Ab jetzt sag ich hier „du“ [wenn ich dran denke]

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du

Vor fünf Jahren schrieb ich:

Das Du ist dabei aber etwas tricky – besonders im Businessbereich. Auch wenn das Internet ein Duz-Medium ist und dadurch beispielsweise in vielen Blogs und auch auf manchen Websites das Du üblich ist, so heißt es natürlich dennoch zu unterscheiden, wofür Sie Ihre Online-Aktivitäten nutzen. Mich irritiert es beispielsweise, wenn mich jemand einfach mal so gleich duzt – und Bücher, die durchgehend mit Du geschrieben sind, kann ich gar nicht lesen.

Das ist nach wie vor so. Allerdings ist mir klar geworden, dass ich mittlerweile eine andere Ausgangsbasis habe:

duzkuchen

Einigen bestehenden LeserInnen + einigen brandneuen BesucherInnen hier im Blog, wird es wie mir gehen: Sie werden es ätzend finden, dass sie gleich geduzt werden [was ich echt gut verstehe]. Doch für mich fühlt es sich mittlerweile einfach richtiger an, Euch, mit denen mich mittlerweile ein engeres Band verbindet, zu duzen.

Von daher gilt ab jetzt in meinen Texten das Du. Und wer mich in Kommentaren oder per E-Mail siezt, wird zurückgesiezt. 🙂

Darauf stoßen wir an!

YY *pling*

 

 

Autor: Gitte Härter

Ich bin x-fache Buch-Autorin, Schreibcoach + Schmarrnproduzentin. Mein Zeichen-Blog ist hier: himbeerwerft.de

12 Kommentare

  1. *pling*

    Ab heute duz ich dich :-).
    ******************************************
    Ich finde es auch nach wie vor nicht einfach. Ich mag auch keine Bücher (mehr), wo ich geduzt werde. Es gibt wenige Themen, wo es ok ist, alle anderen empfinde ich als anbiedernd.

    Dabei duze ich im realen Leben viel und oft und leicht- wir Kölner sind da völlig hemmungslos und locker. In meinem Dorf eh, in der Türkei auch, in meinen Seminaren sogar wieder mehr (teilweise auch in den Business- Seminaren in Unternehmen, wenn ich merke, wir haben alle einen guten Draht).

    Trotzdem hat es mich in Blogs auch oft gestört, selbst wenn ich mich mit der Schreiberin seit Jahren duze.

    Ich denke, es kommt wirklich auf die Zielgruppe und die Kunden an- und wie in deinem Fall, auf die tatsächliche Situation. Du duzt dich mit den meisten, mit allen in deinen Kursen, also auch hier.

    Finde ich völlig logisch!

    *Prost*

  2. Na endlich 😉

    Ok, ich bin ja auch ein Duz-Typ – selbst in Business-Seminaren. Da habe ich zum Glück auch vorrangig Kunden, bei denen es zur Unternehmenskultur gehört, sich zu duzen. Und ich mag das.

    Wenn ich – wie du liebe Gitte – mit Leuten arbeiten will, die „nett“ sind, dann liegt das DU für mich nahe.

    Also ich find’s toll 🙂

  3. Du Gitte, das finde ich super gut von dir! Gerne stoße ich darauf mit dir an.

    P.S. … zumal ich mich gerade selbst in der Schreib-Übergangsphase vom Sie ins du befinde …

    Also liebe Frau Härter, bleiben Sie so wie du bist!

  4. Hallo Zamyat, Merve und Ulrike,

    ja, das ist echt ein Schritt, der überlegt sein will. Grad im Business. Je nach Website schwanke ich da auch zwischen „anbiedernd“, „taktierend“ oder „ich kenn dich doch noch gar nicht“.

    Außerdem finde ich es im richtigen Leben schon auch immer schön, Sie zu sagen. Und manchmal dann aufs Du wechseln wollen.

    Da ist natürlich das Internet eine ganz andere Geschichte. Was immer komisch ist bei Selbstständigen ist, wenn sie im Netz duzen, aber dann ruft man an oder mailt und dann siezen sie plötzlich.

    Wie Merve auch schon sagt: Viele finden das von Haus aus gut und angenehm. Und bei mir passts jetzt einfach von meinem Gefühl her auch.

    Holldrio!
    Gitte

    @Ulrike: „Also liebe Frau Härter, bleiben Sie so wie du bist!“ 😆

  5. Guten Morgen Gitte,
    Deine Gedanken und Überlegungen kann ich sehr gut nachvollziehen, da sie mich selbst auch beschäftigen. Was ich toll bei Dir finde ist, das Du das thematisierst und wie Du es thematisierst. Das macht es nachvollziehbar und alle, die lieber gesiezt werden wollen, haben die Möglichkeit zu verstehen, warum Du es nicht tust. Ich werde mir Deinen Text kopieren und es ähnlich wie Du machen, wenn ich so weit bin. Lieben Dank für die Anregung sagt die Claudia und …. Prost!! 🙂

  6. Das find ich toll, also YY hatte nämlich gestern meinen letzten und komm aus dem anstossen fast nicht mehr raus… Und meine letzte Karte heisst: das war’s (natürlich nur mit der Arbeit, neue Karten wirds weiter geben…)
    Also Danke für die immer;-) guten Tipps und lass es Dir gut gehen,
    lieb gegrüsst vom Kartenmann

  7. Liebe Gitte,

    über das Duzen im Blog habe ich auch länger nachgedacht im letzten Jahr. Ich hatte für mich beschlossen persönlicher zu bloggen. Mehr zu erzählen, was mich -so innen drin- beschäftigt. Will verstärkt von meinen Freiraumbus-Touren berichten. Da kam mir das SIE seeehr komisch vor. So, als würde ich mich selber siezen. Deshalb habe ich mich für das DU entschieden. Das verwende ich ja im Social Media Bereich auch.

    Wie schön, dass wir uns am Starnberger See bereits in echt begegnet sind und ich Dich eh schon duze.

    In diesem Sinne stoße ich mit Dir auf das DU nochmal an.
    *Proseccogläserklanganstoßgeräusch*

    Angelika

  8. Im klassischen Journalismus heißt es ja immer: Nie, wirklich nie den Leser direkt ansprechen. Und auch das Wort „ich“ wird aus allen journalistischen Texten verbannt. Da war es für mich ein Riesenschritt überhaupt jemanden persönlich anzusprechen. Mittlerweile fällt es mir leicht und auch das Duzen gehört einfach dazu. Es ist eine Sache der Gewohnheit.

  9. Interessant! Ich habe gerade den umgekehrten Schritt gemacht 🙂 Es kommt eben auch auf die Strategie an: Du schreibst auf deinem Blog sehr viel für deine Stammkunden und -leser. Ich schreibe auf meinem Blog um neue Interessenten anzusprechen, und die kenne ich natürlich in der Regel nicht (und sie mich nicht). Viele Grüße, Katharina PS: Mein Kollege Sebastian Riehle und ich wollen zu dem Thema demnächst eine Blogparade starten.

  10. Huhu Claudia, Angelika, RichArt, Patricia und Katharina,

    <3lichen Dank fürs Mitanstoßen + Eure Überlegungen und Erfahrungen dazu. Und natürlich wie das so für Euch ist.

    Ja, dieses "was mach ich hier eigentlich/für wen", "wie fühlt es sich an" und die ungewohnte Umstellung, das ist echt ein Prozess. Ich musste sehr lachen, denn das es anfangs ein großer Schritt ist und ungewohnt, merke ich ja grad selbst: In Videos zum Beispiel ist es noch total drin, ich stell nachher wieder eins ein, da sieht mans. :mrgreen:

    Ich finde übrigens toll, dass es diese verschiedenen Überlegungen überhaupt noch gibt und das "Sie" gerade im Netz noch leben darf. Denn das Duzen und das Siezen hat beides seinen vielschichtigen Reiz, finde ich.

    Viele Grüße
    Gitte

    PS an den Kartenmann: Herzlichen Glückwunsch!

  11. Hallo, Gitte, ich tue mich da noch schwer, habe gerade relauncht und mich dann doch wieder für’s Sie entschieden. Meine Zielgruppe ist da glaube ich aber auch nicht so locker drauf, wie es Blogger oder Facebook-Freunde sind. Deine Seite mag ich und da ich das mit dem Bloggen jetzt auch verstärke, passen Deine Tipps wie die Faust aufs Auge. 🙂

    • Huhu Susanne,

      das ist eine gute Wahl: Wenn du noch nicht sicher bist, lieber beim Sie bleiben. – Und ja, es ist schon auch eine Frage, wie du deine Zielgruppe einschätzt.

      Das Du oder das Sie hat ja immer viele Facetten, wie auch in der Flow-Chart kürzlich bisschen aufgebrochen. Ich habe ja, wie oben geschrieben, selbst viele Jahre gesiezt und hätte es sicher auch weitergemacht, wenn sich nicht ganz klar so ein Schwerpunkt mit vielen Stammkunden und BlogleserInnen bei mir ergeben hätte. Persönliche Texte + ein Draht zu deinen Lesern und Kunden ist nie vom Sie abhängig. 🙂

      Ich freue mich, dass du gerne bei mir mitliest und dir die Tipps gerade recht kommen.

      Viel Spaß beim Bloggen!
      Gitte

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