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Buch schreiben (Ratgeber!)

Was passiert, wenn ich ein Buch veröffentlicht habe?

Gestern haben wir erfahren, dass unser Buch „Schriftliche Bewerbung“, das ich gemeinsam mit Christine Öttl geschrieben habe, in die neunte Auflage geht! Das ist natürlich phänomenal und Anlass für mich, mal darüber zu schreiben, was realistisch passieren kann, wenn Sie ein eigenes Buch veröffentlichen.
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Permanente Elefantenhochzeiten im Verlagswesen

Als „Normalo“ achtet man ja meistens nicht so auf Verlage: man schaut auf Buchtitel, Aufmachung und vielleicht mal auf den Autorennamen – aber wer kennt schon immer die Verlagsnamen?

Wenn Sie mit dieser Szene etwas mehr zu tun haben, dann haben Sie mitbekommen, wie stark das Verlagswesen in Bewegung ist. Besonders in den letzten Jahren kam es zu zahlreichen Elefantenhochzeiten. Verlage fusionieren, werden aufgekauft.

Auch auf Buchautoren (und solche, die es werden möchten) hat das natürlich Auswirkungen. Gute und schlechte. Einige davon sind:
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Interview mit der frischgebackenen Buchautorin Yvonne Rubin

Yvonne Rubin bietet Coaching und Trainings in München unter dem Motto „Nicht reden – handeln!“.

Ein Buch zu schreiben hat sie schon lange interessiert. Letztes Jahr hat sie sich in den Kopf gesetzt, es endlich zu tun.

Ihr Erstlingswerk ist im Sommer erschienen: „Empfehlungsmarketing. Kundenempfehlungen fördern – Umsätze steigern

Ich habe Yvonne einige Fragen gestellt:

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für Schon-Buchautoren: amazon “Author Central”

Cool: amazon Deutschland baut gerade wieder um. Es gibt jetzt die auf der amerikanischen Seite längst üblichen Autorenseiten. Wenn Sie schon ein Buch veröffentlicht haben, können Sie nähere Informationen zu sich hinterlegen, zum Beispiel ein Foto und eine Kurzbiografie.

Mit der Sicherheit nimmt man es – zum Glück – ganz genau. Ab Anmeldung dauert es einige Tage bis mit den Verlagen verifiziert wurde, dass man auch wirklich der Autor ist. Dann werden die Inhalte und weitere Funktionen freigeschaltet.

Wie nützt ein eigenes Buch meinem Unternehmen?

Wenn Selbstständige überlegen, ein Buch zu veröffentlichen, ist – neben der hoffentlich vorhandenen Freude am Schreiben – entscheidend, erst einmal realistisch abzuwägen, was das Buch überhaupt bringt.

Hier einige Fragen und Fehlannahmen:
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Buchidee: Nicht zu sehr um sich selbst drehen!

Viele Buchideen, die ich zu hören und zu sehen bekomme, haben einen fetten Haken: sie sind schwerpunktmäßig für den Autoren relevant. Das betrifft besonders Ratgeber. Da hat einen ein Thema so sehr überzeugt oder selbst geholfen, manchmal liegen lebensverändernde Erfahrungen zu Grunde, dass man unbedingt andere daran teilhaben lassen möchte.

Eine schöne Sache! Nur fehlt etwas Wichtiges: Es geht bei einem Ratgeber nicht um Sie. Sondern es geht darum, dass Ihr Thema so aufbereitet sein muss, dass es vielen, vielen Menschen da draußen nützt.
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Buchthema: das Naheliegende ist nicht immer das Beste

Ganz oft kommen Leute zu mir in einen Workshop oder ins Coaching, die unbedingt gerne ein Buch schreiben wollen. Weil sie gerne ein Buch mit ihrem Namen im Laden bewundern möchten oder weil sie selbstständig sind und ein Buch als Marketingwerkzeug nutzen wollen.

Die Idee zum Buchthema, wenn es schon eine gibt,  ist entsprechend etwas, das naheliegend ist:
- Worüber weiß ich viel?
- Für welchen Bereich möchte ich mich als Experte ausweisen?

Das kann allerdings schnell in eine Sackgasse führen, etwa weil:
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Ach was, ein Buch: eine Serie! Und Hörbücher dazu!

Da ich ja auch Buch-Coachings mache, komme ich oft mit Neu-Autoren zusammen. Und das ist toll: Der Wunsch, ein Buch mit dem eigenen Namen in Händen zu halten, ist ganz wunderbar. Doch empfehle ich jedem, das Buchschreiben nicht zu unterschätzen.

So sehr man (hoffentlich!) schon Freude am Schreiben hat und es in einer Weise kann, die veröffentlichungsreif ist, so ist es ein großer Unterschied, ein “ganzes” Buch zu schreiben, wenn man bisher nur Kurztexte verfasst hat. Und wer noch so überhaupt keine Schreiberfahrung hat, ist gut beraten, erstmal mit Artikeln anzufangen.

Besonders schwierig ist es, wenn man sooo große Pläne hat oder sooo viel zu sagen hat, dass man nicht nur ein Buch konzipieren will, sondern Verlagen gleich eine ganze Buchreihe vorschlagen möchte. Mir begegnen sehr oft Erstautoren, die nicht nur ein Buch, sondern gleich fünf oder zehn Bücher schreiben möchten, weil ihr Thema es ihrer Meinung nach hergibt. Die auch gleich Hörbücher oder DVDs und-was-nicht-alles dazuplanen.

Das ist aber fern der Realität!

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Buchveröffentlichung: erst Vertrag, dann schreiben

Im Gegensatz zur Belletristik verkaufen Sie im Ratgeber-Bereich nicht ein fertiges Buch, sondern in der Regel zunächst Ihre Buchidee – und zwar mit einem überzeugenden Konzept.

Sie fangen also niemals sofort an, ein ganzes Buch zu schreiben, sondern Ihr erstes Ziel ist es, einen Buchvertrag zu erhalten. Erst, wenn der Vertrag unterzeichnet ist, beginnen Sie mit dem Schreiben.
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Buch schreiben: Anfangsritual

Kürzlich habe ich ja ein neues Buch vereinbart und möchte Sie ein wenig teilhaben lassen, wie ich an’s Buchschreiben so rangehe.

Immer wenn ein Buch fest vereinbart ist, beginne ich mit einem Anfangsritual:
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