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Plankton-Arbeitstitel – ein Beispiel

Zu jeder herausgebrochenen Themenfacette (= Plankton) lassen sich Dutzende, oft Hunderte von ganz unterschiedlichen Artikeln schreiben! Genau darum ist die vorläufige Arbeitstitel-Überschrift so wichtig. Mit diesem Arbeitstitel legst du klipp und klar von Anfang an fest, worauf dein Text hinausläuft. Das wirkt sich auf die Inhalte, die Struktur, die Leser-Ansprache aus – und vor allem darauf, wie nützlich dein Text wird.

Warum die Überschrift erst einmal für dich da ist

Wer noch nicht damit vertraut ist: Plankton ist eine klitzekleine, konkrete Themenfacette. Die kann man ganz unterschiedlich aufhängen. Das ist der Plankton-Arbeistitel.

Beispiele zu Arbeitstiteln aus dem Planktonbuch

Ich sitze gerade bei über 30 Grad im Café, bestelle mir gleich ein Bananensplit und mache ein spontanes Brainstorming möglicher Plankton-Arbeitstitel zum oben gefundenen Plankton „Was tun, wenn der Gesprächspartner zu weinen beginnt?“

  • Tränen sind auch nur Emotionen – XX Gründe, die hinter Tränen stecken
  • Wenn der andere weint – wie Sie beide die Fassung wieder erlangen
  • Warum Tränen Sie nie zum Zurückrudern bringen dürfen!
  • SOS: So gehen Sie verständnisvoll mit Tränen um und lassen Ihr Gegenüber das Gesicht wahren.
  • Auf Kurs bleiben, wenn der andere weint
  • Ignorieren, schimpfen oder trösten? Wie Sie heikle Themen durchziehen, wenn beim anderen Tränen fließen
  • Tränen dürfen ein wichtiges Anliegen nicht vom Kurs abbringen: Eine souveräne Verhaltensweise für den Ernstfall
  • Was ist, wenn Tränen Sie aus dem konzept bringen? Wie Sie schnell die Fssung wiederbekommen, wenn Ihnen selbst auch zum Heulen ist
  • Werden Sie aggressiv, wenn Ihr Gegenüber auf die Tränendrüse drückt? – Reden wir über Manipulation
  • Manche Menschen haben sehr nah am Wasser gebaut: Wie Sie lernen, mit Tränen umzugehen, ohne „kalt“ zu wirken
  • Wenn alles zu viel wird: Sie haben als Führungskraft was Harmloses angesprochen und jetzt heult Ihre Mitarbeiterin wie ein Schloßhund? So finden Sie heraus, worum es wirklich geht
  • In einer Besprechung bricht wer in Tränen aus: So moderieren Sie die Lage, dass es weitergehen kann
  • Gehören Sie zu den Menschen, die auch bei Fremden oft Tränen auslösen? – Verständnisvolle Herzlichkeit
  • Verräterisches Zucken und schwimmende Augen: Was tun, wenn Sie merken, dass gleich die Tränendämme brechen?
  • So erkennen Sie Krokodilstränen

Das sind jetzt nur 15 spontane Plankton-Arbeitstitel. Alle diese Texte laufen auf was anderes hinaus. Ich könnte damit fünfzehn verschiedene, nützliche Texte zum selben Plankton-Thema schreiben (und sogar noch viel mehr!), die allesamt in einem Blog nebeneinander stehen könnten.

Das zeigt dir einen weiteren Vorteil vom Plankton: Dein Thema ist sehr viel differenzierter zu betrachten und gibt unendlich Texte her, sofern du jeweils einen konkreten Aufhänger wählst. Das fordert dich gleichzeitig als Fachkraft viel intensiver beim Schreiben. Immerhin sollst du ja Nutzen bieten. Je kleinteiliger man wird, desto handfester müssen die Inhalte sein. Kein Wunder, dass sich manche Autoren auf schwammiges Terrain flüchten.

 

2 Kommentare

  1. Jaa, das habe ich ja heute Morgen wieder genau erlebt. Hatte einen völlig schwammingen Blogartikel vor ein paar Tagen geschrieben und mich nicht so richtig wohl damit gefühlt. Dann heute morgen noch mal alte Unterlagen von einem WS bei dir rausgesucht, wo wir genau so eine Übung gemacht hatten.
    Also habe ich losgelegt- und zack, hatte ich 30 Unterthemen.

    Habe dann mit einem begonnen- und siehe da, beim Schreiben kamen dann noch mehr Unteraspekte zum Vorschein.

    Es ist wirklich Wahnsinn. Man bräuchte sie NIE mehr Gedanken über Blogthemen zu machen, wenn man das konsequent durchzieht. Nicht immer fällt mir so viel ein, aber ich kann ja so Tage nutzen und habe damit schon Vorrat für die nächste Zeit.

    Zusätzlich kommen ja eh immer noch spontane Themen, die mir gerade begegnen und die mich kümmern oder zum Nachdenken anregen.

    Und so schreibt es sich dann fröhlich weiter….

    Ein Hoch auf’s Plankton – und vielleicht sollte ich mir auch so ne Tasse kaufen, damit ich es NIE vergesse 🙂

    • Gitte Härter sagt

      Guten Morgen Zamyat,

      aaaah, das finde ich ja klasse, dass du gleich gemerkt hast „oha, schwammig“ und in den alten Unterlagen gestöbert. Brainstormings und Ideen-im-Überfluss hast du ja eh, wie großartig!

      Und ja: Es ist unglaublich wie viele Aufhänger man für jedes noch so kleine Themen finden kann. Das ist echt der Wahnsinn! Themen können gar nicht ausgehen.

      Der Clou ist, dass man, wenn man das anfangs regelmäßig macht, man von Haus aus kleiner reinzoomt. Denn man will ja nicht vor jedem Blogartikel erstmal groß brainstormen.

      Plus, wie du schon sagst: Vorrat, falls mal spontan nix ansteht oder man auf das, was einem einfällt, grad keine Lust hat. Geht mir nämlich auch so: Ich hab oft mehrere Themen, wo ich WEISS, dass sie gut wären und interessant für Euch. Aber manchmal habe ich gerade zu diesen Themen ganz super Dinge im Kopf, aber keine Lust, sie aufzuschreiben. 😉

      Jaaaa: ein Hoch aufs Plankton!

      Herzliche Grüße
      Gitte
      (bitte entschuldige, dass ich mich erst jetzt melde)

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