Herr Simon fragt hier in den Kommentaren, wie ich mein Stammcafé gefunden haben – von wegen Hotspots und so.
Da mir schon seit einiger Zeit immer mal Fragmente zum Arbeiten im Café im Kopf rumschwirren, ist das die Gelegenheit, einmal alles zusammenzufassen.
Ist ein Café nicht zu unruhig?
Das ist natürlich eine Typfrage. Ich schreibe auch zu Hause gerne mit lauter Musik, und wenn ich richtig drin bin, blende ich automatisch alles aus, was sonst so um mich herum geschieht. Gerade im Café finde ich es sehr einfach, das allgemeine Gemurmel auszublenden. Was mich manchmal enorm stört, ist allerdings die Hintergrundmusik. Wird wieder mal kreischender Freejazz oder gleichförmiger Elektropop aufgelegt, geht mir das so sehr auf den Sack, dass ich frage, ob sie die Musik wechseln können (was bisher überall anstandslos gemacht wurde).
Zum Flüchten bringen mich nur außergewöhnliche Dinge:
Wenn ich in eine unangenehme Parfumwolke eingenebelt werde, wenn jemand nebendran eine besonders aufdringliche Stimme hat, laut in sein Handy plärrt oder wenn Kinder ausgiebig lärmen, ohne dass die Eltern was sagen. Jajaja, jetzt geht gleich wieder die Kinderhasserdiskussion los. Aber es hat nichts mit Kinderfeindlichkeit zu tun, wenn mich anhaltendes Gekreische stört oder ich laut lärmende Spielzeuge Scheiße finde. Zum Glück gibt es auch “normale Eltern”, die ihre Kinder zurückpfeifen, wenn der Belästigungspegel zu hoch wird.
Beim Stichwort “laut mit dem Handy telefonieren” fiel mir übrigens dieser Artikel von Herrn Kopp-Wichmann ein: Warum telefonieren Menschen in der Bahn mit dem Handy? Ich glaubte, mich zu erinnern, dass ich dort gelesen hatte, dass Handygespräche deshalb so stören, weil man nur die eine Seite der Konversation mitbekommt und sich das schlechter ausblenden lässt.
Aber das alles kommt zum Glück selten vor.
Was ich am Café-Arbeiten besonders fruchtbar finde, ist der Tapetenwechsel. Ich sitze, wie Sie vermutlich auch, nonstop am Schreibtisch vor dem PC und habe gemerkt, dass ich dann einen sehr „geschäftsmäßigen Kopf“ habe. Gerade beim Schreiben ist das nicht immer gut. Darum habe ich schon seit Jahren neue Ideen, Blogtexte und Bücher in Cafés konzipiert. Bevor ich das Netbook hatte, war ich nur mit Block und Stift in der Öffentlichkeit unterwegs.
Es muss also gar nicht mal ein Café sein, wenn Ihnen das zu trubelig ist. Vielleicht ist es für Sie gut, im Sommer in die Natur zu gehen, oder sich in die stille Bücherei zu setzen. Mir persönlich ist das Café besonders sympathisch, weil ich ein Cappuccino-Junkie bin und gerne Kuchen esse. Wenn ich mein Arbeiten damit garnieren kann, habe ich das Gefühl von Kurzurlaub.
Ich habe allerdings gemerkt, dass ich nicht in allen Cafés gerne sitze. Zum Beispiel bin ich oft und gerne im Coffee Fellows in der Leopoldstraße. Da kann ich gut sitzen, einen wunderbaren Turkey-Bagel verspeisen und komme super ins Schreiben. In der Coffee Fellows-Filiale im Tal komme ich nicht richtig rein. Ich bin da nicht gerne lange, kann Ihnen aber gar nicht erklären, woran das liegt. Gerade bei diesen Ketten ist sogar die Einrichtung fast identisch!
Wie ist das mit der Internetverbindung in Cafés?
Da habe ich jetzt nur teilweise eine Antwort, weil ich selbst nur schreibe und nicht mit dem Internet verbunden bin. Gerade jetzt sitze ich wieder in meinem Stammladen, habe drei Dokumente auf „schreibnudel_blogtexte“, „unternehmenskick_blogtexte“ und „himbeerwerft-blogtexte“ und hacke ein paar Artikel herunter.
Gerade, weil ich beim Schreiben nicht mit dem Internet verbunden bin, bin ich wahrscheinlich so produktiv. Keine E-Mails kommt dazwischen, kein „ich guck mal kurz …“. Das kommt natürlich immer mal vor: Ich will einen Aritkel verlinken oder bin mir einer Behauptung oder Schreibweise nicht sicher. Säße ich zu Hause am PC; würde ich mich selbst unterbrechen und das sofort nachschauen. Bin ich offline im Café, dann schreibe ich einfach dahinter LINK, SCHREIBWEISE oder GOOGELN und hinterlege es Gelb, so dass ich es zu Hause gleich finde, wenn noch etwas zu tun ist.
Wenn Sie Internetanschluss brauchen:
Einfach selbst mobiles Internet mitbringen. Ich brauche nur selten unterwegs Internetanschluss, darum reicht mir ein Surfstick mit Tagesflatrate (meiner ist von Fonic). Man steckt ihn einfach ein und beim ersten Mal installiert sich eine kleine Software. Dann einfach PIN-Nummer eingeben und schon ist die Verbindung da. Ist also sehr einfach. Ansonsten gibt es ja die diversen Internetflatrates mit mobilem Internet. Dazu braucht man dann gegebenenfalls Zusatzgerichte. Tim hat beispielsweise hier in den Kommentaren von seinem Huawei E5 Hotspot berichtet. Vielleicht kann ja jemand von Ihnen noch was beisteuern, wie das mit dem mobilen eigenen Internet so ist? Das wäre super.
Die meisten Coffee Shops bieten Internethotspots, oft sogar kostenlos. In einigen stehen sogar Geräte zur freien Nutzung. Man bekommt an der Kasse auf Frage das Passwort genannt, das oft in regelmäßigen Abständen wechselt. Bei manchen ist das kostenfreie Surfen auf einen bestimmten Zeitraum beschränkt. Ist der überschritten, kostet es.
Bieten Restaurants oder Cafés einen Hotspot an, schreiben sie es in der Regel auch deutlich irgendwo hin: per Aufsteller auf dem Tisch oder Vermerk in der Speisekarte beziehungsweise auf der Website.
Auch ist es den Versuch wert, im Internet zu schauen: Dort gibt es teilweise Verzeichnisse mit Hotspots pro Stadt (ich habe aber bisher noch keines gefunden, das besonders aktuell/vollständig gewesen wäre).
Nicht jedermanns Sache sind die Fastfoodläden. Aber soweit ich weiß, bietet auch McDonald’s (auch in den hübschen McCafés) das Surfen an. Wie das aktuell gehandhabt wird – auch bei anderen Ketten – weiß ich leider nicht. Steht aber sicher auf deren Websites!
Ich würde bei soetwas immer den direkten Weg gehen und Leute aus meiner Stadt nach Empfehlungen fragen. Nicht nur Businessleute.
Ist es überall erlaubt, sein Netbook aufzuklappen und zu arbeiten?
Ehrlich gesagt: Ich weiß es nicht, gehe aber mal vom “Hausrecht” aus. Persönlich bin ich sowieso eher konservativ: Wenn es nicht explizit erlaubt ist, würde ich immer vorher fragen, bevor ich es einfach tue.
Es ist sicherlich nicht in jedem Lokal auch erwünscht. Seien wir ehrlich: zwar sind Netbook-Arbeiter eine angenehme, stille Kundschaft, aber es ist doch eine andere Atmosphäre. Ich muss oft lachen: Manchmal komme ich in einen Coffeeshop und es wirkt wie in einem Großraumbüro, weil die meisten in ihren Laptop starren. Soetwas verändert das Ambiente!
Geht das nicht ins Geld?
Doch.
Klar gebe ich mehr Geld aus, als früher, wenn ich mehrmals pro Woche im Café arbeite. Besonders, weil ich mich nicht an einem Käffchen festhalte, sondern ganz bewusst mehr bestelle. Immerhin belege ich ein bis zwei Stunden einen Platz. Natürlich ist das Sich-an-einer-Tasse-festhalten total üblich – generell in Cafés. Ganz viele Leute kommen auch nur zum Buch- oder Zeitunglesen und schlagen sich den Vormittag mit einem Kaffee um die Ohren. Ich weiß es aber zu schätzen, dass ich dort “mein zweites Büro” aufschlagen kann und darum soll das Café auch was davon haben.
Wie ist das bei Ihnen: Schreiben Sie auch fern des Schreibtisches? Wo können Sie besonders gut arbeiten?




Hallo Gitte,
spannender Beitrag. In Cafés schreibe ich gewöhnlich nur Postkarten beruflich. Zwei meiner Bücher habe ich größtenteils in der UNI-Bibliothek getippt. Die “Jahreszeiten” passenderweise auf dem dortigen Dachgarten, herrlich, wenn ein Lüftchen weht und die Sonne scheint! Dort darf ich mobil telefonieren, habe einen Hotspot für den Notfall zur Verfügung, Block, Stift und Wasserflasche und mehr benötige ich nicht.
Die Überlegung einer Coworking-Space beizutreten trat bei mir deshalb in den Hintergrund, eine Bibliothek mit hellen Räumlichkeiten, Menschen um mich herum und ab und zu sogar mal ein Gespräch reichen aus.
Bin gespannt auf weitere Meinungen und Erfahrungen.
Gruß,
Silke
Liebe Gitte (ich hoffe, ich darf Dich so nennen),
ich habe auch ein Netbook, aber ich verwende es vor allem, um damit unterwegs im Internet zu surfen. Wenn ich Texte schreibe, benutze ich lieber den Laptop.
Liebe Gitte, wie machst Du das, wenn Du im Café an einem Buch arbeitest? Benötigst Du keine Unterlagen?
Ich schreibe ebenfalls gerade ein Buch (ein wissenschaftliches Buch mit Fußnoten etc.). Das schreibe ich nicht einfach so “aus dem Kopf heraus”. Ich brauche allerhand Materialien, Kopien und z.T. auch Bücher – und dementsprechend viel Platz.
Damit sind wir auch gleich beim nächsten Punkt: Ich arbeite selten in Cafés. Wenn ich außer Haus arbeite, dann meist in Bibliotheken.
Das ist übrigens eine gute Alternative auch für Nicht-Wissenschaftler. In den meisten Bibliotheken sind alle willkommen! Eine Bibliothek ist in meinen Augen eine gute Alternative zum Café.
Man muss sich nicht einmal ein Buch ausborgen, um dort arbeiten zu dürfen.
Herzlichen Gruß, Huberta
Halllo Gitte,
Dein Artikel hat mich gleich an meine Studienzeiten erinnert, da bin ich auch oft ins Café (allerdings auch in die Bibliothek) zum Tapetenwechsel und „Ideenshopping“ gegangen. Man kann in Cafés herrlich Leute beobachten und bestimmte Typen herausfiltern und ein super Menschenkenntnis-Studium betreiben.
Seit ich auf dem Land wohne, ist mir das total abhanden gekommen, was mir jetzt gerade so richtig auffällt – und auch ein bisschen Leid tut.
Dafür habe ich hier aber auch wertvollen Ersatz: Im Winter kann ich das „Ideenshopping“ gut bei einem zügigen Marsch durch die Umgebung machen, Frühling bis Herbst kann ich im Garten in der Sonne schreiben und Ideen sammeln. Wenn es noch nicht so richtig warm ist, ist mein Tagesablauf so eingerichtet, dass ich mich in der wärmsten Stunde auf meine Gartenbank setze und dann sprudelt es nur so…
Besonders freue ich mich auf dieses Frühjahr und den Sommer, denn ich habe eine Hollywood-Schaukel geschenkt bekommen – das war schon immer mein Traum!
…und ich denke, dass dort bald ganz viele Ideen und gute Beiträge zustande kommen werden!
Liebe Grüße
Anne
Liebe Gitte,
zuvörderst: “isch ‘abe gar kein’ Laptop.” Leider! Meine eigene Schrift stellt mich nämlich schon einige Stunden später beim Entziffern vor große Probleme – und 14 Seiten Sauklaue, das macht auch ein noch so kundenfreundlicher Apotheker als Hilfsdechiffrierer nicht mit *g*
Wenn ich also aushäusig schreibe, dann im Normalfall mit Stift und Chinakladde.
Immergeher sind Bahnhofsbänke (je gleisnäher und wuseliger desto besser) und im Zug ist Schreiben ohnehin was Feines (so man einen Sitzplatz kriegt). Nachteilig im Zug sind die vielen, vielen Handytelefonierer. Da greift bei mir voll der Nur-eine-Seite-mithören-Effekt. Im schlimmsten Fall kann ich gar nicht mehr schreiben, sondern muß, ja muß! ergriffen lauschen wie die Proschttata vom Willi ‘worden isch oder wann jetzt die Tante Dörthchen oder ob der blöde Maier aus dem zweiten mit der Raketen(?)-Tussi (Raketen-Tussi? hä?) was hat. Dann setzt das ganz große Kopfkino ein und auf dem Papier landet nichts mehr.
Prächtig geeignet auch große Behörden- oder Amts(gerichts)gebäude mit viel Publikumsverkehr. Irgendwelche Sitzgelegenheiten gibt’s da immer, es tut sich was, alle sind so wunderbar beschäftigt, sei es mit Arbeit oder mit Warten und – man fällt kritzelnderweise auch erstaunlich wenig auf! Verpflegungstechnisch jetzt natürlich nicht der Brüller. Selbstmitgebrachtes Picknick auf der Amtsbank kann für nachhaltig starke Irritation bei den Vorbeilaufenden sorgen. Dieser Effekt wäre vielleicht zu eliminieren wenn man sich – bei Gericht zumindest – in schwarzer Anwaltsrobe ein Käsebrot reindrückte und den anderen verschwörerisch zuzwinkerte…?
Cafe ist für mich so, naja. Der Produktion hingegen sehr förderlich sind die üblichen Selbstbedienungs-Restaurants in den Obergeschossen großer Kaufhäuser. Man ist ziemlich ungestört, kann im sich Eventualfall unkompliziert und verhandlungsfrei mit Futter eindecken (von süß wie Schwarzwälderkirsch als Nervennahrung bis Bratkartoffeln bei akuter Entkräftung). Musik gibts meistens keine und die Fluktuation bei der Kundschaft ist hoch genug um einen ausreichenden Unterhaltungswert zu schaffen. Positiv außerdem: die Gespräche am Nachbartisch drehen sich ziemlich zuverlässig und meist monothematisch um den gemachten oder geplanten Einkauf. Ich fiebere also nicht ständig mit, wiiie die Sache mit Martin und Steffi jetzt ausgegangen ist, daß man “noch so Dingse für’n Tisch braucht” kann ich souverän ausblenden.
Nach drei Absätzen muß ich jetzt aber allmählich doch mit der Wahrheit über meinen liebsten aushäusigen Schreibort rausrücken.
Krankenhausambulanzen: Notfallaufnahme, Wartebereich.
Ganz schlimm daneben, ich weiß. Komplett mieses Karma, ohja. Total pervers, jepp. Wie kann man nur?! Ich kann da bestens.
Blut, Knochenbrüche, Drama, Liebe, Wahnsinn, Schnupfen. Keine Versicherungskarte plus Paranoia (“Iiiich sag gar nix! Daah-ten-schutz!”) bei schnepfiger Tresenkraft, grantige Sanis ohne Lalü-lala-Kompensation (“Scheiß freie Straßen!”) im Koffeinvollentzug, selbstsicher vorgebrachte Eigendiagnose “Hmpfkrxknxkechitis, bestimmt, Herr Dockter, hab’s gegoogelt!” mit ohne Einweisungsschein für cholerischen Ersatz-Erst-Arzt (“Der Clooney-Schorsch schon wieder aufm Kongreß… und nach 48 Stunden HÖR ich mir DAS Gelaber NICHT AN!!“)…hach. Ich liebe es™!
Ein paar idyllischere Schreibplätze habe ich aber auch.
Im Sommer herrlich: Kiesbank an der /in der Isar. Ist nur gefährlich, weil ich dann anfange wunderhübsche Kiesel zu sammeln, statt zu schreiben – so komme ich da zwar mit vollen Hosentschen, aber leerer Kladde heim.
Eine Gartenbank oder eine Decke auf dem Rasen. Keine Kiesel, aber Katzen, die auf mir rumsteigen, auf dem Konzept rumsteigen, am Stift nagen und energisch Aufmerksamkeit einfordern für die neuesten akrobatischen Tricks oder mich mit urplötzlichen Blitzstarts auf den nächstgelegenen Baum erschrecken.
Bäuchlings auf der Holzterrasse liegend. Bedeutet konzentratorische Anstrengung wegen gedanklichem Abgleiten auf Schiffe (Kunststück, wenn man die Decksplanken quasi vor der Nase hat) und: “Kii-hind, willst Du einen Kaffee?” – “Ja, Mama….” Schreiben Ende. (Aber mit Kuchen)
Allen eine erfolgreiche Woche mit vielen schönen und ergiebigen Schreibmomenten!
Viele liebe Grüße!
Ann
WOW! Das sind ja viele Ideen zum Auswärts-Schreiben.
Frau Ann macht es da besonders abgefahren. Im Krankenhaus habe ich (vor einer OP) auch schon mal geschrieben. An einem Computerplatz für Gäste/Patienten. Einmal habe ich da meinen E-Mail-Account aufgerufen und mir mit dem Text gleich ne E-Mail geschickt, ein anderes Mal habe ich das virtuelle Büro bei Google genutzt. Es geht also auch ohne Laptop zur Hand.
Ansonsten lese und notiere ich gerne kleinere Sachen in Cafés, wechsel da vielfach die Location, je nach Lautstärke. Bei Fachartikeln nehme ich immer ein paar Kopien zum Lesen mit und bearbeite die mit Boss (!) Textmarkern bis sie schön bunt sind. Auch Redigieren kann ich gut im Café.
Weil in Osnabrück in der Stadt alles schön auf einem Haufen liegt, gehe ich auch häufiger in die Uni-Bibliothek. Dort kann ich dann auch recherchieren und unabgelenkt länger schreiben.
Meine Edel-Lieblingsschreibform ist das Schreiben auf Zugfahrten. Dazu bewaffne ich mich mit Rucksack, Laptop, MP3-Player und Büchern sowie einem Länderticket und düse im Sauseschritt durch das Land. Manchmal besuche ich dabei ein Museum, um mich inspirieren zu lassen oder gehe auf einen Markt. Gegen Abend trudel ich dann wieder ein, voll mit neuen Ideen, Eindrücken und dem Gefühl, gleichzeitig ein wenig Urlaub gemacht zu haben. Leider noch viel zu selten.
Stefans “Wow!” schließe ich mich an! Auch ich freue mich über die Vielfalt und habe einige Male geschmunzelt und gestaunt. Nooootaufnahme … wäääääh …
@Huberta: Aber selbstverständlich können wir uns gerne duzen. Tatsächlich brauche ich bei meinen Büchern keine Unterlagen, ich schreibe nur aus dem Kopf heraus. Allenfalls habe ich einen Zettel mit Notizen dabei oder, wenn das Buch fortgeschritten ist, einen Ordner. Das wissenschaftliche Arbeiten oder Bücher mit sehr hohem Rechercheaufwand sind da natürlich ein völlig anderes Paar Schuhe. Mit vielen Büchern bewaffnet wäre das Arbeiten im Café sehr unpraktisch oder gar unmöglich. Da ist dann die Bücherei der bessere Platz.
Doch auch beim wissenschaftlichen Arbeiten kann es sehr gut sein, das Schreiben an anderen Orten für Teilbereiche auszuprobieren. Mich rufen ja oft verzweifelte Leute an, die an einer Magister- oder Doktorarbeit stecken und partout nicht weiterkommen. Das Arbeiten oder Feilen einer vorhandenen Struktur oder das Vorbereiten von bereits recherchierten Textpassagen bzw. gezielte Herauskopieren von Quellen, um dann einzelne Passagen gezielt damit zu bearbeiten, kann das Schreiben durchaus beschleunigen.
Viele Grüße an alle
und ein schönes Wochenende
Gitte
@Stefan: Jaaa, die Boss-Textmarker mag ich auch am liebsten.
@Stefan: Das mit dem Länderticket ist ja eine klasse Idee!
Meine Zugfahrrten bewegen sich ja zeitlich immer nur so um eine Stunde herum, aber den ganzen Ta schreibend herumfahren zu können – super! Und die Idee, das mit zum Beispiel einem Museumsbesuch zu unterbrechen gefällt mit sehr. Danke für die Anregeung!
@Boss-Textmarker: wenn gemarkert wird nur damit!
Liebe Grüße!
Ann
PS muß gerade einem interessanten Telefongespräch folgen, daher abgelenkt und keine Zeit
muß noch schnell einen Nachtrag loslasen, hat mich Stefan gerade draufgebracht. Im Sommer werde ich’s mal mit schreibenderweise auf dem Bodensee Schifferlfahren versuchen. Stell ich mir auch schick vor.
Oder wir mieten alle zusammen einen Sonderzug (oder ein Schiff) und machen einen Gemeinschafts-Schriebausflug?!
… du meinst, mit dem Gläsernen Schreibnudel-Zug nach Bamberg fahren?
@ Stefan – vielleicht begegnen wir uns mal in der UNI-Bibliothek in OS? Einer meiner bevorzugten “Arbeitsplätze”:-)
Eine Schreibreise – wäre nicht schlecht! Der Duden Verlag plant zu dem Thema gerade ein Buch (Ratgeber darf man es nicht nennen), das demnächst erscheint.
Liebe Gitte, ich beneide Dich um Muji in München – wenn wir schon beim Thema “tolle Stifte und Schreibsachen” sind.
Herzlichen Gruß aus Wien
Huberta
Noch besser gefallen mir seit eingier Zeit die Textliner dry von Faber Castell, die wellen das Papier nicht so auf. Und mit dem “gläsernen Schnreibnudelzug” möchte ich bitte auch mitfahren!
Schreibende Grüße von Ute
Eine der schönsten Seite des selbständig Arbeiten, jawoll! Ich muss NICHT im Büro sitzen, sondern kann auch aushäusig.
Mein Lieblingsschreibort ist ebenfalls die Deutsche Bundesbahn, die Vielgeschmähte – ich muss hier sagen wirklich oft zu Unrecht, aber das ist ein anderes Thema. Ich bin auf dem Zug-schreib-Tripp seit ich mir mal eine Bahncard-100 gekauft habe, weil ich viele Kunden ziemlich weit weg von meinem Wohn- und Arbeitsort hatte. Einsteigen, losreisen – losschreiben. Und das ist wirklich grandios. Man ist auf Reisen, kann so kleine Urlaubsschnipsel (in Stralsund, in Berlin, in Köln, in Kahla
mitnehmen und sonst recht ungestört schreiben, schreiben, schreiben. Solange der Akku im Regionalzug hält – und man wieder in den ICE zum Stromanschluss umsteigt.
Ich bin auch im Gläsernen Schreibnudl-Zug dabei.
Schöne Grüße – von unterwegs
evi
Hallo Huberta!
Hast Du eventuell bereits nähere Angeben zu dem geplanten Buch? Klingt nämlich sehr spannend!
Mit Muji hast Du mir einen schicken Floh ins Ohr gesetzt
Bisher war ja in München Kaut-Bullinger immer mein Lieblingsschreibwaren”kaufhaus”, ich habe den Geruch dort als Kind schon geliebt und micht stundenlang da rumgedrückt *lach*
Aber nachdem ich Muji online durchgestöbert habe… *Floh hüpft im Ohr*
Zum gläsernen Zug finde ich nix und mit gläsernem Zug und Bamberg schon gar nicht
Bist Du sicher, Gitte, daß es den noch gibt? Weiß jemand mehr (oder ist besser im Suchen?)
Ergebnis ist jedenfalls, daß ich mir jetzt Kataloge für Bahngruppenreisen bestellt habe
– meinem Mann wird’s die Augen aus dem Kopf treiben, wenn er DAS im Birefkasten findet, bin ich doch sonst oftmals ein kräftiger Bahn-Schimpfer (naja, Kunststück als Pendler)
UPDATE: Nehme alles zurück an DB-Be-/Geschimpfe! Soeben hat mich ein sehr netter Herr von der zuständigen Servicestelle (ja, sowas gibt’s! *g*) zurückgerufen:
also:
• der gläserne Zug ist vor ein paar Jahren abgebrannt *schade*
• er empfiehlt, so eine Veranstaltung schlicht als Gruppenreise anzumelden, ein Großraumwagen mit möglichst vielen Laptop-Anschlüssen ist reservierungstechnisch kein Problem, ggf. müßte man halt hin und wieder die Plätze wechseln (kriegten wir hin, oder?)
• die Nummer von der zuständigen Hotline habich auch bekommen, für wenn das Ganze konkreter wird, danach Reiseservice vor Ort befragen und Buchung dort klarmachen
Da ich schon dabei war, hab’ ich ihn ausgefragt: Sonderzüge gibt’s ab 250 Leuten aufwärts bei *hust* entsprechender Preisgestaltung – da sind wir wohl eher nicht die Zielgruppe
Für Großfirmen mit viiiel Geld gibt es bei Bedarf sogar einen schicken metergroßen Bäpper außen auf den Zug, wer da fährt.
War ganz interessant, dergleichen mal aus erster Hand zu erfahren.
Und ich fühl’ mich jetzt total investigativ *g*
Fazit: Eine Schreibnudelreise ließe sich rein fahrtechnisch wohl recht problemlos organisieren und – Überraschung! – die Bahn KANN ja Service! (wenn’se will)
Viele liebe Grüße!
Ann
(jetzt total investigativ auf der Suche nach zusammenpassenden Sockenpaaren, frißt Eure Waschmaschine auch Einzelexemplare?)
Ich lach mich total schlapp hier, dass alle im gläsernen Schreibnudel-Zug (<- hihi) mitfahren wollen! Und Ann fragt sogar gleich bei der Bahn nach. HAHAHAHA. Unfassbar!
Liebe Ann,
in dieser Reihe
http://www.duden.de/suchen/shop/ortheil
erscheint noch ein Band zum Thema “Reisen”.
Ich habe die ersten drei Bände zur Rezension übernommen, daher die Info.
Liebe Gitte, “Bücherwerbung” ist auf Deiner Homepage erlaubt? Es sind nicht meine.
Herzlich, Huberta
Will auch mit – wann fahren wir??
Also, ich würde auch mitfahren im Schreibnudelzug
Mit so kreativen und wirklich Ideen-auf-den-Markt-schmeißenden Menschen können die Texte nur eins werden: Wirklich lebendig, gehaltvoll und neugierig-machend!
Bevor ich in den Zug einsteige: Ich arbeite gerne in einem Netzwerk-Büro, schreibe dort meine Texte und wenn ich dann mich festbeiße oder die Korrektur und Überarbeitung ansteht, dann gehe ich in mein Lieblingscafé. Hier in Lübeck ist es das “Lokal”, das wirklich leckeren Café und Kuchen anbietet und dessen Mitarbeiter Kundenfreundlichkeit leben. Bisher habe ich meine Texte ausgedruckt und dort überarbeitet, gerne mit Grün, da ich das viel inspirierender finde und mich das auf neue Ideen bringt.
Mein Notebook bleibt warm und trocken im Büro – es würde mich nur unnötig ablenken und ich würde wahrscheinich Vieles verschlimmbessern. Ich schreibe ja keine Bücher, von daher nehme ich mir meine kurzen Texte vor, senke bei Milchcafé & co rapide meine Ansprüche und komme meist mit ein bis zwei Überarbeitungen zum Ziel. Was manchmal passiert, ist dass mein Handy klingelt. Bisher hat´s andere nicht gestört. Ich halte die Gespräche dort auch bewußt kurz. Den längeren Rückruf kann ich ja später machen
Übrigens werde ich mit dem Café-Betreiber eine gemeinsame Veranstaltung a lá “Genießen und sich selbst motivieren” durchführen. Vielleicht könnt Ihr Café-Arbeiter ja Ähnliches mit Euren Stammcafés aushecken? Und vielleicht will die DB ja auch ein Schreibtraining auf die Schiene bringen … Oder Gitte, wie wäre es mit Schreibsupport auf der Schiene …
Wenn der gläserne Zug abgebrannt ist, wie wäre es mit einer gemieteten Lore? Hier im “hohen Norden” fahren sie noch, auf Hochmooren und in der Hei-hei-heide:-). Leider nicht gläsern, auch nicht aus Elfenbein, eher rostig und mit Muskelkraft… stört eher beim Schreiben?!?
Grinsefix-Grüße,
Silke
Liebe Huberta!
vielen dank für den Bücher-Link! Die kommen auf die Wunschliste
Nachher/Später mehr, bin gerade eilig!
LIebe Grüße an alle!
Ann
@Huberta
Hinweise auf Bücher, Websites o. Ä. sind immer gerne gesehen, wenn sie im Zusammenhang zu einem Artikel/Kommentar stehen und nicht einfach plumpe Werbung sind – und wenn das Produkt/die Seite, auf die gelinkt wird, nicht irgendwie kritisch aus meiner Sicht, was Image/Haftung angeht. Als Websitebetreiberin stehe ich da natürlich in der Pflicht.
@Silke
Haha: eine verrostete Lore, das wäre auch mal was. Aber eher für die Armmuskulatur, die uns auf Dauer dann länger tippen lässt.
@Volkert
Ja, das habe ich früher auch schon mal überlegt: was im Café oder im Zug machen. Das im Café habe ich verworfen, weil ich mir mein Privatvergnügen Café damit ruiniert hätte. Da kennen einen dann alle und sprechen einen an und es ist plötzlich Arbeitsraum. Nä, das wollte ich nicht. – Und im Zug mit DB das wäre eine gute Idee, aber bis man sowas, wenn überhaupt klar kriegt und organisiert etc. Nicht umsonst habe ich vor einigen Jahren die Präsenzkurse zu 99 % abgeschafft. Alleine und direkter Organisiertes ist immer müheloser und netter. Wenn ich tatsächlich mal eine Zug-Sache anbieten würde und hier auf schreibnudel.de bekanntmache, weiß ich, dass lauter Super-Leute mitfahren.
Ein schönes Wochenende an alle
Gitte