Endlich schreibt sie mal wer auf!
1. Gebot: Sei größenwahnsinnig!
Mit Selbstzweifeln und Zurückhaltung kommt man nicht weit. Du willst veröffentlichen? Klar kannst du das! Wenn (noch) nicht, lernstes eben.
2. Gebot: Mach dich locker!
Mit verkrampfter Verbissenheit wird das nichts und mit der Brechstange ist noch nie ein guter Text entstanden.
3. Gebot: Hab Spaß!
Verliere nie aus den Augen, warum du schreiben willst: Du hast etwas mitzuteilen, möchtest anderen Menschen Informationen oder Tipps schenken. Das ist was Schönes!
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Mit 8 oder 9 habe ich im Junior eine Geschichte gelesen, in der ein Krokodil aus der Kanalisation in der Kloschüssel auftauchte .. während ein Kind drauf saß! Seitdem, also seit über drei Jahrzehnten, fällt mir das immer wieder mal ein, wenn ich aufs Klo gehe.
Nein, keine Sorge, ich glaube nicht, dass es wirklich passiert und ich hatte auch als Kind keine Angst, aber das Gelesene hat mich offensichtlich nachhaltig beeindruckt. Wenn das der Autor der Geschichte wüsste, was?!
Texte, die uns emotional packen, fesseln uns nicht nur beim Lesen, sie bleiben auch deutlich besser hängen.
Wie können Sie dafür sorgen, dass Sie Ihren LeserInnen nicht nur Inhalte vermitteln, sondern sie emotional berühren?
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Kürzlich habe ich ein neues Buchkonzept abgegeben, das ich genial fand. Der Verlag fand das auch. Nach internen Besprechungen gab es zum Thema eine Absage, aber das außergewöhnliche Format fanden sie toll. Könnten wir das abändern auf das Thema sowieso? Da ich selbst auch am meisten am Format hing und das neue Thema für mich ebenso spannend war, habe ich stundenlang das Konzept umgearbeitet. Wegen des besonderen Formates war damit ganz schön viel Arbeit verbunden. Dann wieder eine verlagsinterne Besprechung. Jetzt hätten wir das gerne nochmal anders …
Die Veränderungswünsche waren zu weit weg von meiner Ursprungsvision für das Buch. Und ich habe in den letzten zehn Jahren gelernt: wenn etwas am Anfang so zäh und mühsam ist, ist es besser, es bleibenzulassen. Natürlich lernt man das meistens erst, indem man einige Male diesen inneren Impuls überhört und dennoch weitermacht.
Ich bin nicht die Einzige, die schon mal ungute Projekte durchgezogen hat, sich in eine Idee verbissen hat oder Kooperationen trotz schlechten Gefühls weiterlaufen ließ.
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Die gute Nachricht: Im Ratgeber-/Sachbuch-Bereich ist es relativ leicht, Verlage anzusprechen. Während in der Belletristik massenweise ganze Manuskripte eingehen, wird im Ratgeberbereich mit Konzepten, Fragebögen und allenfalls noch mit einem Probekapitel gearbeitet. Man kommt ohne großen Aufwand direkt zur passenden Ansprechperson.
Viele Erstautoren suchen irgendeinen Verlag und sind froh, überhaupt veröffentlicht zu werden. Aber das ist ein Fehler. Es ist sehr wichtig, sich gezielt auszusuchen, welchen Verlag man für seine Idee gewinnen will.
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Haben Sie auch das Gefühl, dass in Zeitschriften immer dasselbe steht? Und leider auch in vielen Büchern, Seminarunterlagen oder Blogs?
Es gibt zwei Gründe dafür:
1. Oberflächlichkeit
2. Neutralität
Auf beides komme ich immer wieder zu sprechen. Denn gute Texte sind nicht oberflächlich und nicht neutral.
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Wenn ich einen Schreibworkshop mache, dann bitte ich meine Teilnehmer immer:
“Schreib zuerst deinen Text bevor du nachschaust, was die anderen so tun (und wie).”
Der Grund: Wann immer man vorher schielt, wie andere an Texte herangehen, wird man beeinflusst:
- Man übernimmt, bewusst oder unbewusst, Aufbau und Stil.
- Wenn man es sich ganz anders gedacht hat oder üblicherweise anders schreibt, kommen einem Zweifel: Vielleicht ist meines falsch/schlechter? Vielleicht sollte ich es doch lieber so machen?
Auch wenn es für das Schreiben viele gute Informationen, Tipps und “Handwerksregeln” gibt, so gilt in erster Linie: es gibt kein richtig oder falsch. Wenn Sie sich Gedanken machen, Ihren Text mit einer klaren Botschaft und Richtung versehen und aus dem Blickwinkel Ihrer Zielgruppe schreiben, können Sie an Textart, -aufbau, Wortwahl, Formulierungen und Stilmitteln tun, was Sie wollen. Und so Ihre Texte besonders machen.
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Via Tania Konnerths Blog bin ich eben auf diese (englischsprachige) Reihe How to write great fiction gestoßen: „13 masterful storytellers share their wisdom and ideas about writing fiction.“
Selbst lese ich ja keine Krimis, insofern war mir Herr Edwardson bislang völlig unbekannt. Egal, ob Sie ihn kennen oder nicht: hier spricht ein etablierter Autor darüber, wie es ihm nach jedem fertiggestellten Buch geht, über Trennungsängste zu liebgewonnenen Charakteren, über die Lust, anderes zu schreiben als das Altbekannte, über seine Anfänge als Romanautor und über Krimis. Ein interessantes Interview also, zu lesen auf SpiegelOnline.
Ich bin ja kein Leser von Jane Austen und ähnlicher Literatur (das ist nicht so meins), aber ich habe hier etwas gefunden, dass Sie vielleicht interessiert:
Zum einen habe ich auf der amerikanischen Yahoo!-Seite diesen interessanten Artikel gelesen: Jane Austen had helping hand from editor
Darin steht unter anderem, dass Jane Austen sehr von ihrem Lektor William Gifford profitierte. Und das ist für alle Autoren wichtig: Ein gutes Lektorat ist wirklich Gold wert!
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Eben gesehen: Der englische Guardian hat bekannte Autoren wie Elmore Leonard, Jonathan Franzen, Neil Gaiman, nach ihren Do’s and Don’ts gefragt.
(Die Seite ist etwas merkwürdig aufgebaut: einfach runterscrollen, dann beginnt der Artikel.)