Mittwoch 22.06.2011 in Selbstmanagement |
Wenn ich einen Schreibworkshop mache, dann bitte ich meine Teilnehmer immer:
“Schreib zuerst deinen Text bevor du nachschaust, was die anderen so tun (und wie).”
Der Grund: Wann immer man vorher schielt, wie andere an Texte herangehen, wird man beeinflusst:
- Man übernimmt, bewusst oder unbewusst, Aufbau und Stil.
- Wenn man es sich ganz anders gedacht hat oder üblicherweise anders schreibt, kommen einem Zweifel: Vielleicht ist meines falsch/schlechter? Vielleicht sollte ich es doch lieber so machen?
Auch wenn es für das Schreiben viele gute Informationen, Tipps und “Handwerksregeln” gibt, so gilt in erster Linie: es gibt kein richtig oder falsch. Wenn Sie sich Gedanken machen, Ihren Text mit einer klaren Botschaft und Richtung versehen und aus dem Blickwinkel Ihrer Zielgruppe schreiben, können Sie an Textart, -aufbau, Wortwahl, Formulierungen und Stilmitteln tun, was Sie wollen. Und so Ihre Texte besonders machen.
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Mittwoch 15.06.2011 in Selbstmanagement |
Newsletter-Tag! Theoretisch bin ich hochmotiviert:
- Vorgestern habe ich einen Super-Artikel begonnen zum Thema “richtig brainstormen”, weil mir im Coaching und in Workshops immer wieder auffällt, dass viele Leute dieses tolle Werkzeug falsch anwenden. Leider bin ich nur halb fertig.
- Gestern habe ich einen tollen Text für Sie zum Thema “Textschablonen nutzen” geschrieben – zur Hälfte.
- Heute habe ich einen noch wundervolleren Text zum Thema “Besonders die kleinen Texte auf Aussagekraft überprüfen, allem voran der Firmenname” verfasst – zur Hälfte.
Bei allen drei Texten fehlen nur noch ein paar Beispiele, damit Sie auch wirklich praktisch etwas von den Tipps haben. Doch auf Beispiele habe ich heute einfach keine Lust. So sitze ich also über meinen drei halbfertigen Texten, schiele in Richtung Uhr … und nutze die absolute Freiheit, die wir beim Schreiben so haben. Ich schreibe über etwas anderes. Meine Unlust.
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Mittwoch 1.06.2011 in Selbstmanagement |
Gerade bei der Selbstdarstellung lassen sich viele von anderen inspirieren:
„Ich muss meine Website erstellen, mal sehen wie andere das machen!“
Doch das hat seine Tücken. Ganz abgesehen davon, dass so mancher das Wort „inspirieren“ falsch versteht.
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Dienstag 5.04.2011 in Selbstmanagement |
Oft fängt man nicht an, weil man zu viele Möglichkeiten hat.
Ich könnte ja darüber schreiben oder darüber oder auch darüber …
Das Thema steht fest, aber ich könnte es so angehen oder so oder auch so …
Eigentlich ist das ja paradox! Denn Ideenreichtum ist ja gerade eine Stärke beim Schreiben. Jetzt kommt Ihr Selbstmanagement ins Spiel: denn wenn Sie sich nicht endlich für eine Idee entscheiden, passiert überhaupt nichts.
Wie Sie sich entscheiden können, habe ich hier bei der Gehirnverstopfung schon geschrieben. Manchmal geht es aber um etwas anderes: Das Nicht-anfangen-wollen oder sich davor scheuen, einen Text fertigzustellen. In dem Moment, wo Sie loslegen, wird es nämlich ernst.
Das kennen ganz besonders diejenigen unter Ihnen, die schon immer mal einen Artikel veröffentlichen wollten oder ein Buch schreiben möchten. Das als Traum vor sich herzutragen, ist das eine. Es zu tun und sich damit auch möglichen Schwierigkeiten oder Absagen auszusetzen, ist das andere.
Hier einige Tipps, wie Sie mit der Panik vor dem Veröffentlichen umgehen können.
Mittwoch 30.03.2011 in Selbstmanagement |
Tania Konnerth schreibt über ihre aktuelle Selbstsabotage-Strategie und fragt nach: Was ist es denn bei Ihnen?
Donnerstag 10.02.2011 in Selbstmanagement |
Wenn Sie mein Jahrgang sind und früher immer Rappelkiste angeschaut haben, kennen Sie die Überschrift noch: Ein kleines Mädchen hat wunderbar auf einem Zaun balanciert. Dann kam ein weiteres Kind dazu und hat ständig skandiert: „Das kannst du nicht! Das schaffst du nicht! Lass! Das! Sein!“ … ab da ist das Mädchen andauernd vom Zaun gefallen und konnte ihr Gleichgewicht überhaupt nicht mehr halten.
Meldet sich beim Schreiben so ein innerer Miesmacher, Kritiker oder Selbstzweifler? Dann machen Sie bitte jetzt sofort Folgendes:
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Dienstag 25.01.2011 in Selbstmanagement |
Ich sage natürlich “Ja”. Das behaupte ich nicht nur, sondern ich weiß es. Zum einen bin ich mein bestes Beispiel: Ich habe zwar auch schon als Grundschüler immer gerne Geschichten erzählt, war damals aber ein lausiger Erzähler, wie ein Blick in alte Schulhefte bestätigt. Dann habe ich eine Ausbildung zur Rechtsanwaltsgehilfin gemacht, was das Schreiben von Korrespondenz auf Jahre versaut hat (keine Übertreibung!). Und über die Jahre habe ich ausprobiert, gelernt, bin besser geworden – und sehe, wie ich das schon mal erwähnt habe, deutliche Unterschiede. Vom Stil, Konzeptionssicherheit, der eigenen Sprache, meinen Themen … vor allen Dingen aber auch vom Output her. Übung macht schnell.
Das war mir nicht angeboren. Ich habe es gelernt.
Nun glaube ich aber auch, dass nicht jeder alles schreiben lernen kann. Businesstexte zum Beispiel funktionieren wunderbar über Handwerk: da kann man klar aufbauen (lernen), ein Gefühl dafür bekommen, was für LeserInnen interessant und gut lesbar – oder eben kontraproduktiv ist. Man kann durch seine Persönlichkeit anzapfen und einfließen lassen.
An dieser Stelle muss ich natürlich explizit auf den nächsten Online-Workshop „Artikel und Tipps“ hinweisen, der in zwei Wochen startet.
Unterhaltendes Schreiben halte ich da für weniger lernbar. Auch da glaube ich, dass man zu einem gewissen Grad gut werden kann und sich durch Handwerk verbessert, aber hier halte ich Talent für wesentlich wichtiger. Nehmen Sie die hohe Kunst des witzigen Schreibens, und zwar wirklich WITZIG SCHREIBEN, nicht Pointen raushauen. Das beherrschen wenige. Oder ein Buch, bei dem man wirklich den Impuls hat, nochmal unterm Bett nachzusehen – das passiert nicht oft.
Wie denken Sie darüber?
Dienstag 21.12.2010 in Selbstmanagement |
Das Maiglöckchen, habe ich eben gelernt, ist eine ausdauernde Pflanze mit einem bis zu 50 cm tiefen Wurzelwerk.* Genau diese zwei Eigenschaften sollten Sie als AutorIn auch haben!
Fangen wir mit dem Wurzelwerk an: Es ist sehr wichtig, dass Sie sich in Ihrem Schreiben sattelfest fühlen. Wir reden sozusagen von einem gesunden Selbstbewusstsein als AutorIn. Wer das nicht hat, macht es sich nicht nur sehr schwer, sondern sich selbst kontinuierlich nieder. Das hat noch niemandem geholfen! Sattelfestigkeit ist den einen von Haus aus gegeben und die anderen müssen sie sich erst erwerben.
Es ist gemeint:
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Sonntag 19.12.2010 in Selbstmanagement |
Wir hatten hier schon einmal darüber gesprochen, dass Sie als AutorIn nicht immer das letzte Wort haben, was mit Ihrem Text geschieht. Wenn Sie einen Artikel schreiben, wird der meistens verändert: die Redaktion hat etwas zu sagen, es wird gekürzt oder gelängt, Zwischenüberschriften eingezogen, Beispiele entfallen oder man greift einzelne Zitate heraus, die dann dick und fett in einem Kasten – und damit stellvertretend für den ganzen Artikel stehen.
Mir ist es vor vielen Jahren einmal passiert, dass nach einem Telefoninterview ein Artikel zur Freigabe geschickt wurde. Es war relativ nichtssagend, aber in Ordnung. Als ich die Zeitschrift bekam, traf mich der Schlag. Eines meiner Zitate, das ich so nebenbei am Telefon gesagt hatte (aber natürlich nicht freigegeben habe), war riesengroß als Gestaltungselement verwendet. Gitte Härter sagt: „Es ist unfassbar, was die Leute so falsch machen!“
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Donnerstag 16.12.2010 in Selbstmanagement |
Hihi, beim heutigen Wort „Duschhaube“ muss ich – wie bei der Zwergenstube – wieder etwas tricksen.
Bei den Adventskalenderwörtern, die Sie mir so aufgeben, gehe ich immer so vor:
Gibt es eine naheliegende Idee, die direkten Bezug zum Wort hat, zum Beispiel eine Eigenschaft (wie bei den Sukkulenten) oder in der Nutzung (wie bei den Schneeketten)?
Sind es speziellere Wörter, wie beim Springderby oder den Wiener Philharmonikern, finde ich immer erst Näheres heraus: Was ist die Besonderheit dabei? Worauf kommt es an?
Bei der Duschhaube geht es natürlich um die Nutzung: die Haare werden vom Spritzwasser geschützt. Meine Assoziation dazu, die natürlich arg unter dichterische Freiheit fällt, ist folgende:
Es ist wichtig, beim Herumprobieren (Karamellpudding, Sukkulente, Schickimicki) oder wenn Sie sich durch andere Autoren inspirieren lassen, Ihren eigenen Stil zu bewahren.
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