Ich finde es interessant, was Menschen so lesen. Da ich selbst Kettenleser bin, muss ich auch oft schmunzeln, welche komische Mischung an Buchthemen oft so zusammenkommt.
Und mit dieser Neugier stehe ich wohl nicht alleine da. Wie wäre es sonst zu erklären, dass in der U-Bahn Menschen offensichtlich die Hälse drehen, nur um den Titel eines Buches zu erhaschen? Lesestoff ist offenbar für viele interessant.
Haben Sie Lust zu erzählen, was Sie in den letzten vier Wochen oder Monaten so gelesen haben (Vielleser bekommen ja auch in einem kurzen Zeitraum viel unter)? Positiver Nebeneffekt von so einer Frage ist ja auch, dass man den einen oder anderen Buchtipp bekommt.
Die letzten fünf Bücher, die ich gelesen habe:
Zur Kasse Schnäppchen. Warum wir immer mehr kaufen, als wir wollen.
Ein Buch rund um Verkaufspsychologie, den Aufbau in Supermärkten, Marketingtricks im Einzelhandel.
What the Dog saw
Eine Sammlung von Zeitungsartikeln über Personen und Sachverhalte und ihre Hintergründe. Den Feldzug von Senf auf dem amerikanischen Markt und warum es zig Sorten Senf gibt, aber nur eine Sorte Ketchup. Die Psychologie hinter Vorstellungsgesprächen und wie aussagekräftig eine Stunde Gespräch wirklich sind. Wie sich Obdachlosigkeit in Geld auf Städte auswirkt und dass es billiger sein könnte, Obdachlosen einfach eine Wohnung zu bezahlen.
Without Conscience. The disturbing world of the psychopaths among us
Ein für Laien verständliches, interessantes und erschreckendes Buch über Psychopathen.
In Sheep’s Clothing. Understanding and Dealing with Manipulative People
Das wurde mir von amazon zum Psychopathen-Buch vorgeschlagen, und da es generell um schwierige oder gar persönlichkeitsgestörte Leute geht, auch am Arbeitsplatz, hab ichs direkt mit dazugenommen.
Was bin ich wert? Eine Preisermittlung
Ein Journalist hat sich auf ganz unterschiedlichen Wegen dem “Wert eines Menschen” – in Geld – genähert.
Haben Sie Lust, über Ihren Lesestoff zu berichten?




Guten Morgen Gitte,
ich wünsche Dir/Ihnen heute einen wunderschönen Tag.
Eben komme ich ´rein und lese direkt Deine/Ihre Last Five-Book-List.
Das ist garnicht so einfach – bei den vielen Berichten im Internet, in Zeitungen und Zeitschriften noch die Ruhe für Bücher zu finden oder?
Dies waren meine greifbaren gebundenen Lesestoffe der vergangenen Wochen:
“Starke Worte für Starke Zeiten” – ein 31-Tage-Brevier von Karl Pilsl – Denkanstöße zum Umdenken, um seine Potentiale zu entdecken und zu nutzen; mit Worten des Autors …auf gehts – let´s go!
€ 6,00
“Ich weiss, was Du denkst” – ein 187 Text-Seiten-Taschenbuch von Thorsten Havener – der Autor siehst sich nach Covertext als bekanntesten Gedankenleser Deutschlands; es wird geschildert wie mit guter Beobachtungsgabe und Einschätzen durch gewonnene Erfahrungen vieles bei Anderen quasi vorhersehbar(-denkbar) ist. Vom Textstil ist es mir etwas schwergefallen, dieses Buch bis zum Ende zu lesen. Ich habe oft unterbrochen und anders dazwischen gelesen. (gilt inzwischen als Bestseller)
€ 12,00
“So werden Sie die Nummer 1 und genießen es!” von Mandi Norwood – ein 208-Seiten-Taschenbuch. Flott, ansprechend und gut geschrieben – wie Erfolg nach eigenen Regeln möglich ist – und sich selbst dabei treu bleiben. Ein Buch einer erfolgreichen Frau (ja, nicht nur für weibliche Leser
)
sfr. 16,80
“The Law oft Attraction *Geld*” von Esther und Jerry Hicks – kann auch in der amerikanischen Originalausgabe “MONEY AND THE LAW OF ATTRACTION: LEARNING TO ATTRACT WEALTH; HEALTH AND HAPPINESS” gelesen werden. Hier einfach ´reinlesen, ob es einem selbst anspricht. Es handelt von positiven Aspekten und dem Gesetz der Anziehung und allgemeines Wohlbefinden (dieses Wort lese ich viel zu selten) unser natürlicher Zustand ist.
Gebundene Ausgabe hat knapp 300 Seiten.
€ 16,90
“Das Ultimative Leben” von Jim Stovall – eine gebundene Ausgabe mit 204 Seiten. Es ist sehr gut geschrieben. Thema: Über die Werte im Leben – und wie jeder etwas bewegen kann, wenn er nur will.
Dieses Buch empfehle ich zum Lesen. € 16,95.
Hierzu gibt es auch ein früher erschienenes Buch “Das Ultimative Leben” – welches vielleicht inzwischen bekannter ist; dieses wurde inzwischen auch verfilmt – im Falle eines Falles erst das Buch lesen und dann den Film ansehen.
Und immer zwischendurch “DER DUDEN” Band 1 zum Nachschlagen und Kontrollieren von Schreibweisen (neben vier älteren Vorgängern).
Oft wandern meine Bücher weiter, dann ist drauf zugreifen nicht sofort möglich.
Bin gespannt auf Lesestoffe anderer Leser und Leserinnen.
Netter Gruss
von Horst R.
Hallo und vielen Dank für die Lese-Anregungen!
Hier die letzten 5 Bücher, die ich gelesen habe:
Harriet Köhler: Und dann diese Stille
Großvater, Vater und Enkel begegnen sich anlässlich des Todes der Großmutter. Sie haben nie miteinander gesprochen, jedenfalls nicht über das, was wirklich wichtig war, und sie kriegen das auch jetzt nicht hin. Ein großartiger Roman über die Sprachlosigkeit und das Schweigen in vielen Familien und über die Spuren, die der Krieg bis heute hinterlassen hat – auch bei denen, die damals noch Kinder oder überhaupt noch nicht geboren waren.
Philip Roth: Die Tatsachen
Autobiografie des Schriftstellers, die nicht zuletzt durch ihre Form besticht: Roth schreibt seinem fiktiven Alter Ego Nathan Zuckerman einen “Brief” und bittet diesen, das “Manuskript” seiner Autobiografie zu lesen und ihm zu sagen, ob er es veröffentlichen soll. Zuckerman rät ab: “Wenn man Fiktion schreibt, kann man einfach viel wahrheitsgetreuer sein…”
Per Olov Enquist: Ein anderes Leben
Noch eine Schriftsteller-Autobiografie. Drei Abschnitte, immer wieder ein anderes Leben und doch auch immer wieder dasselbe. Die Traumata aus der Kindheit lassen sich nicht einfach abschütteln. Ein Buch über die Auferstehung, wie Enquist sagt. Für mich ist es vor allem auch ein Buch über die Einsamkeit, die Geschichte eines einsamen Menschen. Man erfährt vieles nicht über dieses Leben. Die gewählte Erzählperspektive, die dritte Person mit der Distanz, die sie schafft, passt perfekt dazu.
Kathrin Passig / Aleks Scholz: Verirren
Ein ebenso kluges wie amüsantes Buch über eine der ältesten Fortbewegungs- und Kulturtechniken der Menschheit. Und Ende des Jahres vermutlich immer noch eines meiner Lieblingsbücher 2010.
Jörg Maurer: Föhnlage
Sterben, wo andere Urlaub machen: Ein flüssig geschriebener unterhaltsamer Alpen-Krimi aus der Feder des Münchner Musikkabarettisten.
Viel Freude beim Lesen wünscht
Maren Wulf
Hallo zusammen,
na, da kommt ja einiges Interessantes zusammen.
Mir hat besondes gefallen:
Daniel Glattauer: Gut gegen Nordwind
Ein E-mail verirrt sich und daraus entsteht ein witziger und doch tiefsinniger E-mail Kontakt. Sie möchten sich dann endlich mal kennen lernen und doch wieder nicht.
Unfassbar, dass ein Mann solche Gefühle, die man zwischen den Zeilen sehr gut spürt, vermitteln kann.
Es hört sehr überraschend auf und auf Wunsch vieler Leserinnen kam dann Teil 2, der nahtlos anschließt.
Klaus Jürgen Becker: Ho oponopono – Die Kraft der Selbstverantwortung
Eine tolle Zusammenfassung hawiianischer Heilmethoden ergänzt mit den Methoden der westlichen Welt. Ein umfassendes Werk, für jeden etwas.
Kerstin Gier: Für jede Lösung ein Problem
Eine Groschenromanschreiberin hat ein Problem mit dem Arbeitgeber und beschließt, mit dem sowieso trübseligen Leben Schluss zu machen.
Sie schreibt ihren Freunden und Verwandten Abschiedsbriefe, wo sie so richtig “abrechnet” mit ihnen.
Und wie´s so kommt, der Selbstmord will einfach nicht gelingen, doch die Briefe sind schon im Briefkasten…. Selten so ein vergnügliches Buch gelesen.
Auch von Kerstin Gier: Die Braut sagt leider nein…. einfach köstlich, eine richtige Sommerlektüre.
Dr. Michael Platt: Die Hormonrevolution
Ein Buch, das jede Frau lesen sollte. Ganz neue Erkenntnisse der NATÜRLICHEN Hormonforschung. Spannend und hilfreich.
Herzlichen 34 Grad Grüße aus dem Salzkammergut
Edeltraud
Hallo zusammen,
dankeschön für das Büchernennen. Toll! Ich hoffe, dass noch viele mitmachen. Finde die Vielfalt jetzt schon beeindruckend und habe schon das ein oder andere interessant klingende Buch erspechtet.
Viele Grüße
Gitte
@Horst: Wir sind doch per Du!
Hallo zusammen,
an einem verregneten Sommertag kann man seine Literaturauswahl gemütlich Revue passieren lassen.
@Edeltraud
Den Roman von Kerstin Gier habe ich auch mal gelesen und fand ihn sehr witzig. Das war wirklich eine entspannende Sommerlektüre.
Also, in der letzten Zeit habe ich gelesen bzw. gehört …
Barbara Sher – Ich könnte alles tun, wenn ich nur wüsste, was ich will.
Ich hatte das Buch schon mal gelesen und habe es mir nun als Hörbuch gekauft. So ganz habe ich die Lösung für mich noch nicht gefunden, aber immerhin. Der Titel hält meiner Meinung nach nicht ganz, was er verspricht und einige Lösungsansätze oder Erklärungsversuche für die globale Verwirrung, die manche Menschen (so auch mich) bei der Findung ihres Lebenstraums überfällt sind mir zu amerikanisch, aber Barbara Sher ist eine interessante und warmherzige Persönlichkeit mit Mutterwitz.
Drum lese ich zwischendurch von ihr auch
Viele Ideen und Anregungen mit praktischen Beispielen, das gefällt mir.
Du musst Dich nicht entscheiden, wenn du tausend Träume hast
Nein, man sollte nur einen Weg finden, auf dem man möglichst viele Träume leben kann.
Stieg Larsson – Verblendung und Verdammnis (The Girl who played with Fire, habe ich auf Englisch gelesen)
Dazu muss man wohl nicht mehr so viel sagen. Gekauft hätte ich mir die Bücher nicht, aber nachdem eine Kollegin mir sie geliehen und empfohlen hatte, dachte ich mir, na gut, warum nicht. Nichts für schwache Nerven, manchmal wurde es mir echt zu viel. Den letzten Teil habe ich noch nicht gelesen. Lisbeth Salander ist eine interessante Figur, sehr gut beschrieben. Aber ehrlich gesagt war ich am Ende des zweiten Teils enttäuscht – das ganze Drama, weil sie die Tochter eines Verbrechers ist? Das kam mir vor wie viel Lärm um nichts, aber vielleicht zieht der dritte Teil ja noch mal an.
Katharina Hagena – Der Geschmack von Apfelkernen
Habe ich geschenkt bekommen und in einem Rutsch gelesen. Eine junge Frau erbt nach dem Tod ihrer Großmutter deren Haus. Unschlüssig, ob sie das Erbe annehmen soll, verbringt sie eine Woche an dem Ort ihrer Sommerferien in der Kindheit. Dabei wird sie mit vielen Erinnerungen und Vergessenem konfrontiert.
Die Geschichte ist bittersüß und in einer wunderbaren Sprache geschrieben. Empfehlenswert!
Herzliche Grüße,
Doris
Guten Abend Gitte,
sorry, Du hast ja recht.
Dir einen wunderschönen Abend.
Hier noch ein bisschen Lektüre der letzten Tage:
Diesmal ein Krimi von Henning Mankell “Der Mann der lächelte” – er ist schon etwas älter und erschien 1994 unter dem Titel “Mannen som log” in Stockholm. Er schildert etwas verzwickt die Gedankengänge und Handlungen eines Kommisars Wallander, der eigentlich schon seinen Dienst quittieren wollte, aber dann…
Er liest sich gut und ist auch spannend, aber ein sehr individueller Stil – einfach ´reinlesen, ob dieser dem geneigten Leser liegt.
Zum Preis kann ich diesmal nichts schreiben, war ein Schnäppchen mit Preisreduktion.
Immer wieder “Der Graf Lucanor” von Don Juan Manuel, erschienen im Manesse Verlag. Es handelt sich um fünfzig Erzählungen, die 1335 vollendet worden sind. Geschichten, Fabeln und Gleichnisse im Dialog zwischen Lucanor und seinem Patronius. Sehr lesenswert – immer ´mal eine Geschichte am Abend, wenn es regnet oder mann der Muße pflegen will – ein funkelndes Glas Rotwein mit würzigem Käse und knusprigem Wurzelbrot schmeckt vorzüglich dazu – zum Ende jeder Geschichte folgt ein Reim wie
“Merk auf die Tat, nicht auf den Schein,
Willst Du vor Unglück sicher sein.
Und noch ein Taschenbuch von Nossrat Peseschkian “Wenn du willst, was du noch nie gehabt hast, dann tu, was du noch nie getan hast” erschienen im Herder Verlag zu € 7,90. Es sind Geschichten für die Seele, die durch Lachen befreuen und den Geist lüften …je nach Gemüt
) -
auch manchmal mit so profanem wie “Es ist nicht wenig Zeit die wir zur Verfügung haben, sondern es ist viel Zeit, die wir nicht nutzen”.
Noch einen schönen Abend
und viel Spass bei eigener Lektüre
wünscht
Horst R.
Hallo Doris, hallo Horst,
dankeschön für die weiteren Bücher! Eine wahre Fundgrube.
Viele Grüße
Gitte