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interaktiv: Wörter, die Sie noch nicht kannten

Vor einigen Tagen habe ich in einem Leserkommentar den Begriff “Suada” zum ersten Mal gehört:

Suada ist der Name der römischen Göttin der sanften Überredung. Mit dem Begriff Suada bezeichnet man heute auch einen Wortschwall, einen großen Redefluss, der dem Ansprechpartner ein Thema angenehm machen soll. (Quelle: wikipedia)

Haben Sie auch so ein Wort, das Ihnen völlig neu war und Sie aus irgendeinem Grund begeistert (oder einen interessanten Klang hat)?

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9 Kommentare

  1. Heike Eberle sagt:

    Ja, habe gestern von der “korrosiven Energie” in einer Organisation gehört.

    In diesem Zusammenhang war mir korrosiv auch unbekannt.

    “kor|ro|siv [frz. corrosif, zu: corroder < lat. corrodere, →korrodieren]: a) zerfressend, zerstörend: k. … "

  2. Gitte Härter sagt:

    Das ist ein toller Begriff, Heike! Wunderbar “bereichsentfremdet”.

    Heute morgen habe ich laut gelacht, weil ich auf SpiegelOnline das mir bis dahin fremde Wort “Speckbarbie” gelesen habe.

  3. Doris sagt:

    Ich überlege immer noch, bin aber begeistert, dass ich jetzt weiß, warum es im Englischen “persuade” heißt.
    Auf meiner Negativliste steht gerade “employable”, das ich in der Beschreibung eines deuschen (!) Ratgebers gelesen habe. Begeistern tut mich das Wort leider nicht, schon gar nicht in einem deutschen Text. Aber es spiegelt mal wieder unseren Zeitgeist …

  4. Gitte Härter sagt:

    Warum heißt es denn im Englischen “persuade”?

    Das “employable” ist auch so was: jetzt, wo Du es sagst, fällt mir auf, dass ich es auch schon öfter gelesen habe. Und tatsächlich ist es irgendwie absurd. Bei vielen englischen Begriffen ist es manchmal ja so, dass es keine echte deutsche Entsprechung gibt. – Und noch absurder ist das Benutzen von englischen Begriffen, die der Normalo (auch wenn er ganz okay Englisch kann) nicht versteht.

  5. Doris sagt:

    Naja, ich nehme doch mal an, dass “persuade” auf die Göttin “Suada” zurück geht. Es heißt ja überzeugen, und das kommt der Bedeutung der Gottheit gleich. Es gibt im Lateinischen tatsächlich “persuadere” für “überzeugen, einreden, überreden”, habe ich gerade in einem online Wörterbuch gefunden, also steckt die Göttin im Wort drin. Finde ich faszinierend!

    Leider kann ich wieder nur ein Negativbeispiel beisteuern – ich rege mich gerade gerne über “offene Vakanzen” auf. So gesehen in internen Stellenausschreibungen. Fremdwortgebrauch ist manchmal so eine Sache … :-) )

    “Employable” empfinde ich als ganz furchtbare Worthülse, die eigentlich nichts aussagt, aber wunderbar in Bewerbungsratgeber passt, weil es so “trendy” klingt.

    Schönen Sonntag!
    Doris

  6. Gitte Härter sagt:

    Ich fass es nicht! Deinen Hinweis auf “persuade” hatte ich überhaupt nicht mit meinem Ursprungsbeitrag und der “Suada” zusammengebracht *ansHirnhau*. Dabei ist es ja nun wirklich offensichtlich. :mrgreen:

    Dankeschön für die Nachhilfe.

    Das mit der Vakanz ist auch interessant. Ich hatte das nämlich auch nur als “vacancy” auf dem Schirm – und bin ganz erstaunt, dass das korrekt ist. Gucke.

  7. Doris sagt:

    Die Vakanz kam mir schon richtig vor, aber eine “offene Vakanz” ist zuviel des Guten. Vakanzen haben es so an sich, dass sie offen oder leer oder unbesetzt sind, jedenfalls für mein Sprachempfinden. :-)

    Heute morgen habe ich in meinem “Glenkyll”-Hörbuch eine Wortkombination gehört, die ich auch noch nicht kannte, die ich aber irgendwie gut finde: “Sie lachte ein welkes Lachen.” Welkes Lachen, noch nie gehört, aber mir gefällts!

    Liebe Grüße,
    Doris

  8. Gitte Härter sagt:

    Natürlich, Doris: die OFFENE Vakanz!

    Das “welke Lachen” finde ich auch eine geniale Wortschöpfung. Man kann sich so richtige vorstellen, wie das ist.

  9. Gitte Härter sagt:

    Gestern habe ich wieder einen mir völlig unbekannten Begriff gelernt:

    In unserem unternehmenskick.de-Blog schrieb unsere Leserin Barbara über “Mahlzeit!”: “Und doch gibt es einen Gruß in der Mittagszeit, da kann ich nur stumm zurück nicken: MAHLZEIT! Ich glaubte ihn ausgerottet, aber er lebt in den Büros und auf den Fluren zur Kantine. Dort feiert er fröhlich Urständ.”

    Aus: Urständ/wikipedia: “Urständ (von Althochdeutsch urstenti: „Auferstehung“) ist ein im modernen Deutsch phraseologisch isoliertes Wort und wird nur gebraucht im Ausdruck „fröhliche Urständ feiern“ (oder Abwandlungen davon). Der Ausdruck bezieht sich, mit einem herablassenden oder ironischen Unterton, auf ein Wiederaufkommen von etwas vergessen, vergangen oder überstanden Geglaubtem.”

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