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Mein Fleecepulli: Texte „umstricken“

Vor einigen Jahren habe ich mir einen Fleecepulli gekauft. Der hatte zwar Männergröße und schlabberte total, aber es war ein außergewöhnlich angenehmes Material, so dass ich trotzdem zugegriffen habe. Ich liebe diesen Pulli!

Mittlerweile aber ist er riesig geworden. Zum einen hat er sich mit vielen Wäschen verbreitert, zum anderen habe ich mich verschmälert. Wir sind also an einem Punkt, wo das Schlabbern nicht mehr gemütlich ist, sondern unpraktisch. Also habe ich überlegt, den vorhandenen Fleecepulli ändern zu lassen. Einfach mal eben ein Stück vom Hauptteil vertikal abschneiden, zusammennähen, fertig.

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Unkreativ? Eher uninspiriert.

Eine Freundin von mir sagt von sich immer, sie sei so unkreativ.

Ist sie gar nicht. Sie ist sogar extrem kreativ: Sie hat ein hohes Maß an Wortwitz, sie ändert Kochrezepte um, sie improvisiert den lieben langen Tag, wenn ihr Kind plötzlich kurzfristig was für die Schule braucht oder ein Problem hat und sie findet für ihre Kunden jede Menge kreativer Lösungen, und das „obwohl“ sie in einem Zahlenberuf arbeitet. Trotzdem hält sie sich für unkreativ.

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Den Text vorausdenken

Nachher treffe ich mich mit einer Freundin. Vorher habe ich ein paar Besorgungen zu erledigen. Dafür könnte ich aus dem Haus gehen, ohne zu überlegen. Ich gehe einfach mal nach rechts, grobe Richtung zur U-Bahn. Da kommt dann irgendwann ein Bäcker und dann werde ich schon sehen, was ich als Nächstes besorge.

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Auf diese Weise komme ich irgendwie ans Ziel. Es wird auf jeden Fall länger dauern und wenn ich ungeschickt bin, schleppe ich mich total ab, zum Beispiel weil ich den schweren Packen Papier zuerst besorge und dann in die nächsten Läden wuchten muss. Oder weil ich die zehn Rollen Klopapier unterm Arm geklemmt halte, während ich Obst aussuche.

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„Wer will das lesen?“ (Teil 2)

Das innere Stimmchen „Wer will das lesen?“ deutet nicht einfach nur auf Selbstzweifel hin. Es gibt sehr viele Gründe dafür – und je nachdem, was gerade vorliegt, gibt es unterschiedliche Lösungswege. Im ersten Teil ging es um eine pessimistische Ader und die weit verbreitete Verunsicherung, weil schon alles gesagt scheint. Außerdem haben wir darüber gesprochen, dass man manchmal das Thema selbst nicht spannend findet oder schlichtweg keine Lust hatte beim Schreiben. Dazu kommt, dass viele ihre Schreibe uninteressant finden.

Aber es gibt noch weitere Facetten:
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„Wer will das lesen?“ (Teil 1)

Wenn ich für jedes Mal, wo ich diese Bemerkung höre, 50 Cent bekommen würde, hätte ich mir bereits die Villa Cognac gebaut.* Aber schauen wir mal näher hin. Denn wann immer Sie sich diese Frage stellen, gibt es einen ganz bestimmten Grund, der Sie weiterbringen kann. Es ist zu kurzsichtig, das nur mit Selbstzweifeln abzutun.

Übrigens: Auch bei selbstbewussten Textprofis meldet sich dieses innere Stimmchen gerne mal.

Hinter diesem „Wer will das lesen?“ können ganz unterschiedliche Nuancen stecken. Mir fallen spontan diese zehn ein:
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Das verflixte Leseverhalten

Immer wieder ist in meinem Blog ja die Rede vom Lesernutzen und davon, sich in seine Leser hineinzuversetzen. Natürlich ist Ihnen eh klar, wie wichtig dieser Perspektivenwechsel ist. Gerade im Business, wo wir ganz genau wissen, worum und wie etwas geht – unsere Leser aber nicht unbedingt. Als Autoren können wir uns reinhängen und alles richtig machen:

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