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12 Dinge, die ich am Bücherschreiben nicht mag

Ich liebe es, Bücher zu schreiben. In zwölf Jahren habe ich über zwei Dutzend Bücher verfasst: vom Pocket bis zum Handbuch. In dieser Zeit hat sich meine Schreibe verändert, meine Interessen haben sich teilweise verlagert und einige Bücher würde ich so heute nicht mehr schreiben.

Aber genau das ist ja Entwicklung! Das ist das Tolle, dass man über die Zeit einen anderen Blick bekommt und einen eigenen Stil entwickelt. Darum sage ich meinen ungeduldigen oder frustrierten Erstautoren auch immer: Hey, jetzt sei mal realistisch, ich habe immerhin über zehn Jahre Vorsprung.

Dennoch ist nicht alles Friede-Freude-Eierkuchen mit so einem Buch. Diese 12 Dinge mag ich persönlich überhaupt nicht:

:arrow: 1. Dass viele Verlage immer dasselbe wollen. Haben Sie sich schon mal gewundert, warum es zu vielen Themen noch ein und noch ein und noch ein Buch gibt? Im Ratgeber-Bereich zum Beispiel gibt es Dauerbrennerthemen, die immer gefragt sind. Selbstmanagement, Beziehungen, Kommunikation, Bewerbung, Gesundheit, Kochen … daraus besteht natürlich unser Leben. Doch innerhalb dieser Bereiche gäbe es viel Spielraum für Facetten: Teil-Themen, spannende Blickwinkel, eine etwas außergewöhnlichere Herangehensweise. Leider spielen da viele Verlage nicht mit. Manchmal mit guten Gründen: immerhin ist ein Buch, seine Herstellung und die Vermarktung ein Kostenrisiko, das gut überlegt sein will. Aber dennoch ist es schade, dass viele tolle Ideen keine Chance bekommen. Und wenn doch, werden Sie manchmal mainstreamiger gemacht oder bekommen einen unguten Titel, der die besondere Idee gar nicht zur Geltung kommen lässt. Aber das ist ein anderes Thema.

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Fundstücke: Urheberrecht bei Tweets + ein tolles Interview

In der lesenswerten Rubrik “6 vor 9″ auf dem Bildblog, wo unter der Woche täglich sechs interessante Links vorgestellt werden, habe ich wieder zwei besonders interessante Beiträge gefunden, die Sie auch interessieren könnten. Beide sind aus der Schweiz:

:arrow: Rechtslage unklar – Dürfen Print-Medien Tweets abdrucken?
Auf netzwoche.de beantwortet eine Rechtsanwältin Fragen rund um die Frage, ob man Tweets einfach so verwenden darf: “Öffentlichkeit darf grundsätzlich nicht mit Carte Blanche gleichgesetzt werden.”

:arrow: “…dann schreibe ich halt ein paar Zeilen”
Ein großartiges Interview, das die Berner Zeitung mit einem Dauer-Leserbriefschreiber führt, dessen Briefe bereits Beschwerden ausgelöst haben. Die Fragen kommen richtig gut zur Sache und der Leserbriefschreiber, Herr Krebs, spricht ebenso Klartext.

Haltung annehmen!

Frau Jericka war meine Steno- und Maschinenschreib-Lehrerin. Steno! Das Wort haben Sie sicher schon lange nicht mehr gehört, was? Einige wissen wahrscheinlich schon gar nicht mehr, was das sein soll. Aber zurück zum Maschinenunterricht. Damals hatten wir noch elektrische Schreibmaschinen, mit Typenrad und Kugelkopf und so.

Im “Maschinenunterricht”

  • mussten wir immer erstmal die Fenster aufreißen und lüften,
  • aufstehen und zehn Kniebeugen machen (!),
  • und sie hat peinlich genau auf die richtige Haltung geachtet.

Mann, haben wir mit den Augen gerollt!

Im Rückblick hat sich Frau Jerickas hartnäckige Strenge für mich als wahrer Segen herausgestellt: Nicht nur habe ich bei ihr das unverzichtbare 10-Finger-System gelernt, das ich extrem schnell kann. Ich habe noch nie in meinem ganzen Berufsleben Probleme mit den Handgelenken gehabt. Und Nacken- oder Sitzbeschwerden habe ich immer nur, wenn ich nicht auf meine Haltung achte.

Heute bin ich Ihre Frau Jericka. :-)

Gute Haltung, schlechte Haltung

Vor einigen Jahren hat eine Workshopteilnehmerin nebenbei erzählt, dass sie, wenn sie länger schreibt, immer große Probleme hat. Das Schreiben ist unbequem, teilweise tut es sogar weh. Wie das denn bei mir sei, vor allem beim Buchschreiben? Also habe ich ein bisschen über Schreibhaltung erzählt, und plötzlich haben sich ganz viele im Workshop geoutet, wie schrecklich sie sitzen und wie falsch die Armhaltung ist:

:arrow: Der Tisch ist so voll, dass die Maus praktisch hinter der Tastatur liegt und man immer den Arm so blöd strecken und abwinkeln muss, um sie zu bedienen.

:arrow: Der Stuhl ist zu niedrig, so dass man die Arme nach oben hält.

:arrow: Die Handgelenke werden auf dem Tisch oder vorne auf dem Laptop (oder gar so einem unsäglichen Tastaturkissen) abgelegt.

Bitte bitte lesen Sie diesen Artikel aufmerksam durch, überprüfen Sie sich und optimieren Sie, was geht. Bestenfalls können Sie sich am Ende auf die Schulter klopfen, weil Sie alles richtig machen. Wahrscheinlich können Sie das eine oder andere optimieren, was Ihnen sofort zu Gute kommt. Vielleicht merken Sie, dass Ihr Arbeitsplatz und Ihre Haltung alles andere als der Hit ist, dann ist es höchste Zeit, das zu ändern. Keine Sorge: Es geht nur um wenig Details, und die haben in erster Linie mit der Körperhaltung zu tun.

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Knäuelsätze

“Keep it simple” ist bei Formulierungen immer eine gute Idee. Denn wenn Sätze zu kompliziert sind, verlieren Sie die Aufmerksamkeit der Leser. Das Gehirn ist plötzlich damit beschäftigt zu überlegen “Was heißt das? Wo führt dieser Satz hin?”.

Ziel muss immer das flüssige Lesen sein, denn das sorgt dafür, dass die Inhalte auf direktem Weg ins Gehirn kommen.

Wenn Sie verschlungene Sätze bilden, schauen Sie einfach immer, wie Sie den Faden entwirren können.

zum Beispiel:

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Blogwoche ausgebucht – neuer Termin: August

Die Mai-Blogwoche ist jetzt voll.  Der nächste Termin  ist der 20. – 24. August. Wenn Sie einfacher, abwechslungsreicher und zielgerichteter bloggen möchten oder sich überlegen, ob ein Blog überhaupt etwas für Sie ist, dann ist dieser Online-Workshop ideal für Sie.

:arrow: Details und Anmeldung

Ansonsten bin ich mit der Blogwoche im Juli auch am Starnberger See (die einzige Gelegenheit, wo Sie mich “live” treffen können, weil ich nur noch zwei Mal im Jahr dort Präsenzkurse gebe).

:arrow: Details zur Buchenried-Blogwoche

Wie liebevoll man über eine Butterbreze schreiben kann

Als echter Bayer bin ich natürlich ein Brezn-Fan (wohlgemerkt: nicht “Brezel!”). Lesen Sie mal, wie liebevoll die Bäckerei Rischart über ihre Butterbreze schreibt.

:arrow: Rischart-News: bitte klicken auf “Hinter den Kulissen – Die Butterbreze”

Großartig, oder?!

Wieder einmal ein Beweis, wie der Schreibstil ein ganz bestimmtes Gefühl für ein Unternehmen transportieren kann … wenn man es nützt!

neuer Online-Workshop: Texte konzipieren



Schreibwerkstatt: Texte konzipieren

von Montag, 4. Juni, bis Freitag, 15. Juni 2012 – max. 8 Teilnehmer
:arrow: Details und Anmeldung

Leser sind immer unterschiedlich

Natürlich wünschen wir uns alle, dass unsere Texte gut ankommen, und wenn das nicht so ist, kriegen wir manchmal die Krise: “Ihr Kind ist ein Arschloch!” – Vom Umgang mit Kritik

Erst recht, wenn sich jemand öffentlich beklagt. Das Internet ist für Autoren in dieser Hinsicht wirklich Fluch und Segen: Früher hat man im Freundeskreis rumerzählt, was man gut und nicht gut findet – jetzt ist das Internet ein Riesensprachrohr. Das ist wunderbar, wenn Ihr Werk mit Lob überschüttet wird, aber es ist umso härter, wenn man es verreißt. Zumal Kritik nicht immer sachlich ist.

Eines meiner Bücher hat auf amazon.de sechs Bewertungen bekommen: Von voller Punktzahl bis zu einem Stern ist alles vertreten. Auch wenn ich wie jeder andere traurig bin, wenn ein Buch schlecht bewertet wird, mag ich genau dieses Bewertungsspektrum total gerne. Denn es zeigt die Realität:

  • Es gibt nicht „die Leser“.
  • Man kann es nicht jedem recht machen, und das sollte man auch nicht versuchen.
  • Alles hat sein Publikum.

Dafür sind folgende Kriterien ausschlaggebend:

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Fundstück: Können Sie noch was anderes als “Kompetenz”?

Ein sehr guter Artikel von Kerstin Hoffmann zum inflationär genutzten “kompetent sein”: Können Sie noch was anderes als “Kompetenz”?

interaktiv: Alternativen für “Ja” und “Nein”

Am Wochenende habe ich eine alte Scrubs-Folge angeschaut, in der einer der Ärzte auf fünf verschiedene Arten “Nein” gesagt hat. Das ist doch eine wunderbare kleine Übung,

:arrow: um den aktiven Wortschatz zu erweitern,
:arrow: die Phantasie anzuregen
:arrow: und sich der unterschiedlichen Intensität von Wörtern/Aussagen bewusst zu werden.

Gesucht sind: Synonyme oder Redewendungen fürs Bejahen und Verneinen.

Zum Beispiel:

JA
- Gerne
- Aber natürlich
- Jederzeit
- Liebend gern
- Nichts täte ich lieber!

NEIN
- Keine Lust.
- Sicher nicht.
- Nie im Leben.
- Wenn die Hölle einfriert!
- Nä!

Wie viele finden wir?

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