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Artikel + Tipps schreiben

Falsche Versprechungen

Wenn wir selbst von einer Sache überzeugt sind, neigen wir dazu, falsche Versprechungen zu machen. Das ist gemein, denn es enttäuscht, entmutig – oder verärgert – die Leser möglicherweise. Besonders schnell tappt man in diese Falle, wenn es um etwas geht, das einem sehr, sehr wichtig ist oder besonders gut tut.

Sagen wir, Sie kochen mit Herz und Seele. Und Sie wissen: Kochen bedeutet nicht nur, Zutaten in einen Topf zu werfen, sondern es geht auch darum, liebevoll zu kochen und mit dem Herzen dabei zu sein. Nun schreiben Sie aus dieser Perspektive heraus einen Text und empfehlen Ihren Lesern abschließend:

Lassen Sie einfach alle Liebe, die Sie für Ihre Familie spüren, in das Gericht einfließen – und das Essen wird wunderbar schmecken.

Ich kann Ihnen versprechen, dass es das nicht automatisch wird. :mrgreen:
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Artikel-Formen: Artikel-Serie

Eine ganz schöne Sache, die Sie auf der eigenen Website wunderbar umsetzen können, ist eine Artikel-Serie zu einem bestimmten Thema.

Ich habe soetwas beispielsweise vor einiger Zeit mit unserem unternehmenskick.de-Newsletter gekoppelt. Im Newsletter stand zunächst dieser Artikel:

Vier wichtige Fragen

Unseren Lesern stellte ich vier Fragen und versprach, dass sie in den kommenden Artikeln erfahren, was genau ihnen diese Antworten verraten. Sozusagen ein Selbstcoaching-Programm.

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Ein vielseitiges Schreibwerkzeug

Im August habe ich ja ein neues Buch geschrieben. Es ist ein “222 Tipp”-Buch (das Thema ist noch geheim). Einen Text in ganz konkreten Tipps zu schreiben und keine große Einleitung und Drumherumerklärung zu geben, ist eine völlig andere Art des Schreibens.

Im März habe ich im Blog bereits über die Artikelformen “XX Tipps” und “Liste” geschrieben. Wenn Sie die Beiträge damals nicht gesehen haben, dann lesen Sie bitte jetzt dort noch einmal kurz nach.

Beides sind sehr populäre Formate, die nicht nur für Leser sehr kurzweilig und gehaltvoll sind, sondern auch für Sie als AutorIn diverse Vorteile haben:

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Artikel-Formen: Meinung

Beim Meinungsartikel stellen Sie eine eigene Ansicht in den Mittelpunkt. Zum Beispiel „Was eine gute Führungskraft wirklich ausmacht“, „Meine simple Lösung gegen Burnout“.

Besonders gut funktionieren Meinungsartikel …

… wenn sie sich gegen die landläufige Meinung aussprechen:
„Der Kunde soll überhaupt nicht König sein!“

… wenn Sie mit Ihrer Meinung provozieren:
„Wenn Sie Ihre Anliegen nicht durchhalten, liegt es ganz alleine an Ihnen!“

… oder wenn Sie überraschen, indem Sie sich scheinbar selbst widersprechen:
Ein Selbstmanagementtrainer könnte einen Artikel schreiben: „Warum Selbstmanagementtipps überhaupt nichts bringen“

Wichtig ist, dass auch ein Meinungsartikel Ihren Lesern Nutzen bringt. Nur zu erfahren, wie jemand über etwas denkt, ist nicht sonderlich interessant. Spannend sind Begründungen, Zusammenhänge und natürlich immer praktische Tipps. Behalten Sie also auch bei einem Meinungsartikel immer Ihre Leser im Mittelpunkt.

Wann ist zu kurz zu kurz und zu lang zu lang?

Darauf hätten Sie jetzt gerne eine Antwort, gell? Tatsache ist: Das lässt sich so nicht fix bestimmen. In erster Linie kommt es auf Aussagekraft und „Nutzendichte“ an – und das natürlich aus Sicht Ihrer Leser.

Bei Unternehmenstexten fällt es mir ganz oft auf, dass es an Aussagekraft mangelt, sowohl was die Selbstdarstellung angeht als auch, was die Leistungsbeschreibungen betrifft.

In den meisten Fällen ist der Grund dafür übrigens, dass die Anbieter sich selbst nicht klar genug darüber sind, wie ihr Angebot genau aussieht, welche Zielgruppe sie erreichen wollen, in welcher Situation die Zielgruppe steckt und und und – Wenn Sie für Auftraggeber texten, kennen Sie das: Dann heißt es erstmal alle wesentlichen Informationen aus Ihrem Kunden herauszukitzeln, bevor Sie etwas formulieren können.

Aber zurück zum Umfang: Wenn Ihre Texte echten Nutzen bieten, dann können sie aus Sicht eines Lesers (beziehungsweise potenziellen Kunden) nicht lange genug sein. Überlegen Sie selbst: bevor Sie jemanden beauftragen, möchten Sie gerne möglichst viele Fragen beantwortet haben. Dabei interessiert Sie – natürlich! – am meisten, was Sie selbst davon haben, wie etwas abläuft, wer hinter dem Angebot steckt, was Sie bezahlen müssten.
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Gar nicht so leicht: Übungen und Anweisungen glasklar beschreiben

Kürzlich hatte ich schon mal über Übungen geschrieben. Übungen sind ja die Gelegenheit, Ihren Leser einen unmittelbaren Nutzen zu verschaffen und sie sofort ins Tun zu bringen.

Und auch sonst gibt es oft Anleitungen:

  • eine Gebrauchsanleitung
  • Aufbauanleitungen
  • die Lösung für ein Problem (z. B. ein Software-Tipp)
  • eine Anweisung (z. B. bei Ärzten: Das Verhalten nach einer Operation).

Diese Beschreibungen haben es wirklich in sich!

Aus Autorensicht: Als Fachkraft auf einem Gebiet, sind einem viele Informationen und Zusammenhänge selbstverständlich: man vergisst wichtige Details oder findet sie zu banal, um sie zu erwähnen (“Das ist ja eh klar!”).

Aus Lesersicht: Hat man bereits Ahnung von der Thematik, kann das als Leser helfen, aber auch schaden, denn vielleicht gibt es eine ähnliche Vorgehensweise, die das falsche Bild hervorruft.

Je unsicherer man ist, desto mehr Fragen kommen aus Lesersicht auf.

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Entstehung eines Artikels (2)

Am Freitag habe ich Ihnen gezeigt, wie ich vorgehe, wenn ich eine Idee für einen Artikel habe. Hier ist nun der fertige Artikel: Was Seilspringen mit der Selbstständigkeit zu tun hat

Sie sehen, dass ich fast bei meinen ursprünglichen Zwischenüberschriften geblieben bin. Da der Artikel schon etwas lang war, habe ich mich etwas eingeschränkt.

Besonders wichtig ist aber, dass Sie sehen, dass ich zwar meine Analogie des Seilspringens durch den Artikel ziehe – jedoch dann immer selbst dazu sage, was das für den Leser jetzt bedeutet.

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Vorsicht! Aufmerksamkeitskidnapper!

Sie wissen ja: Jeder von uns labert. (Das kann ich übrigens nicht oft genug betonen, denn alleine der Laber-Detektor verbessert Ihre Texte sofort!).

Schwieriger zu erkennen sind die kleinen Aufmerksamkeitskidnapper, die eigentlich kein “Gelaber” sind, gleichzeitig aber doch: denn sie sind für den Punkt, den Sie machen möchten, nicht nötig.

Ein Aufmerksamkeitskidnapper ist eine Stelle in Ihrem Text, bei der Ihre Leser sagen: “Hä?” – … und zwar nicht auf gute Weise. Sprich: Der Lesefluss ist unterbrochen, weil man als Leser etwas nicht versteht, verwirrt wird oder auf eine andere Gedankenbahn geschubst wird.

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Damit gehen Ihnen nie die Themen aus!

Vorhin bin ich in der aktuellen Schreibwerkstatt nach weiteren Tipps gefragt worden, wie man an Themen-Ideen kommt. Eine gute Anregung für einen Blogbeitrag (danke, Christine).

Sie wissen ja: Das Wichtigste ist es, ein Plankton-Thema zu wählen. Denn auf diese Weise zersplittert jedes Ihrer großen Fachthemen in unzählige Unterthemen: die Ideen gehen nie aus, sondern führen sogar zu immer weiteren Themen.

Hier ganz viele Starterkabel für Ihre Ideen:

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Artikel-Formen: Interview

Sehr lebendig ist ein Artikel im Interview-Stil: einerseits können Sie ein „richtiges“ Interview führen oder aber Sie können das „Prinzip Interview“ nutzen und

- sich selbst interviewen,
- einen Artikel in Frage-Antwort-Stil schreiben, ähnlich der „häufen Fragen“ (FAQ) auf Websites.

Interviews sind also sehr vielseitig einsetzbar.

Beachten Sie unbedingt auch, welche Fragen Sie stellen – und wie Sie das tun. Denn ein Interview ist nur dann gut und interessant, wenn die Fragen gut und spannend sind.
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