Blogstöckchen: This is how I work

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blogrot
Juli von vielbegabte.de hat mir das von Isabella Donnerhall gestartete Blogstöckchen „This is how I work“ zugeworfen, das auf der gleichnamigen Artikelreihe des englischsprachigen Blogs lifehacker.com basiert. Ein Blogstöckchen enthält Fragen, die von Blog zu Blog weitergereicht werden.

Blogger-Typ:

Abwechslungsliebende, engagierte Lustbloggerin, für die ihre Blogs wichtigstes Marketingwerkzeug sind. Das ist natürlich auch der Grund, dass ich so aktiv bin. Ich blogge nicht „auch“, sondern ich blogge für mein Business. Über meine Blogs und die Newsletter bekomme ich neue Aufträge und bleibe in Kontakt mit meinen bestehenden Kunden und LeserInnen. Und ich werde natürlich oft verlinkt und im Netz verbreitet.

Gerätschaften digital:

Fürs Bloggen:

„Klein“ heißt: keine superkomplizierte Technik mit Wunder-was-für-Möglichkeiten, sondern keep it simple und benutzerfreundlich (ohne sich durch Handbücher wälzen zu müssen).

Gerätschaften analog

  • Papier und Stift sind immer „am Mann“ (jaja: an der Frau)
  • meine Lieblingsstifte
  • mein Lieblingsblockmacher: Oxford und Clairefontaine

Arbeitsweise:

Lust-Prinzip. – Zum Glück schreibe ich gerne und schnell. Wenn ich keine Zeit habe, aber trotzdem zum Beispiel ein Newsletter ansteht (der bei mir gleichbedeutend mit Blogeintrag ist), dann kann ich auch bei akuter Unlust trotzdem schnell einen Artikel schreiben.

Sturzgeburt. – Genau das, was ich meinen Kunden auch immer „einbläue“: Vorher das Thema richtig klein und konkret wählen. Dann vorab Gedanken machen, was genau rein muss und was der Ziel des Textes ist (was soll der Leser wissen/können oder tun) und grobe Struktur. Jetzt den ersten Entwurf flüssig in einem Rutsch runterhacken. Dann noch mal Feintuning. Fertig.

Welche Tools nutzt du zum Bloggen, Recherchieren und Bookmark-Verwaltung?

Keine besonderen Tools.

Ich blogge auf WordPress.

Ich recherchiere nicht (ah! auch ein wichtiger Zeitspartipp – siehe unten).

Bookmarks nutze ich, aber nicht um zu sammeln. Sondern, wenn ich gerade einen interessanten Artikel sehe, auf den ich in einem Beitrag verweisen will, dann bookmarke ich mir den. Aber nicht in Bookmark-Ordnern, sondern ich setze mir aktuelle links in die Lesezeichen-Symbolleiste, damit ich sie vor Augen habe. Nach dem Bearbeiten werden die wieder gelöscht, so sammelt sich kein Bookmark-Grab an, das bei mir eh „aus den Augen aus dem Sinn“ bedeutet.

Schon seit vielen Jahren habe ich es aufgegeben, Ideen oder Quellen anzusammeln. Es lässt sich eh das meiste wieder ergoogeln oder es gibt mittlerweile neue/bessere Seiten.

Keine aufgeblähte Verwaltung also (ah! auch ein wichtiger Zeitspartipp … hehe).

Wo sammelst du deine Blogideen?

Wenn ich Ideen notiere, dann auf Zetteln, die auf meinem Schreibtisch rumfliegen. Meistens notiere ich aber keine Ideen mehr, denn die gehen eh nie aus. Und ich schreibe selten etwas, das auf einer alten Idee basiert. Meistens schreibe ich über das, was mir gerade jetzt einfällt oder worauf ich Lust habe.

Ideen habe ich im Kopf. Oder sie entstehen aus dem Alltag:

  • Wenn ich was erlebe, mir beim Lesen oder DVD-anschauen etwas auffällt (wenn bei „Flashpoint“ zum Beispiel ein Scharfschütze zum anderen sagt „Sei kein Opfer, sei kein Täter – und sei vor allen Dingen kein unbeteiligter Zuschauer“, dann notiere ich mir das).
  • Wenn mir etwas erzählt wird oder ich ein Muster bei Kunden entdecke.
  • Wenn ich für eines meiner Blogs was schreibe und ein Aspekt daraus für ein anderes Blog interessant ist.
  • Da ich viel blogge, schreibe ich aber auch oft nach Kategorien: Das heißt, ich klicke meine Kategorien durch und schaue, wo ich schon länger nichts mehr geschrieben habe, damit keine Kategorie anfängt zu dümpeln. Dann sehe ich zum Beispiel „Oha, bei URHEBERRECHT, LAYOUT und STILMITTEL haste schon länger nichts mehr geschrieben“ und überlege dann gezielt, was ich dafür schreiben könnte.

… am Ende verwerfe ich alles, auf das ich gerade keine Lust habe und schreibe, was mich gerade anmacht.

Was ist dein bester Zeitspar-Trick/Shortcut fürs Bloggen/im Internet

Nicht verkünsteln. Das heißt:

  • nah bei sich selbst sein
  • gut konzipieren und, wie gesagt, den ersten Entwurf ratzfatz runterhacken
  • Feintuning (ohne ein Drama um Formulierungen und Tippfehler zu machen)

Ja echt: Der größte Zeitfresser, wenn man viel bloggt, ist Perfektionsstreben bei Formulierungen und Tippfehlern. Ich bin bei meinen Blogeinträgen da sehr tolerant – obwohl ich im Schreibfach tätig bin. Wenn ich alles, was ich blogge, immer noch akribisch auf Fehler korrigieren würde, könnte ich niemals so viel produzieren – außerdem hätte ich keine Lust, wenn das alles total in (unbezahlte) Fleißarbeit ausarten würde.

Ich setze auf die Inhalte und den Draht zu meinen Lesern. Das ist denen viel wichtiger, als ob hier ein Wort falsch getrennt oder da mal ein Tippfehler drin ist. Wie heißt es so schön im Netz: „Wer Schreibfehler findet, darf sie behalten“.

Benutzt du eine To-Do List-App? Welche

Ich benutze die App „Klemmbrett“ mit einem Analog-Bleistift und Radiergummi.

Gibt es neben Telefon und Computer ein Gerät ohne das du nicht leben kannst?

meine Kaffeemaschine

… ach, und weil ich sie gerade höre: meine Waschmaschine. Weil ich Hausarbeiten hasse bis auf Wäsche waschen, weil da die Maschine alles macht.

Und ohne mein Grafiktablett will ich auch nicht mehr leben.

Gibt es etwas, das du besser kannst als andere?

Ich bin generell ein schneller Mensch: ich habe schnell Ideen, überreiße Dinge schnell, entscheide schnell, gehe schnell, schreibe schnell … Das ist nicht immer besser, aber es macht im Leben und in der Arbeit aus meiner Sicht vieles einfacher.

Wobei es da schon auch Nachteile gibt, aber für mich überwiegen die Vorteile. Ich bin gerne schnell und schätze Schnelligkeit auch bei anderen (im Laden würde ich Schlaftablettenverkäufer gerne anschieben oder das Telefon für sie abheben, wenn wieder mal niemand zu Potte kommt, bisher kann ich diesen Drang aber noch kontrollieren).

Was begleitet dich musikalisch beim Bloggen?

musikregalDa ich Musik liebe und immer schon mit – gerne auch lauter – Musik schreibe, läuft so gut wie immer Musik aller Art.

Da kann ich gar nichts Spezielles nennen.

Zur Zeit höre ich auch gerne im Hintergrund die Live-Musik auf meiner Video-Playlist.

Wie ist dein Schlafrhythmus – Eule oder Nachtigall?

Löwe.

Löwen schlafen anscheinend bis zu 20 Stunden am Tag. Das wäre mein natürlicher Rhythmus. Früher war ich eine Eule. Da aber die Welt tagsüber arbeitet, tue ich das auch. Ich gehe meistens um Mitternacht ins Bett (was mir eigentlich zu spät ist) und stehe so um halb acht plus minus eine Stunde auf (was mir eigentlich zu früh ist).

Eher introvertiert oder extrovertiert?

Mittendrin.

Wenn man mich erlebt, denkt man sicher, ich bin zu 100 % extrovertiert, aber das stimmt nicht. Ich habe – was man als BloggerIn haben sollte – einen starken Mitteilungsdrang zu bestimmten Themen, ich unterhalte gerne. Und ich traue mich, Standpunkt zu beziehen. Aber gleichzeitig bin ich gerne für mich, habe meine Ruhe und mache Dinge mit mir aus. Obwohl ich viel von mir im Netz preisgebe bin ich gleichzeitig sehr privat (und entscheide sehr genau, was ich nicht sage/zeige).

Wer sollte diese Fragen auch beantworten?

Der beste Rat den du je bekommen hast?

… das war kein Rat, sondern eine Prophezeiung von Frau Hammon, meiner Lehrerin in der sechsten Klasse, die mich bis heute begleitet.

Sie hat gesagt: „Du wirst deinen Weg schon machen.“

 

Autor: Gitte Härter

Ich bin x-fache Buch-Autorin, Schreibcoach + Schmarrnproduzentin. Meine Business-Zentrale mit Unterhaltungsblog ist hier: himbeerwerft.de

11 Kommentare

  1. Deine Playlist läuft jetzt auch unter Pfälzer Sonne 🙂
    Danke fürs Weiterwerfen, liebe Gitte!

    Bis bald und herzliche Grüße von
    Juli

  2. Cool!
    Das sind wirklich tolle Fragen, man wird ganz wild darauf, bei anderen zu lesen, wie sie so arbeiten.

    Vorhin habe ich mich schon totgelacht, weil ich bei den Antworten von Natalie Schnack jede Menge Parallelen zu mir entdeckt habe.

    Viel Spaß beim Lauschen!

  3. Pingback: Zeitmanagement-Tipp: Sei unperfekt! - unternehmenskick.de

  4. Echt spannend, Gitte, wir haben wirklich viele Parallelen :-))

    Herzliche Grüße
    Natalie

  5. Pingback: How I work | Das Business Transformation Blog von Monika Birkner

  6. Pingback: Blogstöckchen: So arbeite ich (This is how I work)

  7. Pingback: 3 Blogstöckchen. So mache ich das mit dem Bloggen. › Lebenstempo-Blog

  8. Liebe Gitte, danke fürs Blogstöckchen. Ist spannend was Du und die anderen schreiben. Werde einiges berücksichtigen und annehmen … vor allem das Sammeln von Zeitungsartikeln stoppen um dazu später zu bloggen. Jetzt höre ich damit auf!

    Hier sind meine Antworten: http://www.lebenstempo-blog.de/?p=2031

    Schöne, sonnige Woche wünsche ich.
    Petra

    • … find ich auch, Petra! Sehr interessant und anregend, dieser Blick durchs Schlüsselloch.

      Vor allem sieht man auch mal wieder, wie unterschiedlich man Fragen aufgreifen kann.

      Sehr schön, dass die Blogstöckchen endlich mal richtig im Kommen sind. Die haben ein kleines Schattendasein geführt die letzten Jahre.

      Einen schönen Tag
      Gitte

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