Das Internet ist ja ein Duz-Medium. Immer, wenn es interaktiv wird – also in Foren, Chats oder in Blog-Kommentaren – finde ich das Du in Ordnung.
Doch wenn ich auf einer Website, insbesondere einer Business-Website, geduzt werde, sträubt sich in mir alles. Die Ausnahme ist, wenn der Firmenauftritt schlüssig drumherumgebaut wird. IKEA beispielsweise nehm ich es nicht krumm, auch bei hippen Firmen oder solchen mit übermäßig jugendlichem Publikum finde ich es ok.
Komme ich aber auf die Seite von irgendeinem Coach, Computerfachmann o. Ä., dann bin ich immer etwas befremdet: Ich kenne die Person doch gar nicht!
Auch Prospekte, Briefe, Artikel oder gar Bücher sind für mich fast unlesbar, wenn ich geduzt werde.
Wie geht es Ihnen damit?
Bei Business-Texten, gerade, wenn es um die Unternehmensdarstellung geht, werden oft die typischen Schlagworte benutzt: effektiv, kompetent, zuverlässig, Perspektiven, Erfolg und und und
Das Gemeine ist, dass viele dieser Begriff eigentlich gut und wichtig sind, aber viel zu inflationär benutzt werden.
Ein schönes Stilmittel – das man auch wunderbar ins Layout einbinden kann – ist es, mit Synonymen zu arbeiten.
Dabei nutze ich meinen Liebling Wortschatz Uni Leipzig und gebe das Wort ein, um das es geht. Dann suche ich mir aus der Liste die Begriffe aus, die facettenreich untermauern, was ich damit meine. Manchmal ergänze ich etwas, das dazugehört, auch wenn es kein direktes Synonym ist.
Das ist wichtig! Es geht ja nicht darum, einen Deutschkurs zu veranstalten, sondern Sie möchten mit dieser Wort-Liste ja ausdrücken, was Sie meinen beziehungsweise was Ihnen daran besonders wichtig ist.
Zwei Beispiele:
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Genauso, wie wir alle einen sehr begrenzten aktiven Wortschatz haben, haben wir eine bestimmte Art, uns auszudrücken. Sie merken das, wenn Sie bestimmte Begriffe, Redewendungen aber auch Satzkonstruktionen immer wieder nutzen. Solche Sprachmuster hat jeder: die einen mehr als die anderen.
Wenn Sie sich schriftlich völlig anders ausdrücken als mündlich, ist es wahrscheinlich, dass Sie die immer gleiche schriftliche Ausdrucksweise verwenden. Schauen Sie also mal über das, WAS Sie schreiben hinweg … und achten Sie auf die Formulierungsmuster, die Sie verwenden.
Ich schreibe seit 11 Jahren fast täglich. Je mehr Sie schreiben, desto eher werden Sie merken, dass Sie an Ihre Grenzen stoßen, wenn Sie vorhandene Muster nicht erkennen – und sie erweitern.
Wie wichtig die Flexiblität beim Schreiben ist, habe ich in diversen Beiträgen schon behandelt. Heute zeige ich Ihnen anhand von Beispielen, was ich mit dem Erweitern von Formulierungsmustern meine.
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Heute war Büchertag: Am Morgen ein Live-Interview im Belgischen Rundfunk zum NERV NICHT! (den Mitschnitt gibt’s hier zum Anhören)
Kurz darauf die Mitteilung, dass eines meiner Bücher nächstes Jahr als Hörbuch erscheint.
Dann eine E-Mail, dass die neuen Belegexemplare angekommen sind: Das Schriftliche Bewerbung ist ja in die fantastische 8. Auflage gegangen. Das Buch hat nach wie vor meist einen dreistelligen Verkaufsrang bei amazon.de und ist unter den Bewerbungsratgebern konstant ganz weit vorne.
Der Schlagfertig-Kompass, der zuletzt in der 4. Auflage war, wird demnächst eingestellt.
Und soeben habe ich den ersten Entwurf des neuen Buches fertiggestellt und schaue stolz auf einen gut gefüllten Leitzordner: Fast 200 Seiten sind fertig.
Durch die besondere Struktur – es wird ein 222-Tipp-Buch – und die fixe Vorlage wird das Überarbeiten diesmal noch enorm viel Arbeit. Bei normalen „Fließtextbüchern“ wäre ich jetzt schon zu 90 % am Ziel. Jetzt steht mir noch etwas mehr „Uff“ bevor.
Aber dafür wird es gut und gestern habe ich schon einen ganz witzig aussehenden Umschlagentwurf gesehen. Irgendwann im Herbst werde ich das Geheimnis lüften können, worum es genau geht.
Der Deal „Content gegen link“ war früher mal sehr attraktiv.
Wir haben uns Ende 1999 selbstständig gemacht und damals war gerade der Internethype groß, was uns sehr zu Gute kam. Unzählige Seiten brauchten dringend Inhalte, es gab zum Teil riesige Online-Redaktionen. Texte wurden sogar mitunter für gutes Geld bezahlt. Als dann das große Sterben von Websites losging und Online-Redaktionen reihenweise aufgelöst wurden, blieb das Bedürfnis nach Inhalten. Da diese in der Regel “für lau” angestrebt werden, hat man am vermeintlich attraktiven Angebot “Text gegen link” festgehalten.
Es werden so genannte Textkooperationen angeboten, bei denen die Autoren Texte liefern und als Gegenleistung einen link auf ihre Seite, manchmal ein kleines Profil bekommen. Doch meiner persönlichen Erfahrung nach hinken diese Deals in der Regel sehr: es profitiert die Website, die den Text erhält, selbst hat man leider oft so gut wie nichts davon.
Natürlich kann das für Sie dennoch interessant sein, wenn Sie beispielsweise eine sehr wenig besuchte, so gut wie unbekannte eigene Seite haben. Ist die andere Website sehr bekannt, können Sie durchaus einen guten Marketingeffekt erzielen.
Wenn Ihnen eine Textkooperation angeboten wird, empfehle ich Ihnen:
- Schauen Sie sich die Website immer genau an. Häufig fragen sehr, sehr kleine (besucherschwache) Seiten an, die sich natürlich total groß bei Ihnen präsentieren, die Ihnen aber nicht viel bringen. Auch gibt es zahlreiche Seiten, die lediglich dafür aufgebaut werden, über Werbung und Partnerprogramme zu verdienen und die ohne selbst irgendetwas aufbauen zu wollen, Inhalte von anderen einstellen möchten.
Achten Sie auch auf Professionalität und weitere Inhalte. Denn auch diese “fremde” Website reflektiert auf Sie und Ihr Unternehmen. Sind Sie umringt von lauter schlechten Inhalten oder halbseiden wirkenden Anbietern, machen Sie mehr kaputt als Sie bekommen.
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… ist ein gehaltvoller Eintopf und keine dünne Brühe.
Hin und wieder – gerade, wenn Sie Fachwissen oder bestimmte Erfahrungen haben – kommt es vor, dass man um ein Interview gebeten wird. Und manche Interviews drehen sich sehr nah um einen selbst.
Ein wunderbares Anschauungsmaterial, wie unterschiedlich Interview-Fragen beantwortet werden können, bietet die Interview-Reihe “Auf Du und Du mit Deinem Lebenstempo” von Petra Schuseil in ihrem Lebenstempo-Blog.
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Dass viele Köche den Brei verderben, wissen wir ja alle.
Das gilt ganz besonders für das Schreiben, wo “die Köche” ganz unterschiedliche Formen annehmen können:
Mehrere Autoren:
Co-Autorenschaft ist eigentlich eine schöne Sache. Ich habe selbst ja zusammen mit Christine mehrere Bücher geschrieben. Und auch von Kunden kenne ich es, dass sie zusammen an Texten arbeiten. Nicht nur, wenn es eine gemeinsame Firma gibt, sondern auch bei Kooperationen. Mehrere Autoren stellen einen Text aber vor besondere Herausforderungen:
- Ist der Stil so ähnlich, dass kein totaler Bruch entsteht?
- Bei Geschäftstexten: Hat zumindest einer der Beteiligten die “Sprache”, die das Unternehmen richtig präsentiert?
- Können die beteiligten Autoren den Text schlüssig be-schreiben und den Leser wirklich durchführen?
- Behalten sie (oder zumindest einer) den Überblick, ob und inwieweit Änderungen dem Text in Inhalt und Form schaden?
- Sorgen sie dafür, dass in diesem Fall nochmal insgesamt poliert wird?
Meiner Erfahrung nach funktioniert die Co-Autorenschaft immer am besten, wenn man Texte aufteilt.
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Ich finde es interessant, was Menschen so lesen. Da ich selbst Kettenleser bin, muss ich auch oft schmunzeln, welche komische Mischung an Buchthemen oft so zusammenkommt.
Und mit dieser Neugier stehe ich wohl nicht alleine da. Wie wäre es sonst zu erklären, dass in der U-Bahn Menschen offensichtlich die Hälse drehen, nur um den Titel eines Buches zu erhaschen? Lesestoff ist offenbar für viele interessant.
Haben Sie Lust zu erzählen, was Sie in den letzten vier Wochen oder Monaten so gelesen haben (Vielleser bekommen ja auch in einem kurzen Zeitraum viel unter)? Positiver Nebeneffekt von so einer Frage ist ja auch, dass man den einen oder anderen Buchtipp bekommt.
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