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Artikel + Tipps schreiben

A bissl was geht immer! – Mehr Lesernutzen

Gehen Sie immer davon aus, dass Ihr Text noch nützlicher werden kann. Ganz egal, ob es ein Werbetext, ein informativer Artikel oder ein Tipp-Text ist – und unabhängig von der Textmenge: Je kürzer, desto dichter

Oft steckt der Nutzen in den Details: Eine der wichtigsten Gewohnheiten, die Sie für das Schreiben – und fürs Leben – brauchen können

Schauen Sie sich den folgenden Absatz an:

Niemand ist frei von Vorurteilen und Klischeedenken – und so gibt jeder von uns immer mal welche von sich. Doch das kann Ihnen schaden! Es kann sein, dass andere die Nase rümpfen und Abstand halten. Und es kann passieren, dass Sie oberflächlich oder unselbstständig rüberkommen, obwohl Sie das gar nicht sind.

Dabei spielt es keine Rolle, ob es nur als Scherz gemeint war oder nicht.

Klingt ganz gut, oder? Und doch ist es nicht so richtig greifbar. Wenn Sie viel schreiben, dann wissen Sie zudem, dass Leser Dinge oft anders interpretieren. Es ist für uns Autoren also immer besser, wenn wir das, was wir rüberbringen möchten, möglichst eindeutig beschreiben. Also geben wir diesem Absatz doch noch einige Details:

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Berührt bleibt hängen

Mit 8 oder 9 habe ich im Junior eine Geschichte gelesen, in der ein Krokodil aus der Kanalisation in der Kloschüssel auftauchte .. während ein Kind drauf saß! Seitdem, also seit über drei Jahrzehnten, fällt mir das immer wieder mal ein, wenn ich aufs Klo gehe. :mrgreen:

Nein, keine Sorge, ich glaube nicht, dass es wirklich passiert und ich hatte auch als Kind keine Angst, aber das Gelesene hat mich offensichtlich nachhaltig beeindruckt. Wenn das der Autor der Geschichte wüsste, was?!

Texte, die uns emotional packen, fesseln uns nicht nur beim Lesen, sie bleiben auch deutlich besser hängen.

Wie können Sie dafür sorgen, dass Sie Ihren LeserInnen nicht nur Inhalte vermitteln, sondern sie emotional berühren?

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Live-Ticker: Ein Newsletter-Text muss her!

Die Situation: Ich stecke bis über beide Ohren im Buchworkshop und habe noch keinen Newslettertext. Gestern habe ich zwar ein Thema ausgesucht und den Text durchstrukturiert, aber jetzt eben habe ich auf dieses Thema keine Lust.

Keine Lust = es wird nicht schnell gehen.

Es soll aber schnell gehen, weil ich das Mittagspäuschen nutzen möchte, den Newsletter fertigzumachen. Das ist ein guter Tapetenwechsel fürs Gehirn, bevor ich mich wieder in die Konzepte stürze. Gerade die Vielschreiber unter Ihnen wissen, was ich meine: immer nur Akkord geht aufs Gehirn und auf die Schreibe, darum lieber mal unterbrechen oder andere Texte dazwischenschieben.

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Fordern Sie sich! Sie wissen mehr, als Sie glauben.

Haben Sie auch das Gefühl, dass in Zeitschriften immer dasselbe steht? Und leider auch in vielen Büchern, Seminarunterlagen oder Blogs?

Es gibt zwei Gründe dafür:
1. Oberflächlichkeit
2. Neutralität

Auf beides komme ich immer wieder zu sprechen. Denn gute Texte sind nicht oberflächlich und nicht neutral.

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So filtern Sie sich unbemerkt Leser weg – und wie Sie das vermeiden können.

Wenn Sie einen Artikel schreiben, dann überlegen Sie sich ein gutes Thema, Sie packen idealerweise richtig viel Nutzen für Ihre Leser rein – und vielleicht grübeln Sie länger über einer besonders neugierigmachenden Überschrift. Damit haben Sie prinzipiell die Aufmerksamkeit Ihrer Zielgruppe, doch jetzt geht es um die Wurst: Bleiben Ihre Leser dran? Lesen sie Ihren Text bis zum Ende durch?

Eine Hürde, die viele Autoren nicht genug im Blick haben, ist das unbeabsichtigte Wegfiltern möglicher Leser. Ich zeige Ihnen anhand fünf Filter-Fallen, wie es zu so einem Wegfiltern kommen kann:

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Fundstück: Übungen glasklar beschreiben

Vor einem Jahr gab es einen Newsletter zum Thema Übungen und Anweisungen glasklar beschreiben. Lesen Sie den Artikel doch bitte nochmal kurz, bevor Sie hier weiterlesen.

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Fertig?

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Machen Sie Ihren Text durch konkrete Beispiele greifbarer

Ob man Texte als nutzbringend erlebt, aus einem Blog, Buch oder Selbstlernkurs wirklich etwas herausholen kann, wird maßgeblich dadurch bestimmt, wie konkret Sie werden.

Das ist gleichzeitig oft eine Herausforderung. Denn als AutorIn kennen Sie Ihr Thema sehr gut und oft bemerkt man schlichtweg nicht, dass man wichtige Informationen noch nicht – oder noch nicht ausreichend – zu Papier gebracht hat. Ein wesentlicher Faktor dafür, wie gut Ihre Leser wirklich erfassen, was Sie meinen und was sie tun sollen, sind Beispiele.

Hier einige Textauszüge, bei denen Sie gleich sehen, wie viel greifbarer ein Punkt beziehungsweise eine Übung durch konkrete Beispiele wird:

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Übungen bringen Ihren Lesern echten Mehrwert

Ein ganz wesentliches Merkmal guter Tipp-Texte ist es, dass Sie Ihre Leser ins Tun bekommen. Das geht hervorragend über konkrete Übungen. Wie wichtig (und wie schwierig) es ist, Übungen glasklar zu beschreiben, können Sie hier nachlesen.

Wesentlich dafür, dass Ihre Leser auch ausprobieren, was Sie vorschlagen, ist es, genau zu erklären, wofür die Übung jeweils gut sein soll. Häufig liest man Artikel, bei denen eine Übung relativ willkürlich angetackert erscheint. Manchmal ist es auch gut, Übungen einzubauen, die vorteilhaft für eine bestimmte Fähigkeit ist, die aber nicht direkt damit zu tun hat.

Schauen Sie sich dazu mal meinen Artikel “Trockenübungen” für Ihre Telefon-Akquise an. Dort habe ich fünf einfache Übungen zusammengestellt, die Grundfähigkeiten für das Telefonieren trainieren:

Übung 1: Lob-Anruf
Übung 2: Fragen stellen
Übung 3: Um einen Gefallen bitten
Übung 4: Eine Kleinigkeit reklamieren
Übung 5: Anruf statt E-Mail

Das sieht dann zum Beispiel so aus:

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Geben Sie Ihren Lesern gute Nachrichten!

Gerade, wenn Sie bloggen oder einen Newsletter herausgeben, ist es eine schöne Sache, wenn Sie Ihren Lesern immer mal gute Nachrichten geben.

Ich meine damit, über die oft verbreitete sachliche Ebene “Thema – Tipp”, “Problem – Lösung” hinauszugehen. Das ist besonders wichtig, wenn Sie in Ihrem Text schwierige Themen ansprechen oder eine Zielgruppe ansprechen, die es gerade schwer hat.

“Gute Nachrichten” heißt übrigens nicht, etwas zu beschönigen! Sondern es geht beispielsweise um:

  • das Ausmalen von positiven Entwicklungen
  • Bestätigung, was Ihre Leser schon können/haben/erreicht haben
  • Perspektiven, “das Licht am Ende des Tunnels” oder gar Lösungen aufzeigen
  • Ihre Leser inspirieren und idealerweise ins Tun bringen
  • Verständnis zu haben, den Rücken zu stärken
  • sie zum Lachen bringen

Viele Texte wirken deshalb so leblos, weil an Leser hingeredet wird, anstatt mit ihnen zu sprechen. In Workshops sag ich immer: Plaudert mit Euren Lesern!

Reichern Sie Texte mit Skizzen an

Viel nützlicher als irgendwelche nichtssagenden Symbolbilder sind für Ihre Leser zum Text passende Skizzen. Sie können damit

:arrow: längere Texte auflockern
:arrow: Inhalte auf einen Blick sichtbar machen – und damit auch Neugier auf den Text wecken
:arrow: auch komplexe Sachverhalte ohne große Erklärungen auf den Punkt bringen
:arrow: eine gute Erinnerung schaffen, zum Beispiel wenn die Skizze pinnwandgeeignet ist
:arrow: … und meistens wirken solche Skizzen auch besonders schlau ;-)

Sie müssen für Skizzen weder großartig zeichnen können, noch sich grafisch verkünsteln. Ganz simple Skizzen reichen bereits aus. Hier ein Beispiel, das aus der Not entstanden ist:

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