schreibnudel.de Rotating Header Image

Selbstmanagement

Nah- und Fernsicht

Können Sie sich noch an Ihre ersten Fahrstunden erinnern? Wie Sie hochkonzentriert damit beschäft waren, das Auto zu starten. Zündschlüssel drehen, ach in den Spiegel schauen soll man ja auch!, Gas, Kupplung, AAAH!, der andere Spiegel, huch, das Auto macht einen Satz und geht wieder aus. Endlich fährt es! Beim Abbiegen hat man mit dem Blinker und den Spiegeln alle Hände voll zu tun. Den Blick fest auf den Tacho fixiert, damit man ja nicht den genauen Zeitpunkt verfehlt, in dem man schalten muss …

Etwas später, wenn man das Auto selbst einigermaßen in Griff hat, rückt plötzlich die gefährliche Außenwelt in den Fokus. Jetzt schaut man dauernd auf das Draußen: Bleibt der auf seiner Fahrbahn? Schaffe ich die grüne Ampel noch? Was bedeuten diese ganzen Schilder?

Heute sind Sie geübt im Autofahren. Sie wissen, was Sie tun, und wie selbstverständlich haben Sie alles im Griff. Augen und Wahrnehmung sind überall.

Diese gleichzeitige Nah- und Fernsicht brauchen Sie auch beim Schreiben. Bei allen Textarten und –längen. Wenn Sie nur auf eines achten, und das passiert extrem häufig, dann hat das Folgen.

(weiterlesen…)

Nur für die Schublade schreiben ist auch blöd.

Das neue Jahr regt ja immer dazu an, dieses Jahr endlich xy zu machen. Mich hat zum Beispiel wieder ein Schwung E-Mails von BlogleserInnen erreicht, die mir anvertraut haben, dass sie jetzt endlich ihre Schreibträume angehen möchten. Die einen wollen unbedingt ein Buch veröffentlichen, die anderen ihre Schreiblust wiederfinden, die irgendwie vom Alltag verschüttet worden ist. Und wissen Sie was: Das ist eine großartige Idee!

Ich kenne es natürlich auch aus eigener Erfahrung, wenn ein „Ich wollte ja noch …“ ewig mitgezogen wird. Dann drehen wir uns einmal um, und es ist wieder Weihnachen: Waaas? Wie konnte dieses Jahr so schnell vergehen? Und wieder habe ich nicht …

Wenn Sie ein Schreibziel jetzt endlich realisieren möchten, dann rufe ich Ihnen ein kraftvolles NUR ZU!!! entgegen.

(weiterlesen…)

Arbeiten im Café

Herr Simon fragt hier in den Kommentaren, wie ich mein Stammcafé gefunden haben – von wegen Hotspots und so.

Da mir schon seit einiger Zeit immer mal Fragmente zum Arbeiten im Café im Kopf rumschwirren, ist das die Gelegenheit, einmal alles zusammenzufassen.

Ist ein Café nicht zu unruhig?

Das ist natürlich eine Typfrage. Ich schreibe auch zu Hause gerne mit lauter Musik, und wenn ich richtig drin bin, blende ich automatisch alles aus, was sonst so um mich herum geschieht. Gerade im Café finde ich es sehr einfach, das allgemeine Gemurmel auszublenden. Was mich manchmal enorm stört, ist allerdings die Hintergrundmusik. Wird wieder mal kreischender Freejazz oder gleichförmiger Elektropop aufgelegt, geht mir das so sehr auf den Sack, dass ich frage, ob sie die Musik wechseln können (was bisher überall anstandslos gemacht wurde).

Zum Flüchten bringen mich nur außergewöhnliche Dinge:

(weiterlesen…)

Ihre Schreibpläne … nicht nur fürs neue Jahr

Im letzten Jahr habe ich Sie nach Ihren guten Schreibvorsätzen gefragt. Einige von Ihnen haben ihre Vorsätze sogar im Blog mit allen geteilt. Wie wars? Haben Sie umgesetzt, was Sie dieses Jahr angehen wollten?

Meinen wichtigsten Schreibvorsatz habe ich ja im März getroffen: keine üblichen Ratgeber mehr schreiben. Nach zwei Dutzend “normalen” Ratgebern in unterschiedlichen Formaten und zu vielfältigen Themen ist das Bücherschreiben für mich zur Routine geworden – was durchaus positiv ist! Aber ich möchte gerne weiter wachsen, was das Schreiben angeht. Und das geht am besten, wenn man andere Formate, Stile, außergewöhnliche Themen ausprobiert und sich so immer wieder fordert + die Schreibpalette erweitert.

Meine Schreibziele neben Ratgebern in außergewöhnlichen Formaten oder Themen, die aus dem Rahmen fallen, sind:

o eine Kolumne
o ein Drehbuch
o ein Kinderbuch
o ein Roman
o und einen Kalender würde ich gerne mal machen

Aber natürlich nicht alles nächstes Jahr. :-)

Haben Sie auch Schreibziele … für 2012 oder überhaupt?

10 verbreitete Schreibmacken

Letzte Woche habe ich in der Himbeerwerft über Automatismen und Macken geschrieben. Da lag der Gedanke nahe, mich auch typischen Schreibmacken zu widmen: Formulierungen oder Angewohnheiten, die wir einfach so drin haben.

Genau wie jeder von uns einen bestimmten aktiven Wortschatz und Sprachmuster hat, gilt das natürlich auch für unsere Schreibe. Das ist gut, weil es idealerweise unseren eigenen Stil ausdrückt.

Aber es führt natürlich auch zu unerwünschten Mustern. Zehn weit verbreitete dieser Schreibmacken habe ich hier für Sie zusammengefasst. Wundern Sie sich nicht, dass ich auf manche immer mal wieder zu sprechen komme. Es sind nicht umsonst unausrottbare Klassiker, die in vielen Texten immer wieder auftauchen.

(weiterlesen…)

Die 10 Schreib-Gebote

Endlich schreibt sie mal wer auf! ;-)

1. Gebot: Sei größenwahnsinnig!
Mit Selbstzweifeln und Zurückhaltung kommt man nicht weit. Du willst veröffentlichen? Klar kannst du das! Wenn (noch) nicht, lernstes eben.

2. Gebot: Mach dich locker!
Mit verkrampfter Verbissenheit wird das nichts und mit der Brechstange ist noch nie ein guter Text entstanden.

3. Gebot: Hab Spaß!
Verliere nie aus den Augen, warum du schreiben willst: Du hast etwas mitzuteilen, möchtest anderen Menschen Informationen oder Tipps schenken. Das ist was Schönes!

(weiterlesen…)

Können Sie loslassen?

Kürzlich habe ich ein neues Buchkonzept abgegeben, das ich genial fand. Der Verlag fand das auch. Nach internen Besprechungen gab es zum Thema eine Absage, aber das außergewöhnliche Format fanden sie toll. Könnten wir das abändern auf das Thema sowieso? Da ich selbst auch am meisten am Format hing und das neue Thema für mich ebenso spannend war, habe ich stundenlang das Konzept umgearbeitet. Wegen des besonderen Formates war damit ganz schön viel Arbeit verbunden. Dann wieder eine verlagsinterne Besprechung. Jetzt hätten wir das gerne nochmal anders …

Die Veränderungswünsche waren zu weit weg von meiner Ursprungsvision für das Buch. Und ich habe in den letzten zehn Jahren gelernt: wenn etwas am Anfang so zäh und mühsam ist, ist es besser, es bleibenzulassen. Natürlich lernt man das meistens erst, indem man einige Male diesen inneren Impuls überhört und dennoch weitermacht.

Ich bin nicht die Einzige, die schon mal ungute Projekte durchgezogen hat, sich in eine Idee verbissen hat oder Kooperationen trotz schlechten Gefühls weiterlaufen ließ.
(weiterlesen…)

“Ihr Kind ist ein Arschloch!” – Vom Umgang mit Kritik

Schluck! – Sowas hört niemand gerne. Dabei müssen wir AutorInnen das aushalten können: Wann immer Sie eigene Texte veröffentlichen, geben Sie etwas von sich nach draußen, ob es ein kleiner Blogbeitrag für Ihre ersten fünf Leser ist oder ein Buch, an dem Sie fast ein Jahr lang gearbeitet haben. Geht Ihr Baby raus in die Welt, bilden sich andere Leute Meinungen. Und seit es das Internet gibt, bekommen Sie diese Meinungen ungefiltert mit. Das ist eine schöne Sache, wenn es Lob und Zuspruch gibt oder wenn sich Ihre Leser konstruktiv-kritisch damit auseinandersetzen. Doch es kann jederzeit auch sein, dass Sie es mit unfairer Kritik oder harschen Bewertungen zu tun bekommen.

  • Dann ruft Sie jemand an und beschimpft Sie (ist mir bisher nur einmal passiert).
  • Dann bekommen Sie maßregelnde Schimpfmails, die Ihnen erklären, wie die Welt wirklich läuft.
  • Dann wird auf Internetseiten verkündet, wie schlecht Ihr Text ist und jeder kann es lesen.
  • Da werden Ihre Beiträge per “Daumen runter” oder “1 von 5 Punkten” bewertet (“Wenn es Null Punkte gäbe, würde ich Null geben!”).

Wie das immer so ist mit schlechten Bewertungen: Gerade diese sind oft nicht sonderlich konstruktiv formuliert und manchmal sind sie regelrecht unfair, weil Ihnen die Worte im Mund umgedreht werden oder etwas behauptet wird, das gar nicht dasteht.

Und jetzt?

(weiterlesen…)

Gehen Sie barfuß!

Ich liebe es, barfuß zu gehen. Das erste, was ich beim Heimkommen mache, ist die Schuhe in die Ecke zu pfeffern. Daheim gehe ich ausschließlich barfuß. Draußen ist es mir zu eklig, stupsig und gefährlich. Da müssen bald mal Barfußschuhe her.

Jedenfalls ist mir eben aufgefallen, dass barfußgehen das Schreiben verbessert. Jaha, Sie haben richtig gehört: Gehen Sie barfuß, und Sie schreiben besser. Natürlich im übertragenen Sinn …

So nützt Ihnen das Barfußgehen als AutorIn:

(weiterlesen…)

Eine der wichtigsten Gewohnheiten, die Sie für das Schreiben – und fürs Leben – brauchen können

Wenn Sie mich fragen, was aus meiner Sicht der allerwichtigste Tipp fürs ganze Leben ist, dann zögere ich nicht einen Moment:

konkret werden

Der konkrete Blick zeigt Wege auf, entwirrt Probleme, verhindert Missverständnisse und Fehlentscheidungen. Und zwar ganz unabhängig davon, um welche Situation oder Sache es geht.

Nehmen wir es aber mal eine Nummer kleiner. Auch Ihre Schreibfähigkeiten – und damit Ihre Texte – profitieren davon ungemein.

Denn wenn Sie konkret werden, können Sie diese 7 Vorteile ernten:

1. Sie schulen Ihre Beobachtungsgabe.
2. Sie profitieren von Ihrem Blick für Details.
3. Sie zeigen sehr viel mehr (und glaubwürdiger) Ihre Kompetenz.
4. Sie beweisen Scharfsinn.
5. Sie schaffen eine Verbindung zu Ihren Lesern.
6. Sie stellen sicher, dass Sie verstanden werden.
7. Ihre Texte sind nutzbringender als die üblichen, oberflächlicheren Texte zum selben Thema (besonders wichtig bei “Nichts wirklich Neues”-Themen)

(weiterlesen…)

© Gitte Härter · Dietersheimer Straße 19 · 80805 München
Tel. 089 36107847 · info@schreibnudel.de · Impressum · Datenschutzerklärung

Nutzung meiner Texte nur nach vorheriger schriftlicher Erlaubnis!

blogoscoop Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de