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Selbstmanagement

Ihre Schreibpläne … nicht nur fürs neue Jahr

Im letzten Jahr habe ich Sie nach Ihren guten Schreibvorsätzen gefragt. Einige von Ihnen haben ihre Vorsätze sogar im Blog mit allen geteilt. Wie wars? Haben Sie umgesetzt, was Sie dieses Jahr angehen wollten?

Meinen wichtigsten Schreibvorsatz habe ich ja im März getroffen: keine üblichen Ratgeber mehr schreiben. Nach zwei Dutzend “normalen” Ratgebern in unterschiedlichen Formaten und zu vielfältigen Themen ist das Bücherschreiben für mich zur Routine geworden – was durchaus positiv ist! Aber ich möchte gerne weiter wachsen, was das Schreiben angeht. Und das geht am besten, wenn man andere Formate, Stile, außergewöhnliche Themen ausprobiert und sich so immer wieder fordert + die Schreibpalette erweitert.

Meine Schreibziele neben Ratgebern in außergewöhnlichen Formaten oder Themen, die aus dem Rahmen fallen, sind:

o eine Kolumne
o ein Drehbuch
o ein Kinderbuch
o ein Roman
o und einen Kalender würde ich gerne mal machen

Aber natürlich nicht alles nächstes Jahr. :-)

Haben Sie auch Schreibziele … für 2012 oder überhaupt?

Die 10 Schreib-Gebote

Endlich schreibt sie mal wer auf! ;-)

1. Gebot: Sei größenwahnsinnig!
Mit Selbstzweifeln und Zurückhaltung kommt man nicht weit. Du willst veröffentlichen? Klar kannst du das! Wenn (noch) nicht, lernstes eben.

2. Gebot: Mach dich locker!
Mit verkrampfter Verbissenheit wird das nichts und mit der Brechstange ist noch nie ein guter Text entstanden.

3. Gebot: Hab Spaß!
Verliere nie aus den Augen, warum du schreiben willst: Du hast etwas mitzuteilen, möchtest anderen Menschen Informationen oder Tipps schenken. Das ist was Schönes!

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Chronische Unlust

Newsletter-Tag! Theoretisch bin ich hochmotiviert:

  • Vorgestern habe ich einen Super-Artikel begonnen zum Thema “richtig brainstormen”, weil mir im Coaching und in Workshops immer wieder auffällt, dass viele Leute dieses tolle Werkzeug falsch anwenden. Leider bin ich nur halb fertig.
  • Gestern habe ich einen tollen Text für Sie zum Thema “Textschablonen nutzen” geschrieben – zur Hälfte.
  • Heute habe ich einen noch wundervolleren Text zum Thema “Besonders die kleinen Texte auf Aussagekraft überprüfen, allem voran der Firmenname” verfasst – zur Hälfte.

Bei allen drei Texten fehlen nur noch ein paar Beispiele, damit Sie auch wirklich praktisch etwas von den Tipps haben. Doch auf Beispiele habe ich heute einfach keine Lust. So sitze ich also über meinen drei halbfertigen Texten, schiele in Richtung Uhr … und nutze die absolute Freiheit, die wir beim Schreiben so haben. Ich schreibe über etwas anderes. Meine Unlust.

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Sich von anderen Texten inspirieren lassen

Gerade bei der Selbstdarstellung lassen sich viele von anderen inspirieren:

„Ich muss meine Website erstellen, mal sehen wie andere das machen!“

Doch das hat seine Tücken. Ganz abgesehen davon, dass so mancher das Wort „inspirieren“ falsch versteht.

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“Worüber soll ich schreiben?” – Entscheidungsschwäche hat oft andere Gründe

Oft fängt man nicht an, weil man zu viele Möglichkeiten hat.

Ich könnte ja darüber schreiben oder darüber oder auch darüber …
Das Thema steht fest, aber ich könnte es so angehen oder so oder auch so …

Eigentlich ist das ja paradox! Denn Ideenreichtum ist ja gerade eine Stärke beim Schreiben. Jetzt kommt Ihr Selbstmanagement ins Spiel: denn wenn Sie sich nicht endlich für eine Idee entscheiden, passiert überhaupt nichts.

Wie Sie sich entscheiden können, habe ich hier bei der Gehirnverstopfung schon geschrieben. Manchmal geht es aber um etwas anderes: Das Nicht-anfangen-wollen oder sich davor scheuen, einen Text fertigzustellen. In dem Moment, wo Sie loslegen, wird es nämlich ernst.

Das kennen ganz besonders diejenigen unter Ihnen, die schon immer mal einen Artikel veröffentlichen wollten oder ein Buch schreiben möchten. Das als Traum vor sich herzutragen, ist das eine. Es zu tun und sich damit auch möglichen Schwierigkeiten oder Absagen auszusetzen, ist das andere.

Hier einige Tipps, wie Sie mit der Panik vor dem Veröffentlichen umgehen können.

Video: Where good ideas come from

DVD-Kommentare anhören

Wer Romane oder Drehbücher schreibt – oder schreiben möchte – und gut Englisch versteht, dem kann ich nur empfehlen, die Kommentare bei den amerikanischen Serien einzuschalten. Besonders interessant ist das natürlich, wenn man eine Serie intensiver kennt: denn dann sind einem alle Charaktere, die Entwicklung, Vorfälle und Spannungsbögen bestens bekannt.

Kommentare sind leider manchmal recht uninteressantes Geplapper. Zum Glück, das ist mir erst kürzlich bei einigen Serien aufgefallen, dürfen immer öfter die Drehbuchschreiber etwas sagen. Besonders stark vertreten sind sie beispielsweise bei The Shield, Seinfeld, Desperate Housewives … man bekommt sehr gute Einblicke in das Entstehen von Geschichten und den Aufbau von Episoden, wenn man hört, was die Autoren dazu sagen!

Das kannst du nicht! Das schaffst du nicht! Lass! Das! Sein!

Wenn Sie mein Jahrgang sind und früher immer Rappelkiste angeschaut haben, kennen Sie die Überschrift noch: Ein kleines Mädchen hat wunderbar auf einem Zaun balanciert. Dann kam ein weiteres Kind dazu und hat ständig skandiert: „Das kannst du nicht! Das schaffst du nicht! Lass! Das! Sein!“ … ab da ist das Mädchen andauernd vom Zaun gefallen und konnte ihr Gleichgewicht überhaupt nicht mehr halten.

Meldet sich beim Schreiben so ein innerer Miesmacher, Kritiker oder Selbstzweifler? Dann machen Sie bitte jetzt sofort Folgendes:
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Gewusst wie: Karamellpudding

Als ich noch meinen Fernseher hatte, habe ich einmal ein Segment in irgendeinem dieser Magazine gesehen, wo zwei Köche bei irgendwelchen Leuten geklingelt haben, um dort zu kochen. Der Clou: sie haben aus dem, was sich aktuell an Lebensmitteln vorfand, ein mehrgängiges Mittagsmenü gezaubert.

Im Durchschnittshaushalt mag das nicht schwierig sein, weil viele Leute immer jede Menge zu Hause haben, aber wenn man bei mir klingelt, kann es schon mal vorkommen, dass sich gerade mal Milch im Kühlschrank findet.

Wenn ich als Nichtkoch in so eine Küche käme, würde ich zum Beispiel sehen: Milch und Zucker. Super. Da kann man Zuckermilch machen. :-P

Wenn aber jemand weiß, was er tut, sieht er: Oooooh, Milch und Zucker gibt es auch, da kann ich ja einen leckeren Karamellpudding draus machen!
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Kontoauszug: Schreibguthaben

Ihr Kontoauszug zeigt Ihnen genau, wo Sie momentan stehen.

Darum ist es eine gute Idee, sich hin und wieder auch über das Soll und Haben beim Schreiben klar zu werden. Wenn wir das Prinzip ein wenig abwandeln, ergibt sich eine wunderbare Gegenüberstellung zwischen Ihrem Guthaben und dem, was noch zu tun ist.

So könnte Ihr Kontoauszug aussehen:

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