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Buch schreiben

Fundstück: “Selfpublishing ist keine Alternative …”

Persönlich denke ich zwar schon, dass Selfpublishing so seine Vorteile hat (und ich werde es durchaus in naher Zukunft mal ausprobieren), aber trotzdem spricht mir Tom Liehr in seinem ausführlichen Artikel aus dem Herzen:

Ein Text wird nicht zum Buch, einfach nur, weil man ihn so nennt.

Und ja: Über einen “normalen Verlag” verdient man als AutorIn deutlich weniger pro verkauftem Exemplar, aber dafür hat man mit einem guten Verlag einen sehr vielfältigen Unterstützer in allen Phasen des Buches. Als Qualitätskontrolle, Buch-Bessermacher, Herstellung und Vermarktung.

:arrow: Selfpublishing ist keine Alternative – und erst recht kein Allheilmittel

 

PS: Immer, wenn es hier im Blog um Buchveröffentlichung und Selbstverlag geht, versuchen sich Zuschussverlage in die Kommentare zu mogeln. Sparen Sie sich das: ich lösche es eh.

 

Interview mit Buchautorin Alexandra Bischoff

sandrabischoff

Zu meiner großen Freude ist schon wieder ein Buch erschienen, das in meinem Buchkonzept-Workshop geboren wurde. Dr. Alexandra Bischoff – Balance Coaching/Training/Moderation – hat ihr Erstlingswerk im März veröffentlicht:

Ich wünsche mir Gelassenheit
- Ein Balancierkurs für die Seele

:arrow: Facebookseite mit Hintergrundinfos und aktuellen Terminen zum Buch.

Ich habe ihr einige Fragen gestellt:

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Du hast im Februar 2012 den Buchkonzept-Workshop mitgemacht. Ursprünglich bist du mit einer anderen Idee in den Workshop gekommen. Kannst du dich noch erinnern, wie der Prozess der Themenfindung war: das Loslassen der ursprünglichen Idee, das Weggehen von Fremdmethoden bis hin zum „Balancierkurs für die Seele“, dessen Konzept so richtig nah an deiner eigenen Praxis + deiner Art ist?

Das stimmt, meine ursprüngliche Idee war, mein Thema „Selbststärkung“ mit einem bekannten Roman zu kreuzen. Und zwar nicht, um auf der Erfolgswelle des Buchs zu reiten, sondern weil ich das Ergebnis für überzeugend und hilfreich halte. Ich hatte schon in den Monaten vor dem Workshop Notizen gesammelt, welche Namen und Zitate ich verwenden könnte, um daran meine Seminarinhalte zu veranschaulichen.

Gleich zu Beginn des zweiwöchigen Workshops hast du mir dann so richtig die Luft rausgelassen – im Abstand muss ich sagen, völlig zu Recht. Du hast geschrieben, ich müsse unbedingt die Urheberrechte klären. Ich kann mich noch gut erinnern, wie es mit meinen Gefühlen rauf- und runterging: Sonntagabend habe ich mich voll Vorfreude eingeloggt und in unseren virtuellen Arbeitsräumen umgesehen, Montag mein Konzept beschrieben. Montagabend hatte ich deine kritische Antwort. Daran hatte ich erst mal ziemlich zu knabbern. Deine Argumente waren aber total überzeugend.

So, und dann wusste ich nicht, wie ich weitermachen sollte. Ich wollte ja nicht irgendein Buch schreiben um des Schreibens willen, sondern genau dieses Buch. Ohne Bezug auf den Roman fehlte mir der Aufhänger.

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Romanupdate

… längst überfällig:

Video: kleines Making-of “Blamierenbuch”

Viele Grüße aus meinem Osterurlaub. Gleich stürze ich mich nach draußen in die Freizeit, zuvor hab ich noch schnell ein Video zum neuen Buch gemacht:

Der genannte Artikel: Meine wichtigsten Werkzeuge beim Buchschreiben

… und gestern habe ich einen Mini-Trailer fürs Buch gezeichnet:

Interview mit Buchautorin Andrea Joost

andreajoostAndrea Joost – Wirkungsvolles Reden & Sprachliche Cleverness – ist frischgebackene Buchautorin. Ende des Jahres ist ihr Buch in den Handel gekommen:

Mit Worten bewegen
Präsentationen und Reden, die wirklich begeistern

Ich habe ihr einige Fragen gestellt:

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Dein erstes Buch ist im Dezember 2012 erschienen. Wie kam es dazu?

Das Buch kam zu mir. Angefangen hat alles mit einem Seminar, das ich Anfang 2011 besucht habe – damals frisch selbstständig, aber noch angestellt bei einer Investmentgesellschaft. Inmitten der allgemeinen Aufbruchstimmung sprach mich die Trainerin an: „Andrea, könntest Du Dir vorstellen über das Reden und Präsentieren ein Buch zu schreiben? Ein Verlag hat bei mir angeklopft, aber ich habe zu diesem Thema bereits ein Buch veröffentlicht. Wenn Du magst, bringe ich Dich ins Spiel.“ – „Ja klar, mag ich!“, habe ich wie aus der Pistole geschossen geantwortet, ohne diesen Vorschlag allerdings erst einmal allzu ernst zu nehmen.

Fast zwei Monate ist dann auch nichts passiert. Umso überraschter war ich, als ich nach einer Blinddarm-OP aus dem Krankenhaus kam und eine Mail in meinem Postfach fand: „Der Verlag hat Interesse, schick mir doch mal Dein Exposé!“. Äh, wie Exposé? Ich hatte keines und – offen gesprochen – zu diesem Zeitpunkt auch nicht viel Ahnung, was da rein muss. Aber wow, so eine Chance bekommt man ja nicht jeden Tag! Also habe ich sofort ein Buch zum Thema „Wie schreibe ich ein Sachbuch“ bestellt und mich ans Werk gemacht. Begleitet übrigens von allen Emotionen, die der Markt so hergibt – von einem euphorischen „Toll, ich werde Buchautorin!“ über „Wollen das die Menschen lesen?“ bis hin zu „Das schaffe ich nie!“. Meine armen Mitmenschen! :-)

Aber irgendwie habe ich es geschafft und innerhalb von sieben Tagen ein vollständiges Exposé inklusive Probekapitel gezaubert. Das „gute Stück“ ging an den Verlag, nun hieß es: abwarten! Nach einigen Wochen schickte mir die Lektorin dann eine Mail: Sie fand meine Ansätze gut und bat mich, einen Projektfragebogen auszufüllen, um die Buchidee im nächsten Verlagsmeeting vorzustellen. Wieder war Geduld gefragt, bis schließlich Ende August 2011 das „Ja, wir wollen!“ des Verlags kam.

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Interview mit Buchautorin Alexandra Metzger

alexandrametzgerAlexandra Metzger, alma hispano-dialog – Interkulturelle Beratung, interkulturelles Training und Coaching, hat im Oktober ihr erstes Buch veröffentlicht:

Geschäftskultur Spanien kompakt:
Wie Sie mit spanischen Geschäftspartnern, Kollegen
und Mitarbeitern erfolgreich zusammenarbeiten

Ich habe ihr einige Fragen dazu gestellt.

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Du hast im Sommer 2009 den allerersten Buchkonzept-Workshop mitgemacht. Wir haben damals zu deinem Fachgebiet „interkulturelle Kommunikation mit Lateinamerikanern“ ein Konzept gemacht. Wie war direkt anschließend für dich der Weg, was die Verlagssuche anging?

Der Gedanke, ein Buch zu schreiben, hat mich schon lange fasziniert. Schreiben hat mir auch als Kind immer Freude bereitet, auch wenn es damals eher Briefe waren.  Der Buchkonzept-Workshop hat mir dann Techniken gezeigt, ein rundes und schlüssiges Konzept zu gestalten.

Total motiviert bin ich anschließend mit dem Exposé – es hieß „Mi casa es tu casa – Erste Begegnungen mit der lateinamerikanischen Welt“ an Verlage herangetreten. Ich hatte vorher recherchiert, welche Verlage in Betracht kommen könnten. Das waren aus meiner Sicht so 5 bis 6.

Leider war das aber nicht so einfach, denn mein Buch passte schwer in eine der üblichen Kategorien, in denen Verlage denken. Das Buch war weder Reiseführer noch Wirtschaftsliteratur. Das hat das Ganze recht schwierig gemacht. Dabei haben mir die verantwortlichen Lektoren immer bescheinigt, dass das Konzept professionell aufgemacht und in sich schlüssig war. Ich habe dann beschlossen, das Exposé erst einmal beiseite zu legen. Ich hatte eh viele andere Dinge zu tun, auf die ich mich dann konzentriert habe. Die Buchidee schwirrte weiterhin in meinem Kopf herum für irgendwann.

Und eines Tages, knapp 2,5 Jahre später erreichte mich dann über Xing die Anfrage einer Lektorin, die als Projektleiterin für eine neue Buchreihe zuständig war. Sie suchte nach Autoren.  Sie hatte sich schon über Xing und auf meiner Website ein wenig über mich schlau gemacht und hatte den Eindruck, es könnte passen.

Im Buch sollte es nicht um Lateinamerika, sondern um die Geschäftskultur in Spanien gehen. Da Spanien auch zu meinen Themen gehört – kein Problem.

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Bald ist Erscheinungstermin!

Letzte Woche kam mein neues Buch “selbstbewusst blamieren” zur Endkorrektur. Normalerweise ist das eine lästige Arbeit. Uäh, noch mal den eigenen “Sums” lesen (nicht, dass es wirklich ein Sums wäre ;-) , aber ich hasse es die eigenen Sachen wieder und wieder zu lesen, was sich im Buch-Entstehungsprozess natürlich nicht vermeiden lässt).

Diesmal war das anders! Auch nach dem wiederholten Lesen hatte ich so richtig meinen Spaß. Und das ist ein verdammt gutes Zeichen.

Das Coole bei diesem Buch ist, dass es aus meiner Sicht in allen Aspekten perfekt ist:

  • Der GABAL-Verlag ist so schön frech und mutig: Das Titelbild traut sich was, und es gibt lockere Sprache, wie die Überschrift “Vom Kaffeefleck bis zum entfleuchten Furz”.
  • Es ist superpraktisch aufgebaut: Ich stelle die Antiblamier-Formel vor, die aus nur acht Prinzipien besteht, die sich mit lustigen Illustrationen durch das Buch ziehen. Und die Illustrationen sind VON MIR! Premiere!

blamierenbuchgittehaerter

  • Die Bandbreite der Peinlichkeitssituationen ist groß. Die Kapitel des Praxisteils sind Ahnungslos, Kalt erwischt, In den Fettnapf getreten, Zu weit aus dem Fenster gelehnt und Sichtbar peinlich.
  • Meine Lektorin, Anja Hilgarth, mit der ich zum ersten Mal zusammenarbeite, ist super: fix, unkompliziert, nett und mit lauter tollen Vorschlägen.
  • Das Layout ist auch innen total schön geworden – dank der tollen Umsetzung und Ideen von Lohse Design.
  • Der Großteil des Buches sind spezifische Situationen mit O-Tönen und worauf es jeweils ankommt, wenn man eine peinliche Situation souverän(er) meistern möchte.

So muss gemeinsames Büchermachen aussehen! Jeder hängt sich rein und bringt aus seinem Fachgebiet bereicherndes Wissen und Vorschläge ein. Das ist keineswegs immer so: 12 Dinge, die ich am Bücherschreiben nicht mag

Wenn die Korrekturen abgeschlossen sind, geht es auch gleich in Druck, und in wenigen Wochen – im März – ist es im Handel:

:arrow: Peinlich, peinlich. So blamieren Sie sich selbstbewusst. bei amazon.de vorbestellen

Das ist mein bestes Buch.

Video: Fremdsprachige Ausgaben Ihres Buches

Nächste Woche bin ich ja auf der Präsenz-Blogwoche am Starnberger See und hatte heute zwischendurch Lust, gleich noch ein Video zu machen. Wie beim Buchreihen-Video in den Kommentaren erwähnt, lerne ich gerade nach und nach die ganzen Aspekte des Videomachens – und “learning by doing” macht mir mehr Spaß, als großartig Handbücher zu wälzen. Nach der Seminarwoche beantworte ich dann auch Heikes Frage nach dem Equipment und meinen ersten Eindrücken davon. Jetzt aber zu den fremdsprachigen Büchern:

Ratgeber schreiben: Buchreihen

Wenn Sie einem Verlag eine Buchidee vorschlagen, spielt auch eine Rolle, in welcher Reihe das Buch erscheinen wird. Hier ein kleiner Abriss zum Thema:

Von der Idee zum Buch: Der Weg

Momentan bin ich ja am Lesen meines neuen Buches, das im März erscheint. Es ist aus dem ersten Lektoratsdurchgang zurückgekommen. Ein guter Anlass, mal den typischen Weg zu schildern (zumindest “typisch”, was Ratgeber angeht):

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Zuerst haben Sie eine Buchidee. Jetzt fangen Sie aber nicht einfach an mit dem Schreiben, sondern Sie erstellen ein detailliertes Konzept. Mit diesem Konzept suchen Sie einen Verlag, der das Buch mit Ihnen machen möchte:

Ist ein Verlag interessiert, ist die erste Hürde genommen:

… dann wird aber erstmal intern diskutiert. Manchmal wird eine Buchidee in diesem Stadium doch noch abgelehnt. Idealerweise aber bekommen Sie jetzt einen Vertrag:

Erst wenn Sie den Vertrag feierlich unterschrieben haben, machen Sie sich ans Schreiben:

Dann dauert es eine Weile, denn nun liest man auf Verlagsseite Ihr Manuskript aufmerksam durch. In der Regel bekommen Sie das Feedback des Lektorats nach dem ersten Durchgang per E-Mail zurück. Erst wenn dieser erste Durchgang erledigt ist (in dem ich momentan auch stecke), geht das Buch zum Setzer:

Das gesetzte Manuskript kommt meistens mit der “richtigen” Post. Das ist der letzte Korrekturdurchgang, bei dem jetzt keine großartigen Sachen mehr verändert werden können. Hier sehen Sie Ihr Buch, wie es später aussieht und stellen sicher, dass alles passt. In vielen Verlagen kommt das gesetzte Manuskript noch mal separat ins Korrektorat. Das ist auch gut so, denn mehrere Augen sehen auch mehr – gerade bei Tippfehlern.

Sie geben außerdem die Druckfreigabe (“Imprimatur – Es werde gedruckt“)

Und dann heißt es Geduld haben. Kurz vor Erscheinungstermin klingelt dann die Paketpost an der Tür und überreicht Ihnen eine schwere Schachtel mit den druckfrischen Exemplaren IHRES BUCHES!

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