Ich liebe es, Bücher zu schreiben. In zwölf Jahren habe ich über zwei Dutzend Bücher verfasst: vom Pocket bis zum Handbuch. In dieser Zeit hat sich meine Schreibe verändert, meine Interessen haben sich teilweise verlagert und einige Bücher würde ich so heute nicht mehr schreiben.
Aber genau das ist ja Entwicklung! Das ist das Tolle, dass man über die Zeit einen anderen Blick bekommt und einen eigenen Stil entwickelt. Darum sage ich meinen ungeduldigen oder frustrierten Erstautoren auch immer: Hey, jetzt sei mal realistisch, ich habe immerhin über zehn Jahre Vorsprung.
Dennoch ist nicht alles Friede-Freude-Eierkuchen mit so einem Buch. Diese 12 Dinge mag ich persönlich überhaupt nicht:
1. Dass viele Verlage immer dasselbe wollen. Haben Sie sich schon mal gewundert, warum es zu vielen Themen noch ein und noch ein und noch ein Buch gibt? Im Ratgeber-Bereich zum Beispiel gibt es Dauerbrennerthemen, die immer gefragt sind. Selbstmanagement, Beziehungen, Kommunikation, Bewerbung, Gesundheit, Kochen … daraus besteht natürlich unser Leben. Doch innerhalb dieser Bereiche gäbe es viel Spielraum für Facetten: Teil-Themen, spannende Blickwinkel, eine etwas außergewöhnlichere Herangehensweise. Leider spielen da viele Verlage nicht mit. Manchmal mit guten Gründen: immerhin ist ein Buch, seine Herstellung und die Vermarktung ein Kostenrisiko, das gut überlegt sein will. Aber dennoch ist es schade, dass viele tolle Ideen keine Chance bekommen. Und wenn doch, werden Sie manchmal mainstreamiger gemacht oder bekommen einen unguten Titel, der die besondere Idee gar nicht zur Geltung kommen lässt. Aber das ist ein anderes Thema.





