statt AGB

Ich glaube an das Gute im Menschen. Aber naiv bin ich nicht.

Da meine BlogleserInnen und Kunden also in der Regel nette, verlässliche, faire Menschen sind, brauche ich dafür keine AGB, denn:

  • Sie würden nie einfach von mir Inhalte klauen oder einfach kopieren.
  • Sie zahlen meine Rechnungen prompt, ohne gemahnt zu werden.
  • Wenn es ein Storno gibt, melden sie sich von sich aus so rechtzeitig, dass ich bei Workshops einen Ersatz finde oder sind so eigenverantwortlich + fair, dass sie bei viel zu späten Stornos aus persönlichen Gründen gar nicht erst auf die Idee kommen, dass ich das abfangen sollte.

Wir sind alle selbstständig und meine Kunden verhalten sich entsprechend. Wird man beispielsweise krank während eines Kurses oder bekommt kurzfristig einen Feuerwehrauftrag rein, dann ist das sehr schade, wenn man nicht aktiv mitmachen kann, aber natürlich ist das nicht die Sache des Trainers. Wenn wir Selbstständigen für alle Notfälle und persönlichen Umstände unserer Kunden selbst einzutreten hätten, hätten wir alle ein riesiges Problem.

Business beruht auf Absprachen, auf die sich beide Seiten verlassen.

Und weil die Mehrheit der Leute das weiß und sich sowieso dran hält, brauchen wir da nichts Offizielles zu regeln.

Doch was ist mit dem kleinen Rest?

Ungutes Verhalten durch eine Ausnahmesituation

Zum Glück habe ich in meiner ganzen Selbstständigkeit nur einen sehr kleinen Bruchteil von Leuten erlebt, die versucht haben, sich vor dem Zahlen einer Rechnung zu drücken. Auch hier zeigt sich, dass die meisten einfach offen sind – mir eine E-Mail geschrieben oder angerufen haben und mir ihr Dilemma, zum Beispiel Geldnot, geschildert haben. Ich weiß, dass sowas nicht einfach ist. Doch nur so geht es.

Nicht alle Leute können unter Druck aktiv handeln. Manche werden unangenehm, verhalten sich fies oder hauen um sich, wenn sie mit dem Rücken zur Wand stehen. Das kann ich verstehen, darum brauche ich für solche Fälle auch keine AGB. Doch das heißt nicht, dass ich ungebührliches Verhalten hinnehme. Meine persönlichen Folgen:

  • Solche Leute kommen auf meine Blacklist. Und ja, manchmal verhalten sich vormals gute Kunden so oder Leute, die eigentlich gerne später wieder mal was machen würden. Das gibt es bei mir nicht.
  • Selbstverständlich empfehle ich so jemanden auch niemals wieder weiter – weder was die Leistung, Website oder andere Inhalte angeht. Das kann der Person egal sein, weil sie es nicht weiß. Aber ich weiß, wie oft ich Kunden und BlogleserInnen durch Empfehlungen schon Aufträge zugeschanzt habe.

Die 1 % Ärsche der Welt

Es gibt die Egoisten, Diebe, Deppen, die oft auch noch stolz drauf sind, sich bei anderen zu bedienen oder sie zu „übertölpeln“.

Bei denen nutzen AGBs ebenfalls nicht wirklich was.

Klar, auch ich habe über die Jahre immer wieder mit solchen Arschgesichtern zu tun gehabt, aber mit Einsicht ist es da eh nicht weit her und „offizielle Regelungen“ bewirken bei solchen Leuten präventiv sowieso nichts.

Darum ist es einfach so: Wenn Sie mir absichtlich Schlechtes tun, haue ich mit aller Macht zurück, denn viel zu viele Menschen ducken vor Leuten wie Ihnen.