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Februar-Update-Strang LeserInnen-Bücher

Und hier kommt der Februar Strang. Vielleicht sollte ich demnächst Update-Strang Anjas Buch schreiben. ;-) Vielen Dank fürs konsequente Teilhabenlassen, Anja. Ansonsten gilt: Wenn jemand sich anschließen will mit seinem/ihren Schreibprojekt, nur zu!

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6 Kommentare

  1. Anja sagt:

    Hallo Gitte,

    ;-) “Anjas Buch in Minischrittchen” trifft es wohl gut. ;-)
    Aber “LeserInnen-Bücher” ist genial – eine schöne, offene Einladung, falls jemand über eine kürzere oder längere Strecke mit berichten möchte … Vielleicht gesellt sich das eine oder andere Schreibprojekt (wieder) hinzu. :-)

    Uff, in Woche 4 und 5 gab es bei mir heftigen Gegenwind:

    Einmal von außen durch das harte Winterwetter. Eine ganze Weile hatte ich noch anderen aus dem Dorf helfen können, ihre Fahrten abzusichern. Am vergangenen Montag sagte auch mein Auti keinen Pieps mehr und ich war froh, bei anderen mitfahren zu können. Es ging ein bisschen abenteuerlich zu, aber ich brauchte keine beruflichen Termine abzusagen. Nur meine Schreibzeiten schmolzen zusammen … Nun sieht es freundlicher aus: Auti steht wieder fahrbereit vor der Tür, der Winter zeigt sich mäßiger.

    Gegenwind gab es auch von Kapitel 32.

    Die erste Szene war zwar brav und ich konnte sie in Woche 4 abschließen, aber die zweite Szene beschäftigt mich immer noch. Es ist ein Gespräch zwischen meiner Heldin und ihrer Zwillingsfigur, das munter zwischen verschiedenen Unterthemen hin und her plätschern soll.

    Das Gespräch hüpfte so, dass ein Leser überhaupt nicht folgen kann. An anderen Stellen drehte es sich ungewollt im Kreis. Obendrein war es eine der ersten Szenen, die ich entworfen hatte. Beim Überarbeiten hatte ich mit ungelenken Dialogen und Übergängen zu kämpfen – merkte allerdings auch deutlich, wie sich mein Schreiben seither entwickelt hat. ;-)

    Gestern habe ich bis in die späte Nacht gebastelt, um Szene 2 zu bändigen und abzurunden. Um mich her fliegen noch die Schmierzettel, sie erinnern mich an Programmablaufpläne aus der Computerwelt. Ich kann noch nicht einschätzen, ob es mir gelungen ist, die Hüpfer und Kreise der zweiten Szene in les- und verstehbare Bahnen zu lenken. Bevor ich weitergehe, möchte ich Kapitel 32 gern noch einmal auf mich wirken lassen.

    Trotzdem habe ich Kapitel 33 schon ausgedruckt und zum Überarbeiten bereitgelegt. Die aktuelle Woche ist vollgestopft, das Wochenende auch. Es wird ein bisschen Zufall sein, ob, wann und wo ich zum Schreiben komme. Ich lasse mich überraschen – jedenfalls ist alles vorbereitet, damit ich loslegen kann, falls sich ein Zeitfenster öffnet.

    Liebe Grüße von Anja
    und eine schöne Seminarwoche für Dich

  2. Anja sagt:

    Hoppla, irgendwie bin ich mit den Wochen verrutscht. Das letzte Mal hatte ich wohl über Woche 5 und 6 berichtet … ich mache jetzt einfach mit Woche 7 weiter:

    In der prall gefüllten Woche konnte ich mir eine kleine Schreibzeit freischaufeln. Kapitel 32 war gierig und beanspruchte noch einmal die gesamte Zeit für sich. Es brachte mich wieder kräftig ins Schwitzen mit seinen Dialogen, die locker von einem Unterthema zum anderen hüpfen sollten.

    Neben dem normalen Feinschliff habe ich zwei weitere Aktionen gestartet, um das hüpfende Chaos zu bändigen:

    1. Kurz nach Kapitelbeginn habe ich das Hüpfen der Dialoge angekündigt. Die Gesprächspartner bestätigen sich kurz, dass ihre Gedanken wieder einmal munter querbeet springen. Es sind nur drei Zeilen, das Kapitel zeigt sich aber schon viel klarer.

    2. Ein Unterthema schnitt ich ab und verschob es nach Kapitel 39. Das Unterthema besteht aus 5 Elementen. (Meine “Programmablaufpläne” flattern noch neben mir herum.) Jetzt enthalten die Dialoge in Kapitel 32 nicht mehr 13, sondern “nur noch” 8 Elemente – das Kapitel atmete erleichtert auf. :-)

    Wahrscheinlich wird das Unterthema auch Kapitel 39 zum Überlaufen bringen. Wenn ich bei Kapitel 39 angelangt bin, muss ich mich wohl entscheiden, ob ich das Unterthema insgesamt streiche, ihm ein eigenes Kapitel gebe oder eine ganz andere Idee umsetze, die mir bis dahin vielleicht zufliegt. Mit meiner Verschiebeaktion habe ich die Entscheidung also erfolgreich aufgeschoben. ;-)

    Nun lasse ich Kapitel 32 los und setze mich in der aktuellen Woche an Kapitel 33. Es ist einfacher gestrickt und müsste wieder leichter gehen.

    Außerdem möchte ich die Notizzettelstapel sichten und davon übernehmen, was noch zu retten ist. Im Trubel der letzten Wochen habe ich wieder angefangen, mit der Beschriftung der Zettel zu schludern.
    Zum Beispiel liegt hier ein Schnipselchen: “leichter – von außen nicht”. :-( :-(
    Wahrscheinlich habe ich mir beim Notieren etwas gedacht. Nur was? Etliche Zettelchen werden in der hübschen runden Ablage neben mir landen und ich muss darauf vertrauen: Was wichtig ist, kommt wieder.

    ;-) Liebe Grüße aus dem Schnipselchaos
    Anja

  3. Gitte Härter sagt:

    Hallo Anja,

    tut mir Leid, dass ich mich erst jetzt melde … bin total mit dem Beantworten der Kommentare ins Hintertreffen geraten. Aber: ich lese immer sofort fleißig und gespannt alles mit.

    Bei dir ist es ja neben den interessanten Veränderungen und Erkenntnissen auch immer ein Vergnügen, Deine Formulierungen zu lesen (“Kapitel 32 war gierig …”). :-)

    Da sieht man einmal mehr, dass es immer wieder in größeren Schreibprojekten die harten Knochen – und manchmal Knoten – gibt, die es erstmal zu lösen gilt beziehungsweise, die sich bei genauerem Hinsehen plötzlich als komplexer entpuppen.

    >>Wahrscheinlich habe ich mir beim Notieren etwas gedacht …

    Hahaha, das kenne ich auch! Zettel mit kryptischer Kurzschrift, die beim Notieren glasklar war. Das gibt dann oft interessante Ratespiele … und auch bei mir landet so Manches dann doch im Müll, weil es entweder so wichtig doch nicht war – oder, wie Du schon schreibst, weil es schon wiederkommen wird, wenn es wirklich wichtig war.

    Viele Grüße
    Gitte

  4. Anja sagt:

    Hallo Gitte,

    heute borge ich mir gleich Deinen Beginnsatz:

    >> tut mir Leid, dass ich mich erst jetzt melde

    In dem Trubel der letzten Wochen hatte ich mich ja nur kurz zwischendurch gemeldet, dass das Gemeinschaftsprojekt vorgedrängelt hat und mein Roman deshalb ruht. Trotzdem wollte ich doch noch hier über den Februar berichten!

    :-) Woche 8 lief wie im Traum und ich schaffte Kapitel 33 in einer Woche. Jede Szene hielt eine andere Aufgabe für mich bereit und das Überarbeiten teilte sich deshalb von ganz allein in mehrere kleine Schreibzeiten auf.

    Zum Abschluss wollte ich wie üblich das nächste Kapitel ausdrucken und putzte mir die Äuglein: Von Kapitel 34 war kaum etwas übrig. Seine Inhalte waren im Laufe des Überarbeitens in andere Kapitel ausgewandert. Die drei winzigen, aber wichtigen restlichen Absätze verteilte ich über die Geschichte und löste das alte Kapitel 34 auf.
    Kapitel 35 rückte nach und wurde das neue Kapitel 34.

    In Woche 9 kam dann das Gemeinschaftsprojekt angerollt. Ich versuchte den Spagat zwischen beiden Projekten, aber wie von selbst füllte das Gemeinschaftsprojekt meine Schreibzeiten, ich brauchte gar nichts zu entscheiden. So legte ich Kapitel 34 beiseite (aber griffbereit ;-) ) und stapelte in einer Schachtel meine Notizzettel – alle übrigens übervorbildlich beschriftet. ;-)

    Meinem Testleser habe ich die neue Lage schon gebeichtet. Er hat seinen Kalender gezückt und sich das Testlesen für Januar 2013 eingetragen – ohne mein Zutun und mit einem breiten Grinsen. Januar 2013 könnte als neuer Termin gut passen … :-)

    Nun wandere ich noch in den blitzblanken März-Strang. Einen kleinen Fortschritt gab es, trotz Ruhepause. :-)

    Liebe Grüße, bis nachher
    Anja

  5. Gitte Härter sagt:

    Hallo Anja,

    das kenne ich auch nur zu gut: Wenn Projekte parallel kommen. Das ist dann wirklich schwierig, den Kopf richtig “drinzubehalten”. Manchmal ist es auch so, dass man ein neues Projekt reizvoller findet, einfach, weil es neu ist. :mrgreen: Geht mir zumindest öfter mal so, dass ich ein neues Buch vereinbare, noch während ich ein altes schreibe und mit dann denke: “Menno, ich würde viel lieber am neuen schreiben”.

    Sehr gut, dass du dir keinen Druck machst, sondern die Deadline für den Roman einfach realistisch verschoben hast.

    >>stapelte in einer Schachtel meine Notizzettel – alle übrigens übervorbildlich beschriftet.

    Haha! Sehr gut … wer kennt es nicht, dass man angestrengt auf BESTIMMT WAHNSINNIG WICHTIGE Hieroglyphen starrt!!!

    Ein schönes Wochenende
    Gitte

  6. Anja sagt:

    Hallo Gitte,

    >> Wenn Projekte parallel kommen. Das ist dann wirklich schwierig, den Kopf richtig “drinzubehalten”.

    Ui, das habe ich jetzt im April auch zu spüren bekommen. Ich hatte mit meinem Testleser ganz locker über das mögliche Folgeprojekt geplaudert. Er war sofort begeistert und brachte im Laufe unserer Unterhaltung eine geniale Idee nach der anderen. Die schwirrten mir in den nächsten Tagen durch den Kopf, dass ich für alle anderen Schreibarbeiten blockiert war.

    Ich gönnte mir zwei intensive Schreibzeiten für das Folgeprojekt, skizzierte die Ideen und Gedanken und sortierte sie ein bisschen, bis sich der Kern herausschälte, der wirklich zu mir und meiner geplanten Geschichte passt.

    Dann erst war der Kopf für die aktuellen Schreibaufgaben frei.

    ;-) Ich glaube, hier war wieder einmal Dein putziger Pümpel im Einsatz:

    http://www.schreibnudel.de/2011/02/gehirnverstopfung

    Liebe Grüße
    Anja

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