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Überarbeiten

Der Unterschied zwischen schlechten und guten Texten ist …

Der Lesernutzen.

Es ist schnurzpiepegal, ob Ihre Schreibe nicht so geschliffen ist: Die Substanz eines Textes, der Mehrwert den Ihre Zielgruppe nach dem Lesen hat, entscheidet (siehe auch: Where’s the beef?).

Und was ist der Unterschied zwischen ganz guten und sehr guten Texten?

Der Lesernutzen.

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Text-Diagnose

In meinen Schreibworkshops gebe ich sehr ausführlich Feedback zu den Texten. Ganz oft sagen meine Teilnehmerinnen dann: „Du hast genau die Punkte rausgegriffen, über die ich selbst schon gestolpert bin!“ oder „Ich hatte schon ein komisches Gefühl mit dem Text, aber ich wusste nicht, warum.“

Dann sage ich immer:

Hört auf diese inneren Stimmchen! Es gibt immer einen Grund dafür, dass Ihr mit einem Text unzufrieden seid, weil er irgendwie nicht flutscht oder Ihr an einer Stelle einfach stolpert.

Es ist dabei erst mal gar nicht wichtig, ob Sie sofort den Finger drauflegen können, warum ein Text noch nicht funktioniert. In erster Linie geht es mal darum, dass Sie dieses Gefühl immer ernstnehmen und nicht einfach wegwischen (oder aus Bequemlichkeit ignorieren).

Wenn es Ihnen ernst damit ist, noch besser – und schneller – zu schreiben, ist ein wichtiges Ziel dafür, Ihre Autorenfähigkeiten entwickeln. Dazu gehört vor allem, dass Sie Ihre Texte richtig einschätzen können. Schärfen Sie also Ihre Textantenne!

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Schreibmüsli

Das Müsli-Prinzip eignet sich hervorragend zum Verbessern eines Textes, wie ich eben merke.

Dieser Text ist auch ein Beispiel dafür, wie man auf Texte kommt. Ursprung war das Wort “Schreibmüsli”, das mir in den Sinn gekommen ist (vermutlich beim Müsli essen). Der Klang des Wortes hat mich so amüsiert, dass ich wusste: Das soll eine Überschrift werden!

Die Frage war nur: Was mach ich Schlüssiges daraus? Das gleiche Prinzip übrigens wie beim Adventskalender, bei dem mir BlogleserInnen ein Schlagwort vorgegeben haben, aus dem ich einen Schreibtipp machen musste.

Aus einem merkwürdigen Wort ist ein schöner Text geworden. Ohne es vorher zu wissen, habe ich eine Überarbeitsmethode entwickelt, mit dem Sie jeden Text verbessern können: Überarbeiten nach dem Müsli-Prinzip sozusagen.

Achtung: Dieser Text enthält einen längeren Artikel als Beispiel, der in jeder Müsli-Phase verändert wird. Darum ist der Beitrag auch wieder extra-lang. Sie können aber gerne auch den Beispieltext überspringen. Er ist jeweils eingerückt. Dann haben Sie zwar nicht so viel von diesem Tipp, können aber schneller querlesen.

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Unkraut rupfen – Checkliste für bessere Texte

Texte sind selten im ersten Wurf sofort perfekt. Darum ist das Überarbeiten so wichtig. Bei dem Wort muss man allerdings schon stöhnen, denn das klingt schon so mühselig …

Also beschränken wir uns doch einfach mal aufs Unkrautrupfen.

Die folgenden 7 “Unkraut”-Punkte sind meistens unnötig:

  • Sie lesen sich holprig.
  • Sie erschweren das Verstehen.
  • Sie verwässern die Inhalte.

Mit dieser Checkliste können Sie Ihre Texte schnell überprüfen und auf jeden Fall schon mal von Unkraut befreien:

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Knäuelsätze

“Keep it simple” ist bei Formulierungen immer eine gute Idee. Denn wenn Sätze zu kompliziert sind, verlieren Sie die Aufmerksamkeit der Leser. Das Gehirn ist plötzlich damit beschäftigt zu überlegen “Was heißt das? Wo führt dieser Satz hin?”.

Ziel muss immer das flüssige Lesen sein, denn das sorgt dafür, dass die Inhalte auf direktem Weg ins Gehirn kommen.

Wenn Sie verschlungene Sätze bilden, schauen Sie einfach immer, wie Sie den Faden entwirren können.

zum Beispiel:

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Hat Ihr Text einen Und-Befall?

Im November habe ich schon mal über 10 verbreitete Schreibmacken geschrieben:

Genau wie jeder von uns einen bestimmten aktiven Wortschatz und Sprachmuster hat, gilt das natürlich auch für unsere Schreibe. Das ist gut, weil es idealerweise unseren eigenen Stil ausdrückt. Aber es führt natürlich auch zu unerwünschten Mustern.

Wenn man seine Macken kennt, kann man sie vermeiden oder einfach richtig dosieren. Sehr häufig verbreitet ist auch der Und-Befall, für den ich ebenfalls anfällig bin.

Eine Und-Epidemie schleicht sich relativ schnell ein:
- durch Aufzählungen
- wenn man zu langen Sätzen neigt

Gerne wird das Und aber auch an den Satzanfang gestellt. Und das kann dann zum Ketchup-aus-der-Flasche-Effekt führen: viel zu viele Unds ergießen sich über Ihren Text.

Meine Empfehlung, immer erst einen ersten Entwurf runterzuschreiben, kennen Sie ja. Beim Überarbeiten können Sie dann gezielt Ihre Unds aufspüren. Meistens reicht es, das Und einfach wegzulassen (besonders am Satzanfang)!

Rennen Sie keine offenen Türen ein

Endlich! Dieses Buch habe ich erwartet! Es geht um Gelenkmobilisation. Begeistert klappe ich das Buch auf. Einführung. Warum das Programm so toll und wichtig ist. Okay.

Erstes Kapitel. Warum das Programm so toll und wichtig ist. Zweites Kapitel. Warum das Programm so toll und wichtig ist. Drittes Kapitel. Warum das Programm so toll und wichtig ist. Viertes Kapitel. Warum das Programm so toll und wichtig ist. Fünftes Kapitel. Warum das Programm so toll und wichtig ist. Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaargh!

Die Informationen der ersten 90 Seiten des Buches hätte man locker auf zwanzig Seiten zusammenstauchen können: dann wäre es dicht, spannend, straff zum Punkt gekommen. So hat es der Autor geschafft, dass ich ziemlich genervt und abgetörnt bin und mit jedem Kapitel heftiger mit den Augen rolle. Die ursprüngliche Begeisterung ist verdampft.

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“Das überzeugt mich noch nicht!”

Ich sitze gerade über dem Webtext-Entwurf eines Kunden und schreibe wieder einmal “Das überzeugt mich noch nicht!”. Dabei fällt mir auf, wie hilfreich dieser kleine Satz fürs Texten ist.

  • Es geht nicht um das Bewerten in “gut” oder “schlecht”, sondern es geht darum, mehr herauszuholen.
  • Sie sind noch nicht in der Pflicht, eine bessere Idee zu haben. Oft merkt man, dass was noch nicht der Bringer ist, aber man kann nicht immer sagen, warum oder wie es besser wäre.
  • Schließlich weist Ihnen dieser Satz den Weg, wie es besser wäre: Denn natürlich lautet jetzt die Frage “Warum/inwiefern überzeugt es mich noch nicht?” Die Antwort darauf zeigt auf, was noch nicht stimmig ist und wo Fleisch an den Inhaltsknochen fehlt.

Wo ist die Logik?

In den letzten Wochen ist mir verstärkt das Thema „Logik“ über den Weg gelaufen, das ich heute mal im weiteren Sinne aufgreifen möchte. Schauen wir uns zuerst kurz an, was genau ich mit Logik meine:

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7 x Kohlensäure für schale Texte

Sie haben sich so viel Mühe mit Ihrem Text gegeben, aber irgendwie liest er sich nicht richtig. Ein wenig flach alles, langweilig.

Dann ist es Zeit, den Text etwas aufzublubbern.

Sie haben zahlreiche Möglichkeiten, Ihren Text lebendiger zu machen. Sieben habe ich Ihnen zusammengestellt:

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