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Anfangen

Der schlechteste Tipp

Fangen Sie einen Artikel doch einfach mal mit dem schlechtesten Tipp an, den Sie jemals gelesen oder bekommen haben.

Dann nur noch begründen, warum Sie den Tipp so daneben finden … et voilá: der Text ist fertig.

Ein etwas anderer Tipp-Text, der besonders spannend wird, wenn Sie einen Tipp auswählen,

  • den Sie total platt finden,
  • mit dem Sie volle Kanne reingefallen sind
  • oder/und über den Sie sich so richtig aufregen können.

Denn das ist der Garant, dass bei Ihnen die Emotionen hochkochen, was wiederum die Formulierungen automatisch lebendiger werden lässt.

Der unvermittelte Anfang

Normalerweise führt man mit den ersten Sätzen seine Leser an das Thema heran. Klassische Einstiege sind beispielsweise:

Ich muss Ihnen nicht erzählen, wie entscheidend Ihre Einstellung dafür ist, ob Ihr Vorhaben erfolgreich sein wird. Sie kennen die Beispiele aus dem Sport zur Genüge: Wenn der Hochspringer innerlich überzeugt ist, dass er die Höhe nicht schafft, hat er keine Chance.

oder:

Selbstmarketing – und alles, was man sich davon erhofft – wird meistens etwas falsch verstanden. Die einen denken, man müsste den großen Bonzo raushängen lassen, sich ständig selbst loben oder nach vorne drängeln. Und die anderen gehen die Sache theoretischer an und versuchen Werbe-Werkzeuge auf die eigene Person anzuwenden.

oder:

Normalerweise führt man mit den ersten Sätzen seine Leser an das Thema heran. Klassische Einstiege sind beispielsweise ;-)

Sie können Ihre Leser aber auch unvermittelt mitten in den Text schubsen. Das hat seinen ganz eigenen Reiz und einige Vorteile:

  • Es kommt Dynamik ins Lesen und miterleben.
  • Je nachdem, womit Sie beginnen, wird der Leser neugierig.
  • Sie können bestimmte Emotionen wecken und den “Ton” Ihres Textes bestimmen.
  • Ihr Stil bleibt frisch, wenn Sie immer mal etwas anders beginnen.
  • Und es ist eine gute Möglichkeit für alle Autoren, die gerne mal am Anfang hängenbleiben.

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Die Überschrift als Startpunkt

Ob Sie mit einer Überschrift anfangen oder erst am Ende die beste Überschrift für den Text finden, ist Geschmackssache. Die Überschrift kann Ihnen, wenn Sie sie konkret formulieren, ein nützlicher Startpunkt und wichtiger roter Faden für das Schreiben sein. Sie ist zudem ein gutes Gegenmittel für das Wegkippen des Themas, was vielen am Anfang passiert.
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Den Leser schon am Start neugierig machen

Ein guter Text sorgt dafür, dass Ihre Leser wirklich bis zum Schluss dranbleiben. Wenn Sie regelmäßig schreiben und Ihre Stammleser Ihren Stil mögen, dann lesen diese meist zu Ende, weil sie Sie kennen: Er/sie schreibt gute Texte. Es lohnt sich, dranzubleiben.

Doch diesen Bonus hat man in der Regel nicht. Darum ist es immer wichtig, darauf zu achten, dass der Text so nah am Leser ist, dass er Lust hat, weiterzulesen. Ein Grund dafür ist die schon oft benannte Nutzendichte: keine Längen, keine unnötigen Schlenker, nichts Verwirrendes, sondern schlüssige Informationen und gute Tipps. Wenn Sie einen Text zur Unterhaltung schreiben, dann heißt es: Unterhaltungsdichte. Gleiches Prinzip.

Eine sehr effektive Möglichkeit, zu garantieren, dass Ihre Leser wirklich bis zum Ende dranbleiben, ist es, zu Beginn eine Lücke zu öffnen:
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Wussten Sie schon?

Ich habe Ihnen schon mal empfohlen, mit einer Frage anzufangen – praktisch als Starthilfe. Eine Frage ist zudem für Ihre Leser meistens spannend: Man möchte die Antwort erfahren.

Eine Variante davon ist eine Frage, die mit „Wussten Sie schon …?“ oder „Wussten Sie eigentlich schon …?“ beginnt.

Das ist für die Leser sogar noch etwas spannender, fordert Sie selbst aber auch wunderbar heraus: Denn wenn sowas kommt, steht meistens etwas besonderes Gutes, Unbekanntes oder Überraschendes dahinter.
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Entstehung eines Artikels

Rechts sehen Sie, wie ich vorgehe, wenn ich einen Artikel schreibe. Das ist übrigens ein – für mich – ganz typisches Beispiel, ob das nun ein kurzer Tipp-Text für unsere Website, ein längerer Artikel oder auch ein Buch ist.

Zuerst werde ich mir über das Thema klar oder beginne mit einer Ausgangsidee. Oft schreibe ich die Ausgangsidee direkt in den Einstieg, aber manchmal überspringe ich den Beginn auch und steige direkt irgendwo weiter unten ein.

Das Wichtigste für mich ist jedoch, dass ich immerimmerimmer Zwischenüberschriften mache, es also immer vor dem Schreiben eine klare Struktur für den geplanten Text gibt. So stelle ich nicht nur sicher, dass ich auf Kurs bleibe, sondern – noch viel wichtiger – das Schreiben selbst geht irre schnell:

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Fundstück im Bildblog

Kennen Sie das? Sie kippen den Inhalt einer frisch gekauften Packung H-Milch aus dem Supermarkt durch ein Sieb, doch keine einzige Kuh bleibt hängen!

Toller Einstieg, was? Hier geht’s zum ganzen Beitrag.

Zu diesem Thema ist wichtig: Erstens, zweitens, drittens

Eine sehr gute Möglichkeit, sich auf den zu schreibenden Text einzustimmen, ist, sich vorab die drei bis fünf wichtigsten Aspekte Ihres Themas aufzuzählen. So kommen Sie einerseits zum Kern Ihres Textes und sind andererseits schon mitten im Thema.

Ich empfehle meinen Workshopteilnehmern immer, das auch wirklich mit den Fingern runterzuzählen, also die passende Gestik zu machen.
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Soll man recherchieren – oder lieber nicht?

Eins vorab: Wir reden hier über Texte, bei denen Recherche nicht zwingend notwendig ist. Sie wollen also einen Tipp-Text oder einen Artikel über etwas schreiben, das Sie gut kennen. Nun kommt die Frage ins Spiel, ob es gut ist, sich erstmal zu informieren, was andere darüber schreiben oder nicht.

Und das ist wieder ein etwas komplexeres Thema:
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Fangen Sie mit einer Frage an!

Oft höre ich: „Reden kann ich gut, aber wenn’s an’s Schreiben geht …!”

Die meisten Leute können sehr schnell und gut auf Fragen antworten, die ihr Fachgebiet betreffen. Machen Sie sich das zu Nutze und beginnen Ihren Text ganz einfach mit einer Frage. Dann brauchen Sie nicht lange drum herum schreiben, sondern fangen einach direkt mit der Antwort an.

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