Kürzlich habe ich jemanden im Krankenhaus besucht. Auf dem Flur hing ein Plakat mit einem Mission Statement. Ich habe das Plakat zweimal durchgelesen und praktisch nichts verstanden. Hier stellvertretend ein Satz daraus:
Wir sehen die Pflege des Patienten als Verknüpfung seiner spezifischen Lebensaktivitäten mit der maximal möglichen Versorgung.
Ich finde sowas sehr schade. Denn es ist eine schöne Sache, wenn ein Unternehmen solche Grundsätze für sich formuliert. Im Regelfall steht ein längerer, intensiver Prozess dahinter, bis solche Aussagen veröffentlicht werden. Vom Geld, das dafür investiert wird, ganz zu schweigen.
Doch ich frage mich, wie lebbar so abstrakte Formulierungen sind, wenn sich der Sinn nicht erschließt – und kein emotionaler Zugang da ist. Das geht ja nicht nur mir als “Kunde” so. Sondern auch Mitarbeiter sollen mit solchen Mission Statements ja eine klare Richtung an die Hand bekommen.
Weitaus häufiger ist das Problem mit solchen Statements übrigens, dass sie schwammige Allerweltsfloskeln beinhalten. Der Kunde im Mittelpunkt, Qualität ist uns wichtig, Sie können sich verlassen, wir sind Ihr Partner …
Die stehen dann auf Website, Flyern oder Tassen für die Mitarbeiter. Aber niemand kann groß was damit anfangen.
Wenn Sie auch solche Grundsätze im Unternehmen haben – als Angestellte oder als Selbstständige -, dann schauen Sie doch mal:
- Kann ich das nicht simpler ausdrücken?
- Ist es emotional packend: für uns firmenintern UND für unsere Kunden?
- Was bedeutet denn jeder einzelne Grundsatz für unsere tägliche Arbeit: zum Beispiel, wenn wir das Telefon abheben, im Lieferanten-/Kundengespräch sitzen oder einen Brief beantworten?




Liebe Gitte,
zu wissen, warum man etwas tut, ist für jeden Menschen und jede Organisation immens wichtig. Auch ich werde oft gefragt, warum ich das alles tue: Mittlerweile täglich mindestens drei Veröffentlichungen in meinem Blog, dann noch den kostenlosen 7-Wochen-Kurs und vieles mehr. Die Antwort ist ganz einfach: Ich teile das, was mir gefällt und Freude bereitet, sehr gerne mit anderen Menschen. Und zwar unter anderem auch deshalb, weil ich daran glaube, dass wir stets das zurückbekommen, was wir in die Welt geben. Nicht immer aus derselben Richtung. Aber irgendwie und früher oder später landet es wieder bei uns.
Alles, was ich gebe, kommt am Ende immer wieder zurück – und sogar mit Zinsen. Das kann ich schon von der Natur lernen. Wenn ich beispielsweise einen Kürbissamen pflanze, bekomme ich weit mehr als nur einen Kürbissamen zurück. Das Leben ist sehr großzügig. Wenn ich nur ein paar Samen pflanze, habe ich am Ende einen Lastwagen voller Kürbisse.
Besonders schön drückt es folgendes Gedicht aus, dessen Autor ich leider nicht kenne:
Der alte Brunnen
[von Gitte: Musste das Gedicht leider löschen, weil ich für Urheberrechtsverletzungen hafte - ein Werk von jemandem irgendwo ungefragt zu veröffentlichen ist eine Urh.verletzung]
Alles Liebe,
Dein Jürgen
Hallo Gitte,
wenn es sich bei dem Gedicht “Der alte Brunnen” um folgenden Text handelt:
[Gedicht gelöscht]
Mit freundlichen Grüßen
Volker Hobelmann
***
Hallo Volker,
vielen Dank fürs Draufhelfen. Ich hatte oben missverständlich geschrieben: Gedichte oder sonstige Texte komplett abzudrucken, ist immer eine Urheberrechtsverletzung, außer es liegt die Erlaubnis vor oder ein Text ist vom Urheberrecht befreit. Da ich, wie gesagt, als Websitebetreiber hafte, gehe ich hier kein Risiko ein. Darum habe ich den Text auch hier gelöscht.
Herzliche Grüße
Gitte