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Anfangen

Woche 6: Erzähltempo verbessert, Charaktere natürlicher verknüpft

Wie zu erwarten war, hatte ich letzte Woche kaum eine ruhige Minute, weil mich der Workshop so in Beschlag genommen hat.

Am Sonntag habe ich mich wenigstens dem Erzähltempo des Romans gewidmet.

Letzte Woche hatte ich ja schon mal erwähnt, dass das eine wichtige Herausforderung ist:

Besonders spannend wird für mich auch, wie schnell/langsam ich einzelnen Passagen erzähle. Was muss sich schlüssig etwas länger aufbauen (ohne zu langweilen), was kann/darf/muss schneller passieren.

Ich habe festgestellt, dass ich mein erstes Kapitel viel zu vollgestopft hatte:

  • Der Leser muss die Charaktere ja erst einmal kennenlernen (natürlich, ohne sich zu langweilen, sondern schon richtig mittendrin in der Handlung).
  • Und dann gibt es einige wichtige Entwicklungen bevor der erste richtige „Hammer“ in der Geschichte kommt, der alles weitere lostritt.

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Woche 5: Angefangen!

Diese Woche habe ich – wie erwartet – fast keine Zeit für den Roman gehabt. Vor allem keinen Kopf. Zur Zeit läuft ja der Webtexte-Workshop. Dieser und mein ganz normaler Alltag mit diversen laufenden Kundenaufträgen plus dem Bloggen beschäftigt mich vollkommen und der Kopf ist voll auf meine Kunden fokussiert. Für den Roman ist da kein rechter Platz, was übrigens auch der Grund war, warum ich das Romanprojekt die letzten Jahre immer wieder vor mir hergeschoben habe. Aber so kommt man ja zu nichts, wenn man immer „wenn ich mal Zeit und den Kopf frei habe“ denkt.

Eigentlich wollte ich diese Woche meine Struktur und Szenen verfeinern. Da habe ich ja in den ersten Wochen wirklich gute Fortschritte gemacht. Da mir die Woche so davongelaufen ist, habe ich mir heute Vormittag einige Stunden Zeit genommen und mich direkt mal ans Schreiben des Anfangs gemacht. Huiuiui …
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Woche 4: die Sache mit dem Schluss

Hui. Da hatte ich letzte Woche ja schon mit Zeitnot für meinen Roman zu kämpfen – diese Woche ist mir komplett davongelaufen, da zum ganz normalen Alltag noch die Satzfahnen vom neuen Sorry-Buch, das im September erscheint, gekommen sind. Da war dann Korrekturlesen und Optimieren von Text & Layout angesagt. Eine für mich immer etwas elende Fleißarbeit, aber wichtig: denn ein gutes Layout beeinflusst das Leseerlebnis natürlich enorm und manchmal ist es erst dann richtig gut, wenn man im nachhinein an einigen Stellen nochmal Textlängen optimiert.

Ich habe in den letzten Tagen immer mal meine Wochenziele durchdacht (in der U-Bahn, beim Kaffeetrinken, auf dem Weg zum Sport):

:arrow: 1. Brauche ich zwei angedachte Charaktere wirklich? Die Antwort ist: Jein. Eine davon ist wichtig, ihre Rolle habe ich weiter ausgebaut. Die zweite Person genügt völlig als kleine Randfigur. Eine wichtige Entscheidung, um die verschiedenen Handlungsstränge nicht zu zerfasern.

:arrow: 2. Wie könnte mein Roman enden? Das soll ja nicht nur insgesamt ein schlüssiges Ende sein, sondern die verschiedenen Charaktere haben ja einen Entwicklungsstrang, der gut und für die Leser befriedigend enden soll, und das natürlich ohne vorhersehbar zu sein.

Gar nicht so leicht! Das Schöne beim Schreiben, unabhängig davon, welche Texte Sie anpacken, ist ja, dass wir Autoren unendliche Möglichkeiten haben. Was wählen wir aus, wie gehen wir es an? Bei Belletristik ist das noch vielfältiger.
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Woche 3: Die Kapitel durchstrukturieren

Die letzte Woche hatte ich nur wenig Zeit, mich dem Roman zu widmen. Mein Ziel war ja, ein erstes Grundgerüst für den gesamten Roman fertigzubekommen, das heißt, die Geschichte wirklich schon in ungefähre einzelne Szenen herunterbrechen.

Ausgangslage war ja eine grobe Grundidee, die in Richtung Psychothriller geht. Ich würde es mittlerweile nicht mehr so bezeichnen, aber wüsste jetzt auch nicht genau, wie man es sonst einordnen sollte. Vielleicht Psychodrama mit Kriminalität, nur viel spannender als es gerade klingt. :mrgreen:

In der zweiten Woche habe ich dann das Rückgrat meiner Geschichte gefunden, indem ich für mich herausgearbeitet habe, was meine Grundaussage ist, was sozusagen der unterliegende gemeinsame Nenner für meine Charaktere ist. Darauf basierend habe ich die Figuren konkreter ausgearbeitet und ihre spezielllen Facetten, die sie innerhalb der Geschichte repräsentieren, geschärft.

Diese Woche stand dann also im Zeichen des konkreteren Ablaufs. Ich habe mir ja einen Wandplan pro Kapitel gemacht und habe damit begonnen, die Handlung bereits in einen ersten „Wurf“ an einzelnen Szenen zu packen. Das ist gar nicht so leicht! Doch ich habe einmal mehr gemerkt, wie sinnvoll es ist, vor dem eigentlichen Schreiben derart konkret zu hirnen.

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Woche 2: ein Quantensprung in der Geschichte, mehrere Verschiebungen, 1 x Zuversicht und 1 x temporäre Verwirrtheit

Das war eine ereignisreiche Woche für mich angehende Romanautorin ;-) . Sie wissen ja schon, dass ich ein Fan guter Struktur bin und deswegen auch erst mit dem eigentlichen Schreiben beginnen werde, wenn ich meine Geschichte wirklich im Griff habe. Dabei meine ich keineswegs „Überplanung“ (siehe auch: Woche 1).

Der Quantensprung rührt daher, dass ich mir nochmal zwei Bücher aus meinem Regal herausgesucht habe, die ich kürzlich bereits gelesen habe – seinerzeit aber nicht mit einem konkreten eigenen Buchprojekt. Da ist das dann, wie es mit Büchern oft ist: Man liest viele Anregungen, findet sie einleuchtend oder interessant … aber liest eben doch nur drüber.

Jetzt habe ich mir gezielt diese zwei Bücher nochmal vorgenommen, um meine Grundidee zu vertiefen.
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Woche 1: Roman-Idee und Charaktere entwickelt (bzw. noch dabei)

Na, hatten Sie ein schönes langes Wochenende? Das Wetter war ja genial! – Darum kommt mein erster Wochenbericht auch einen Tag später: ausnahmsweise habe ich mal einen ganzen Tag meinen Computer ausgelassen.

In der ersten Woche meines Romanprojekts gibt es zu berichten:

:arrow: Die Grundidee ist festgelegt, die sehr grobe Aufteilung in Kapitel und was jeweils ungefähr passieren könnte ist skizziert, stimmt aber noch nicht richtig.

:arrow: Die Charaktere stehen grob, bin schon recht zufrieden, daran feile ich aber jetzt erstmal noch im Einklang mit der Handlung.

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Startschuss: Ich schreibe einen Roman.

Schon seit langem möchte ich einen Roman und ein Filmdrehbuch schreiben. Seit einigen Jahren schiebe ich das vor mir her. Auch wenn ich problemlos nebenbei in Serie Ratgeber- und Businessbücher schreiben kann, so ist Belletristik ein völlig anderes Paar Stiefel. Doch Sie wissen ja: Schreiben lernt man nur durchs Schreiben. Darum ist meine Devise jetzt „Loslegen!“ anstatt „Wenn ich mal den Kopf dafür habe …“.

Ich dachte mir, es ist für Sie vielleicht auch spannend, meine Fortschritte und Gedanken zu verfolgen. Vielleicht schließen Sie sich mir ja auch an mit Ihrem Schreibprojekt und berichten in den Kommentaren jeweils, wie es Ihnen in der vergangenen Woche ergangen ist: Was haben Sie geschafft? Woran haben Sie geknabbert? Was ist überraschend gut gegangen? Wo hakt es vielleicht? Was war ein Aha-Effekt?

Für mich ist die Öffentlichkeit natürlich doppelt und dreifach gut: Ich bin gezwungen, auch wirklich konsequent dranzubleiben. Und wenn der Roman fertig ist und die Bestsellerlisten erklimmt, können wir alle im Detail zurückschauen, wie er entstanden ist. :mrgreen:

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Meine wichtigsten Werkzeuge beim Buchschreiben (Teil 2)

Im Beitrag Warum ich ein Buch immer mit dem Anhang beginne und mein wichtigstes Werkzeug beim Buchschreiben habe ich Ihnen erzählt, welche Vorbereitungen ich mache, wenn ich mit einem neuen Buch loslege. Das war aber noch nicht die ganze Wahrheit. Tatsächlich gibt es zu den im anderen Beitrag geschilderten elektronischen Ordnern noch einen Papier-Ordner.

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Vom Hölzchen aufs Stöckchen

Anfang des Jahres hat sich Silke mal gewünscht, dass ich etwas mehr über Struktur schreibe, unter anderem darüber, wie man sich nicht in Details verliert. Jetzt ist das Thema „Struktur“ wirklich sehr komplex – es zieht sich buchstäblich durch jeden Ihrer Texte. Und Sie können sich mit den verschiedensten Hilfsmitteln Struktur schaffen: Mit einer Artikel-Form etwa, die vorgibt, dass Ihr Text „7 Tipps“ enthält, mit einem Interview oder einer Liste. Um nur drei zu nennen.

Leider kann man nicht einfach sagen „Mach A und B, dann wirst Du Dich nie mehr in Details verlieren oder vom Thema abkommen“. Denn es kommt immer auf den Text insgesamt an. Auch eine Detailinformation oder ein kleiner Ausflug auf ein Nebenthema kann goldrichtig platziert sein.

Schauen wir uns also am besten mal drei grundlegende Aspekte an, die Sie fest im Blick halten sollten, wenn Sie einen Text schreiben. Denn diese sind dafür verantwortlich, dass Sie den Text grundsätzlich richtig aufbauen. Wenn der Aufbau in sich stimmt, sind grobe Verzettelungen schon gar nicht mehr richtig drin.
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Gehirnverstopfung

Manchmal habe ich den Drang, mit einem Pümpel meine Gehirnverstopfung zu beseitigen. Ich würde mir ein Ohr zuhalten und den Pümpel überm anderen Ohr festnapfen – und dann mehrmals kräftig pumpen. Aaaah! Endlich wieder einwandfrei denken!

Mit „Gehirnverstopfung“ meine ich nicht eine Schreibblockade oder Schreibunlust. Sondern ein Zuviel:

  • zu viele Möglichkeiten, über was man gerade schreiben könnte
  • zu viele Ideen, Informationen und Erfahrungen, die sich zu einem Thema in den Vordergrund drängeln
  • zu viel Aktuelles im Kopf, das durcheinander läuft oder sich in den Vordergrund drängt

Weil das mit dem Pümpel leider nicht so einfach geht, hier einige alternative Wege, eine Gehirnverstopfung zu beseitigen:
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