Meiner Erfahrung nach tut es jedem Text sehr gut, vor dem Schreiben erstmal eine Art Gerüst zu erstellen.
Bei Tipps beispielsweise schreibe ich mir immer die Zwischenüberschriften hin und fülle nachher gezielt auf. Je nachdem, welche Artikel-Form Sie wählen, gibt diese bereits eine gute Struktur vor. Populär sind beispielsweise „XX Tipps für …“-Artikel. Wenn Sie also planen, „7 Tipps für Ihre Urlaubsplanung, die Sie bisher immer vermisst haben“ zu geben, überlegen Sie vorher, was denn das nun für sieben Tipps sind. Dann merken Sie nämlich auch von vornherein, ob Ihre Idee so auch funktioniert.
Bei Büchern legen Sie das Inhaltsverzeichnis vorher fest (einzelne Veränderungen können Sie während des Schreibens ja jederzeit noch machen). Wenn ich mit einem Buch beginne, lege ich mir sogar die gesamte Struktur vorher im Computer an: jedes Kapitel bekommt einen eigenen Ordner, dann lege ich eine Datei an, die dann pro Kapitel alle Überschriften oder schon einzelne Elemente (wie Ideen für einen Selbst-Check, einen Seitenkasten o. Ä.) enthalten.
Wenn Sie auf diese Weise vorgehen,
- merken Sie, ob Ihr Konzept noch ein strukturelles Problem hat,
- ob das Thema in dieser Artikel- oder Buchform funktioniert,
- ob Sie das Thema wirklich so brennend interessiert, dass Sie darüber schreiben möchten,
- ob Sie das Thema zu groß gewählt haben oder
- ob Sie genug darüber wissen oder das Thema nochmal ändern sollten.
- Vor allen Dingen aber können Sie auch mittendrin loslegen. Das erhöht die Schreibgeschwindigkeit und den Schreibspaß enorm! Denn Sie können genau immer das schreiben, worauf Sie gerade Lust haben und wenn Sie wenig Zeit zum Schreiben haben, können Sie kleinere Häppchen wunderbar zwischendurch erledigen.
Immer drandenken: Der erste Entwurf ist nur ein erster Entwurf. Das Überarbeiten macht Ihren Text dann wirklich gut – und da lassen sich dann Fehlerchen, Doppelungen und natürlich der Feinschliff nachholen.