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VG-Wort-Ausschüttung verzögert sich

Alle Autoren, die ihre Werke bei der VG Wort gemeldet haben, freuen sich schon auf den jährlichen Scheck, der sonst immer pünktlich Anfang Juli kommt. Für 2012, lese ich eben, verzögert sich die Ausschüttung wegen eines Gerichtsverfahrens. Wenn sich alles klärt, geht es nur um wenige Wochen. Wenn es größere Probleme gibt, bekommt man von der VG Wort Bescheid.

:arrow: Details auf der VG Wort-Website

Die VG Wort ist das, was die GEMA für Musik ist. Als AutorIn ist es wichtig, dass Sie Ihre Bücher (oder auch Artikel) dort anmelden. Dann bekommen Sie nämlich von dort Kohle. :-)

Nachtrag:

Ich habe mich jetzt etwas näher damit befasst, worum es in diesem Rechtsstreit genau geht. Sehr interessant:

:arrow: grundsätzliche Info zur VG Wort und Aufteilung der Einnahmen: Ein Schlag für die VG Wort

:arrow: Vogel vs. VG-Wort: DJV verteidigt Ausschüttungsstopp

:arrow: Interview mit dem Kläger Martin Vogel: VG-Wort-Urteil: “Die Urheber haben Anspruch auf Schadenersatz”

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7 Kommentare

  1. Amos Ruwwe sagt:

    Nix is mit Geld im Juli. Wann es dann kommt???
    Das ist ungefähr so, als würde ein Angestellter sein Gehalt am Monatsende nicht bekommen.
    Die Leistung ist erbracht, der Lohn wird nicht ausgezahlt.
    Mein jährlicher Scheck von VG-Wort ist für mich immer ein freudiges Ereignis. Es ist nicht viel, aber es gehört zu meinem Einkommen dazu.
    Leute wie Gitte, Autoren und Autorinnen, die ihre Einkommen überwiegend von den Büchern generieren, die haben nun eine ziemliches Loch im Juli.
    Weiterhin glaube ich, dass VG-Wort am Ende gewinnt, hoffe ich.
    Gruß Amos

  2. Danke liebe Gitte, für diesen wichtigen Hinweis. Ist irgendwie bei mir nicht angekommen und ich hatte mich schon sooooo auf meinen Scheck gefreut… nun gut, dann schaun wir mal ob da noch was kommt.

  3. Danke für den Hinweis. Ich hatte es mal irgendwo gelesen, vergessen. Ich bekomme zwar vom letzten Jahr nix (hatte mir ein Jahr Schreibpause verordnet), aber so wurde ich dran erinnert, dass ich ja neue Sachen anmelden muss. Wo ich bei anderen Büchern mitgeschrieben habe oder ein Buch im Ausland übersetzt und veröffentlicht wurde (weiß aber gar nicht, ob man dafür was bekommt). Und es eine Neuauflage eines vergriffenen Buches in neuem Verlag gab. (Da weiß ich auch nicht, ob man da noch mal was bekommt).
    Weiß das jemand?

    Also, zumindest hat es mich erinnert, dass ich ja noch einiges anmelden musste :-) . Worauf ich mich dann nächstes Jahr freuen kann:

  4. Silke Bicker sagt:

    Teilnehmerskripte für Seminare kann man auch anmelden. Je nach Zeichenanzahl und Menge (Inhalt) kann sich das lohnen.

  5. Gitte Härter sagt:

    Hallo zusammen,

    ich bitte um Verzeihung, dass ich mich erst heute zu Wort melde. Das stimmt, Amos, dass für viele Autoren der VG-Wort Scheck sehr wichtiger Einkommensanteil ist. Bei mir ist es übrigens nicht so. Aber wie du sagst: ein “freudiges Ereignis” ist es auf jeden Fall immer, einen Scheck im Briefkasten liegen zu haben.

    Es lohnt sich, die Details dieses Rechtsstreits zu lesen. Ich bin ja, was die VG Wort etc. betrifft, relativ “dumm”, was die Feinheiten betrifft. Anfangs habe ich mich noch bemüht, Kleingedrucktes zu lesen, aber das ist mir alles zu viel und zu kompliziert (wie oft bei solchen “behördenartigen” Unternehmensinfos). Also habe ich mich einfach über das Prinzip gefreut: Ich melde Bücher an und bekomme dann einen Überraschungsbetrag nach irgendwelchen Prinzipien bei der Ausschützung. Mehr wusste ich nicht.

    Vor einigen Jahren hat mir dann eine Freundin erzählt, dass ihr Freund, der auch Bücher schreibt, in seinen Verträgen die Klausel hat, dass sein Verlag die VG Wort-Tantiemen bekommt. Das fand ich unglaublich! – Jetzt, mit diesem Rechtsstreit, erfahre ich zum ersten Mal, dass die Verlage standardmäßig einen Anteil der Ausschüttung bekommen. Im literarischen Bereich offenbar 70:30-Split, im Wissenschaftsbereich (der für Ratgeber gilt) 50:50. Das war mir nicht klar, dass auch von “meinen” Tantiemen standardmäßig die Hälfte auch an den Verlag geht.

    Insofern finde ich es sehr gut, dass dieser Autor vor Gericht geht und dadurch dieses pauschale Verteilungsprinzip auf dem Prüfstand steht. Denn wenn man schaut, dass von jedem Buch nur ein lächerlicher Anteil an den Autoren geht, dann ist es nicht einzusehen, dass von den Verwertungstantiemen auch noch die Hälfte an die Verlage geht.

    @Zamyat: Ich weiß nur, dass bei einer Neuauflage mindestens 10 % neu sein müssen, um ein Buch neu anzumelden. Wie das bei einem Wechsel zu einem anderen Verlag ist, weiß ich nicht, denke mir aber, dass diese mindestens-10-%-Regel allgemein gilt. Die VG Wort ist allerdings ein Vorzeigeunternehmen, was Service angeht! Ich habe bisher immer bei Unklarheiten einfach telefonisch oder per E-Mail gefragt und IMMER prompt + sehr freundliche Auskunft bekommen. Insofern würde ich an Deiner Stelle einfach direkt bei der Quelle nachfragen.

    Viele Grüße
    Gitte

  6. Gitte Härter sagt:

    Update: Auf der VG Wort-Seite steht, dass am 14. August eine Sitzung des Verwaltungsrates anberaumt ist, deren einziger Tagesordnungspunkt die Hauptausschüttung 2011 ist. Über das Ergebnis werde zeitnah auf http://www.vgwort.de/ berichtet.

  7. Otto Meier sagt:

    Mit der bisherigen Aufteilung zwischen Verlag und Autor waren die meisten von uns bestens bedient. Das nun dieser eine Herr zu gierig wurde und klagen musste, wird noch für so manchen von uns ein dickes Ende nehmen.
    Denn, liebe Kollegen, schaut mal in Eure Verträge. Die meisten Buchverlage lassen sich die Forderungen gegen über allen Verwertungsgesellschaften (Wort, Bild etc.) zu 100% im Kleingedruckten abtreten!!!
    Die Folge?
    Zukünftig gibt es nichts mehr für uns Autoren. Die Frage wäre dann auch, ob wir die Ausschüttungen der letzten Jahre zurückzahlen müssen.
    Einzige Möglichkeit: Wir klagen gegen unsere Verlage und hoffen, dass diese Vertragsklausel nicht rechtmäßig ist! Aber wer möchte schon gegen seinen Verlag klagen und das Vertrauensverhältnis so nachhaltig stören? Schließlich möchte der ein oder andere auch zukünftig dort noch Bücher veröffentlichen…

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