Alle Artikel: "Interessantes & Zeug"


Lohnen sich Textkooperationen?

Der Deal „Content gegen link“ war früher mal sehr attraktiv.

Wir haben uns Ende 1999 selbstständig gemacht und damals war gerade der Internethype groß, was uns sehr zu Gute kam. Unzählige Seiten brauchten dringend Inhalte, es gab zum Teil riesige Online-Redaktionen. Texte wurden sogar mitunter für gutes Geld bezahlt. Als dann das große Sterben von Websites losging und Online-Redaktionen reihenweise aufgelöst wurden, blieb das Bedürfnis nach Inhalten. Da diese in der Regel “für lau” angestrebt werden, hat man am vermeintlich attraktiven Angebot “Text gegen link” festgehalten.

Es werden so genannte Textkooperationen angeboten, bei denen die Autoren Texte liefern und als Gegenleistung einen link auf ihre Seite, manchmal ein kleines Profil bekommen. Doch meiner persönlichen Erfahrung nach hinken diese Deals in der Regel sehr: es profitiert die Website, die den Text erhält, selbst hat man leider oft so gut wie nichts davon.

Natürlich kann das für Sie dennoch interessant sein, wenn Sie beispielsweise eine sehr wenig besuchte, so gut wie unbekannte eigene Seite haben. Ist die andere Website sehr bekannt, können Sie durchaus einen guten Marketingeffekt erzielen.

Wenn Ihnen eine Textkooperation angeboten wird, empfehle ich Ihnen:

  • Schauen Sie sich die Website immer genau an. Häufig fragen sehr, sehr kleine (besucherschwache) Seiten an, die sich natürlich total groß bei Ihnen präsentieren, die Ihnen aber nicht viel bringen. Auch gibt es zahlreiche Seiten, die lediglich dafür aufgebaut werden, über Werbung und Partnerprogramme zu verdienen und die ohne selbst irgendetwas aufbauen zu wollen, Inhalte von anderen einstellen möchten.
    Achten Sie auch auf Professionalität und weitere Inhalte. Denn auch diese “fremde” Website reflektiert auf Sie und Ihr Unternehmen. Sind Sie umringt von lauter schlechten Inhalten oder halbseiden wirkenden Anbietern, machen Sie mehr kaputt als Sie bekommen.

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interaktiv: Was haben Sie in letzter Zeit gelesen?

Ich finde es interessant, was Menschen so lesen. Da ich selbst Kettenleser bin, muss ich auch oft schmunzeln, welche komische Mischung an Buchthemen oft so zusammenkommt.

Und mit dieser Neugier stehe ich wohl nicht alleine da. Wie wäre es sonst zu erklären, dass in der U-Bahn Menschen offensichtlich die Hälse drehen, nur um den Titel eines Buches zu erhaschen? Lesestoff ist offenbar für viele interessant.

Haben Sie Lust zu erzählen, was Sie in den letzten vier Wochen oder Monaten so gelesen haben (Vielleser bekommen ja auch in einem kurzen Zeitraum viel unter)? Positiver Nebeneffekt von so einer Frage ist ja auch, dass man den einen oder anderen Buchtipp bekommt.

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Tolle Sache: FlipNotes – durchdachtes Notizbuch

Sie wissen ja: Immer Papier und Bleistift dabei haben, um gute Ideen sofort festzuhalten. Besonders, wenn Sie viel schreiben, ist das wichtig. Denn unterwegs begegnet einem viel, man hat die ultimative Idee für einen neuen Text oder Sie möchten Wartezeit rumbringen, indem Sie einen Artikel durchkonzipieren.

Vor kurzem sind mir im Hugendubel außergewöhnlich schöne Aufsteller aufgefallen. Neugierig habe ich nachgeschaut: FlipNotes sind superschön designte Notizblöcke in einer stabilen Metallhülle. Diese werden durch einen eingeschobenen kleinen Kugelschreiber verschlossen: sieht man auf den Bildern sehr schön.
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Fundstück: Kreatives Schreiben

Auf zeitzuleben.de gibt es einen umfangreichen Artikel rund um Kreatives Schreiben – mit 145 Schreibideen und Tipps gegen Schreibblockaden.

:arrow: Kreatives Schreiben … was brauche ich dafür?

Buchtipp: Gewissensfragen

Momentan lese ich „Gewissensfragen. Streitfälle der Alltagsmoral.“ Vielleicht kennen Sie die gleichnamige Kolumne von Rainer Erlinger aus dem SZ Magazin. Leser schicken Fragen ein, zum Beispiel, ob man die Toilettenartikel im Hotel einfach mitnehmen darf, weil man sie mitbezahlt, ob man Müll, der einem in den Radlkorb geworfen wurde, „weiter“ auf die Straße werfen darf oder ob es bedenklich ist, einen sehr alten, geerbten Pelz zu tragen, obwohl man gegen Pelze ist.

Ich empfehle Ihnen das Buch hier aber aus Schreib-Gesichtspunkten: Herr Erlinger hat nämlich für die Antworten nur sehr, sehr wenig Platz zur Verfügung. Und den nutzt er nicht nur inhaltlich sehr dicht, sondern schafft es auch, seine Kolumnen immer sehr unterschiedlich und unterhaltsam zu formulieren. Das erkennt man in dieser gesammelten Variante umso besser.

Echte Dialoge: Seinfeld

Zur Zeit schaue ich mir die ersten zwei Staffeln von Seinfeld an, einer enorm populären amerikanischen Sitcom, die von 1989 bis 1998 im dortigen Fernsehen lief.

Warum erzähle ich Ihnen das? Weil mich die Qualität der sehr echten Dialoge anspringt – und zwar in jeder Folge. Dabei geht’s gar nicht um Wortwitz oder ob die Episoden selbst lustig sind. Was total hervorsticht sind die Gespräche: denn hier schaffen es die Drehbuchschreiber mit jedem Dialog ganz genau das wahre Leben zu treffen.
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Lesenswert: Interview mit Axel Hacke

Via “6 vor 9” bin ich eben auf ein interessantes Interview mit Axel Hacke gestoßen. Das ist der mit den lustigen Kolumnen im SZ-Magazin und diversen Büchern (“Der kleine Erziehungsberater” etc.).

Er erzählt über seine Texte, die Rolle des Internets …: zum Interview

zu “6 vor 9″: Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien.” – Wenn Sie sich für Medien interessieren, ist das ein toller Service. Ich schaue jeden Tag morgens rein und finde fast immer einen interessanten link.

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Online-Lesungen

Eine hübsche Idee vom Droemer Knaur-Verlag: Web-TV/Online-Lesungen

Krimiautoren an Originalschauplätzen, Bestsellerstars auf Lesereise, Literatur auf der Buchmesse: Die Web-TV-Kamera leuchtet die Bücherwelt für Sie aus.

Holzauge, sei wachsam!

Da bekomme ich also eine total nette Anfrage, ob einer meiner Artikel auf unternehmenskick.de von einer Redaktion nachgedruckt werden dürfe. Ja logisch, können wir machen.

Es gibt ein winziges Honorar, was mir egal ist, weil der Text ja schon vorhanden und es in diesem Kontext gute Werbung ist. Aber: Mit den Überweisungsmodalitäten sehe ich plötzlich, dass ich nicht nur die Erlaubnis für diese Veröffentlichung gebe, sondern sämtliche Rechte für alles an den Verlag abtrete. Ich falle schier in Ohnmacht.

Da ich weiß, dass einige TexterInnen hier lesen und dass andere Leser Veröffentlichungsambitionen haben, mal eine Warnung: Verkaufen Sie ja nie für ein Butterbrot alle möglichen Rechte! Lassen Sie sich dafür anständig bezahlen oder sagen Sie Nein!

Selbstlernkurs “Autobiografisches Schreiben”

Hier ist ein weiterer Selbstlernkurs von Tania Konnerth von zeitzuleben.de, den ich mir für Sie näher angesehen habe: Autobiografisches Schreiben. Also das Schreiben über sich selbst, über die eigene Geschichte, Erfahrungen, Empfindungen und Erlebnisse.

Dieses Schreiben über sich selbst hat ja verschiedene Qualitäten: sich näher zu entdecken, mit Erlebnissen oder Schicksalsschlägen umzugehen, Zusammenhänge zu entdecken, das Leben oder Abschnitte davon Revue passieren zu lassen, sich und sein Leben bewusster zu erleben (und damit auch aktiver zu steuern) oder auch einfach diesen „eigenen Stoff“ als Futter für alle Arten von Texten zu verwenden.

Wie ich meinen Teilnehmern im Schreibkurs immer gleich am Anfang sage: „Bloß keine Hemmungen!“ Legen Sie los! Machen Sie sich nicht selbst verrückt, dass Sie etwas nicht können oder es vielleicht auf den ersten Wurf nicht perfekt wird. Ist doch egal!

Das Autobiografische Schreiben hat hierbei meiner Meinung nach einen besonderen Vorteil: Sie schreiben über etwas, das Sie genau kennen und bleiben nah bei sich selbst. Das macht das Schreiben meistens automatisch natürlicher und vor allen Dingen persönlicher. Sie zeigen sich als AutorIn. Und da Sie sich und Ihr Leben besser kennen als sonst jemand, wird es sicherlich nur so aus Ihnen herausfließen!

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