Endlich! Dieses Buch habe ich erwartet! Es geht um Gelenkmobilisation. Begeistert klappe ich das Buch auf. Einführung. Warum das Programm so toll und wichtig ist. Okay.
Erstes Kapitel. Warum das Programm so toll und wichtig ist. Zweites Kapitel. Warum das Programm so toll und wichtig ist. Drittes Kapitel. Warum das Programm so toll und wichtig ist. Viertes Kapitel. Warum das Programm so toll und wichtig ist. Fünftes Kapitel. Warum das Programm so toll und wichtig ist. Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaargh!
Die Informationen der ersten 90 Seiten des Buches hätte man locker auf zwanzig Seiten zusammenstauchen können: dann wäre es dicht, spannend, straff zum Punkt gekommen. So hat es der Autor geschafft, dass ich ziemlich genervt und abgetörnt bin und mit jedem Kapitel heftiger mit den Augen rolle. Die ursprüngliche Begeisterung ist verdampft.
Sowas ist kein Einzelfall! Auch bei kurzen Texten machen viele Autoren den Fehler, auf vielfältige Weise zu begründen, warum der Leser etwas wissen, können oder tun sollte. Ich habe hier schon einmal geschildert, dass ich Workshopteilnehmern empfehle, mit verschiedenfarbigen Markern anzuzeichnen, was in ihrem Text
- Einleitung/Hinführung/Beispiele
und was
- konkreter, handfester Lesernutzen ist.
Wenn Sie das farblich machen, sehen Sie, wenn Sie wieder und wieder und wieder argumentieren anstatt zum Punkt zu kommen.

Mitmachen!

