziehst Du um, weil Du eine größere Küche benötigst um Deiner neu gewonnenen Obsession mehr Raum zuzugestehen? Oder richtest Du Dich einfach nur neu ein und hast neue (vielleicht leuchtend rote) Küchenmöbel bestellt und einen viel größeren Kühlschrank für alle die tollen frischen Sachen, die Du jetzt immer kaufst und die im Sommer natürlich gute Kühlung brauchen? Vielleicht einen mit extra Eis-Produktion, weil Dein Schredder ja auch das im Handumdrehen zum Drinkvergnügen macht?

    Sonnige Grüße in die Runde von
    Claudia

  15. Angela Gaida sagt:

    Mir fehlt hier ein Aspekt: “so ein Küchenzerkleinerer” zusammen mit der Aussage “Ich hatte es vor einigen Jahren mal nebenbei im Fernsehen gesehen, da hatte jemand davon geschwärmt, dass es für ihn unverzichtbar sei, aber dann wieder vergessen.” bringt mich in die Denkrichtung: “unglaubwürdige Werbeshows im Fernsehen. ”

    “Jahrhundertkauf” ist ein Begriff, der in so einer Sendung durchaus fallen könnte, da wird ja alles über den grünen Klee gelobt. Es könnte also sein, dass das, was Gitte wirklich bewegt, nicht das zerkleinerte Gemüse ist, sondern die Tatsache, dass die Werbung in diesem Fall tatsächlich recht hatte.

    Das Gerät ist tatsächlich so praktisch, wie in der Fernsehwerbung angepriesen. Das wirft Gittes Weltbild über den Haufen und verändert damit ihr Leben, weil sie bisher immer dachte, dass da nur Schund verkauft wird und die Werbung lügt.

  16. Claudia sagt:

    Liebe Angela, da sagst Du was. Vielleicht, liebe Gitte, willst Du uns auch mitteilen, dass das »der Kauf des Jahrhunderts« nicht nur wie in der Werbung beschrieben gut funktioniert, sondern dass Du ohne ihn nicht mehr leben kannst, also regelrecht abhängig geworden bist und Deine Leben nun von dem Musterwerbemedium beherrscht wird? Sprichst Du deshalb auch von »elendig viel Obst und Gemüse«? Ist bittere Ironie Deine Schreibtriebfeder, Du Schredderobstabhängige?

  17. Claudia sagt:

    Sorry ob der kleinen Flüchtigkeitsfehler vom flinken Schreiben…

  18. Gitte Härter sagt:

    Ihr seid ja wunderbar! Da habt Ihr ja auch mich total überrascht, wie viel in Euren gestrigen spontanen Kommentaren so drin steckt. Ich werde auf jeden Fall dieser Tage nochmal einen weiteren Beitrag dazumachen, um das alles nochmal genau rauszuziehen, was an Facetten alles drin ist.

    Denn gerade beim Schreiben geht es auch darum, zu wissen, was man tut. :-) Klingt komisch, sehe ich aber oft bei meinen Kunden: Dass sie tolle Inhalte, Stilmittel und Formulierungen einbringen, sich dessen aber gar nicht bewusst waren. Doch nur, wenn wir das auch erkennen können wir es kontrolliert nutzen (oder weglassen oder austauschen).

    Der Aspekt, den ich oben noch angedeutet hatte, der mir noch fehlte, war der: Wenn jemand sagt, dass sich sein Leben verändert, dann kann man Art und Umfang nur näher bestimmen (und damit darüber hinaus weitere Facetten der Botschaft erkennen), wenn man weiß, wie es vorher war. Also nicht nur “Was genau hat sich verändert?”, sondern das von was zu was.

    Ein schönes kleines Experiment. Vielen Dank fürs eifrige Mitmachen!

    Was ich besonders schön an solchen Aktionen finde, ist ein weiterer Punkt für alle Schreiberlinge: Wenn der Leser etwas selbst tut, erlebt er den Punkt, den man machen möchte. Wenn ich das nur, wie ich es sonst meistens mache, erzähle und Beispiele mache, ist es lange nicht so eingängig wie das Erleben. Wie das immer so ist.

    Einen schönen Nachmittag!
    Gitte

  19. Tania sagt:

    Liebe Gitte,
    ich möchte nun doch noch einige Fragen zu der besagten Fernsehsendung stellen:
    Welche Argumente aus der Fernsehwerbung sind dir als erstes wieder eingefallen als du das Gerät gesehen hast? Welche haben dich zum Kauf bewogen und welche Gefühle waren dabei im Spiel?
    Ich bin auf die Antworten sehr gespannt!
    Liebe Grüße
    Tania

  20. Gitte Härter sagt:

    .. die Fernsehsendung hatte keinen großen Einfluss, Tania. Der “Kauf des Jahrhunderts” war auch keine Info aus der Sendung, sondern das ist mein Spruch, wenn ich etwas beeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeesonders Tolles gefunden habe. :-) (ich klinge offenbar wie ein Shoppingkanal).

    Der Kaufimpuls selbst war eher beiläufig: Ich bin an so einem Elektrogeräteregal vorbeigeschlendert, hab den Chopper gesehen und nur deshalb näher hingeschaut, weil ich damals im Fernsehen eben gesehen hatte, dass ein Hobbykoch das Ding so gepriesen hat.

    Da ich selbst so gut wie gar nicht koche, hatte ich auch keine großen Gedanken oder Gefühle, außer “Ach, das fand der Mann damals ja so super. Sieht auch aus, als ob es praktisch wäre. Und wenn es nichts ist (bzw. wie Amos schon meinte das Schicksal vieler Elektrogeräte gehen sollte), dann ist nicht viel kaputt.” Darüber hinaus hab ich gar nichts gedacht.

    Die Großartigkeit des Dings hat sich erst nach Inbetriebnahme entfaltet. :-)

    (… und schon hast Du durch Deine Fragen neue – wenn auch andere – Facetten erfahren …)

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