Kürzlich habe ich auf Yahoo! einen interessanten Artikel über die New York Public Library gelesen. Es geht um Strafgebühren bei Kindern. Wenn auf der Bücherei-Karte Strafgebühren vermerkt sind, ist das den Kindern oft so peinlich, dass sie nicht mehr kommen. Wer über 15 Dollar ausstehend hat, darf überhaupt nichts mehr ausleihen, was momentan immerhin 143.000 Kinder und Jugendliche betrifft!
Darum hat die Bücherei eine Initiative gestartet: Kinder, die beim Sommer-Leseprogramm mitmachen, können ihre Strafgebühren “ablesen” – pro 15 Minuten lesen wird 1 Dollar von den ausstehenden Gebühren abgezogen.
Das Programm läuft über den Sommer bis zum 9. September. Wenn Kinder ihre Gebühren komplett ablesen möchten, können sie die Bücherei bitten, ihnen zu sagen, wie viel Zeit sie lesen müssen, um auf Null zu kommen. Das Lesen ist dann Ehrensache: es wird nicht überprüft. Wir vertrauen unseren Kindern.
Schreibnudel-Leserin Martina Fuchs hat mich netterweise auf den 16. Münchner Kurzgeschichtenwettbewerb hingewiesen:
‘Endstation Sehnsucht’ ist unser Thema. Was plagt euch, was träumt ihr, was will nicht mehr aus dem Sinn – und was kommt, wenn eine große Sehnsucht endlich ihre Erlösung findet. Eine noch größere? Tennessee Williams Titelvorlage gibt Raum für einen Reigen unterschiedlichster, spannender Geschichten, auf die wir uns freuen.
Nina Weber von seashell-productions.de hat mich auf die Mitmachaktion 2050: Schreib mir die Zukunft im cronenburg-Blog aufmerksam gemacht.
Schreibt mir/schreiben Sie mir, wie die Zukunft unserer Lektüre im Jahr 2050 aussehen könnte! Was werden wir lesen, in welcher Form – wie und wo werden wir es uns besorgen? Werden wir noch lesen? Oder was für eine Buchzukunft wünscht ihr euch?
Manchmal blutet mir richtig das Herz, wenn Kunden mit angezogener Handbremse fahren:
Da sind Auftraggeber, die endlich frech wirken wollen und sich richtig was trauen – aber wenn ein Entwurf kommt, der sich, ganz dezent, “was traut”, dann wird schnell zurückgerudert. Manchmal findet das Zurückrudern auch in Raten statt.
Eben lese ich auf der amerikanischen Yahoo!-Seite, dass die Ernährungspyramide ausgedient hat und durch das Prinzip “my plate” (mein Teller) ersetzt wird.
Das finde ich ja mal ein wunderbares Beispiel, wie eine eingängige Grundidee und das richtige Layout eine Botschaft noch viel praxisnaher machen kann.
Die Ernährungspyramide kennen wir ja auch. Schauen Sie sich aber mal das Prinzip “Mein Teller” rechts an. Das hat doch gleich sehr viel mehr mit dem eigenen Essensalltag zu tun.
Ich finde das großartig und nutze diesen Aufhänger dazu, Ihnen nochmal das Buch “Dokumente perfekt gestalten” ans Herz zu legen, das jede Menge guter Tipps und viele Details bietet, wie Sie durch das richtige Layout Ihre Texte voll zur Geltung bringen.
Heute früh im BildBlog habe ich den Gastbeitrag Wer anderen eine Falle stellt von Anatol Stefanowitsch (Sprachlog) gelesen. Darin geht er auf einen Beitrag in der BILD ein, der eine “Top 10 falsch verwendeter Wörter” aufstellt: darunter das überstrapazierte Public Viewing, aber auch Begriffe wie Reifenwechsel, Sympathie, sorgen, Busen …
Den Duden kann man jetzt auch online durchsuchen: duden.de
Schon praktisch. Da fällt mir gleichzeitig auf, dass ich kurioserweise die Schreibweise lieber in einem richtigen Buch nachschlage (und zwar nicht im Duden, sondern ich habe ein WAHRIG-Wörterbuch). Nur bei der Synonymsuche bin ich dann wieder ausschließlich online bei Wortschatz Uni Leipzig unterwegs, da nerven mich entsprechende Bücher eher.
Wie ist das bei Ihnen? Tendieren Sie bei Nachschlagewerken eher zum Buch oder zum Netz?
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