Forbes: Die bestverdienenden Autoren

Apropos vom Schreiben leben. Forbes hat jetzt eine Liste der zehn bestverdienenden Autoren des letzten Jahres (von Juni 2009 – Juni 2010) veröffentlicht

James Patterson – 70 Mio. Dollar
Stephenie Meyer – 40 Mio. Dollar
Stephen King – 34 Mio. Dollar
Danielle Steel – 32 Mio. Dollar
Ken Follett – 20 Mio. Dollar
Dean Koontz – 18 Mio. Dollar
Janet Evanovich – 16 Mio. Dollar
John Grisham – 15 Mio. Dollar
Nicholas Sparks – 14 Mio. Dollar
J. K. Rowling – 10 Mio. Dollar

Enthalten sind nicht nur Einnahmen aus Büchern, sondern auch Filmdeals, Merchandising etc. Dass beispielsweise J. K. Rowling „nur“ 10 Millionen Dollar gemacht hat, liegt daran, dass innerhalb des letzten Jahres kein neues Buch herausgekommen ist und Einnahmen aus Merchandising zurückgegangen sind. Also nicht durch diese vergleichsweise niedrige Zahl irritieren lassen.

Buchidee: Nicht zu sehr um sich selbst drehen!

Viele Buchideen, die ich zu hören und zu sehen bekomme, haben einen fetten Haken: sie sind schwerpunktmäßig für den Autoren relevant. Das betrifft besonders Ratgeber. Da hat einen ein Thema so sehr überzeugt oder selbst geholfen, manchmal liegen lebensverändernde Erfahrungen zu Grunde, dass man unbedingt andere daran teilhaben lassen möchte.

Eine schöne Sache! Nur fehlt etwas Wichtiges: Es geht bei einem Ratgeber nicht um Sie. Sondern es geht darum, dass Ihr Thema so aufbereitet sein muss, dass es vielen, vielen Menschen da draußen nützt.
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Überarbeiten längerer Texte (2)

Zur Zeit stelle ich ja gerade mein neues Buch fertig. Der erste Entwurf ist vollendet und aktuell steht Überarbeiten an. Wie hier beschrieben heißt “überarbeiten” zunächst mal alles, was ich bisher geschrieben habe, durchzulesen. Das ist bei einem Buch natürlich ziemlich viel.

Egal, ob Sie ein Buch oder einen anderen langen Text, zum Beispiel eine Gebrauchsanweisung oder einen Selbstlernkurs schreiben: Es ist natürlich immer wichtig, das Endprodukt insgesamt zu beurteilen bevor Sie es fertigstellen. Gerade bei umfassenden Texten arbeitet man ja immer an einzelnen Abschnitten oder Kapiteln. Doch insgesamt muss die Schlüssigkeit natürlich da sein, es fällt einem erst im insgesamten Lesen auf, wo es Wiederholungen oder Überschneidungen gibt, wann ein Querverweis nötig ist und wo einfach die Struktur noch nicht so stimmig ist.
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Buchthema: das Naheliegende ist nicht immer das Beste

Ganz oft kommen Leute zu mir in einen Workshop oder ins Coaching, die unbedingt gerne ein Buch schreiben wollen. Weil sie gerne ein Buch mit ihrem Namen im Laden bewundern möchten oder weil sie selbstständig sind und ein Buch als Marketingwerkzeug nutzen wollen.

Die Idee zum Buchthema, wenn es schon eine gibt,  ist entsprechend etwas, das naheliegend ist:
- Worüber weiß ich viel?
- Für welchen Bereich möchte ich mich als Experte ausweisen?

Das kann allerdings schnell in eine Sackgasse führen, etwa weil:
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Wie der Rahmen das Schreiben verändert

Zur Zeit schreibe ich ja an einem neuen Buch: ein 222-Tipp-Buch – Thema ist noch geheim. Bei diesem Buch gibt es die Besonderheit, dass ich mit einer festen Layout-Vorlage schreibe.

Dazu muss ich erklären: Normalerweise bekommen Sie bei einem Buch einen Umfang vor – anhand der Seitenzahl wird die maximale Zeichenzahl inklusive Leerzeichen vorgegeben. Und dann schreiben Sie Ihr Buch fröhlich vor sich hin und behalten einfach den Umfang im Auge.

Manchmal ist es aber so, dass Verlage gleich eine Formatvorlage mitgeben. In meiner Bücherschreibkarriere ist das bisher nur dreimal passiert. Es ist eher selten.

Der Vorteil einer solchen Formatvorlage ist, dass man schon beim Schreiben ganz genau sieht, wie viel Platz man hat, ob eine Seite noch gefüllt oder etwas gekürzt werden sollte, damit die Umbrüche sauber sind, ob Kapitel auf der richtigen Seite enden (sofern das Layout das erfordert). Es ist ganz schön, weil das Manuskript schon fast „echt“ aussieht. Und es ist sinnvoll, weil im Lektorat und beim Setzen weniger Arbeit entsteht.

Ich merke allerdings einmal mehr, wie unterschiedlich sich das Schreiben anfühlt … und wie sich auch das Denken verändert, wenn die Rahmenbedingungen strenger sind.

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Ach was, ein Buch: eine Serie! Und Hörbücher dazu!

Da ich ja auch Buch-Coachings mache, komme ich oft mit Neu-Autoren zusammen. Und das ist toll: Der Wunsch, ein Buch mit dem eigenen Namen in Händen zu halten, ist ganz wunderbar. Doch empfehle ich jedem, das Buchschreiben nicht zu unterschätzen.

So sehr man (hoffentlich!) schon Freude am Schreiben hat und es in einer Weise kann, die veröffentlichungsreif ist, so ist es ein großer Unterschied, ein “ganzes” Buch zu schreiben, wenn man bisher nur Kurztexte verfasst hat. Und wer noch so überhaupt keine Schreiberfahrung hat, ist gut beraten, erstmal mit Artikeln anzufangen.

Besonders schwierig ist es, wenn man sooo große Pläne hat oder sooo viel zu sagen hat, dass man nicht nur ein Buch konzipieren will, sondern Verlagen gleich eine ganze Buchreihe vorschlagen möchte. Mir begegnen sehr oft Erstautoren, die nicht nur ein Buch, sondern gleich fünf oder zehn Bücher schreiben möchten, weil ihr Thema es ihrer Meinung nach hergibt. Die auch gleich Hörbücher oder DVDs und-was-nicht-alles dazuplanen.

Das ist aber fern der Realität!

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Serien-Buchschreiber

Hui, das ging schnell. Letzten Mittwoch meldet sich einer meiner Verlage mit einem neuen Thema, das zu mir passen könnte. Find ich auch. Gleich Konzept gemacht. Bisschen gewartet. Und jetzt sprechen wir gerade „Vertrag“. Wie toll! Das heißt: Heuer noch zwei Bücher schreiben und im Frühjahr und Herbst 2011 freuen.

(Themen werden noch nicht verraten … aber sie sind beide sehr spannend!)

Buchveröffentlichung: erst Vertrag, dann schreiben

Im Gegensatz zur Belletristik verkaufen Sie im Ratgeber-Bereich nicht ein fertiges Buch, sondern in der Regel zunächst Ihre Buchidee – und zwar mit einem überzeugenden Konzept.

Sie fangen also niemals sofort an, ein ganzes Buch zu schreiben, sondern Ihr erstes Ziel ist es, einen Buchvertrag zu erhalten. Erst, wenn der Vertrag unterzeichnet ist, beginnen Sie mit dem Schreiben.
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Buch schreiben: Anfangsritual

Kürzlich habe ich ja ein neues Buch vereinbart und möchte Sie ein wenig teilhaben lassen, wie ich an’s Buchschreiben so rangehe.

Immer wenn ein Buch fest vereinbart ist, beginne ich mit einem Anfangsritual:
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Stephen King: Über das Schreiben

3548368719Man mag ja über Stephen King-Bücher denken, was man möchte: er ist ein wirklich meisterhafter Erzähler! Darum möchte ich allen, die sich für’s Schreiben interessieren (die also total gerne Bücher lesen, sich für ihre Entstehung interessieren oder selbst Romanambitionen haben) sein Buch „über das Schreiben“ empfehlen.

Es ist teils Biographie, teils Erlebnisbericht über seinen schweren Autounfall und zu einem weiteren Teil ein Buch über Schreibprozess, Schreibkunst und einige Do’s and Don’ts.

Ein auf alle Fälle lohnenswertes Buch, aus dem man viel für sich herausziehen kann. Ich weiß jetzt nicht, wie die deutsche Übersetzung funktioniert, da ich nur die Originalversion kenne. Oft wirken amerikanische Bücher etwas sperrig in der Übersetzung, was ich besonders bei so einem meisterhaften Formulierer wie Stephen King befürchte. Wenn Sie also englische Bücher lesen, greifen Sie am besten zum Original.

deutsch:  Das Leben und das Schreiben
englisch:  On Writing: A Memoir of the Craft