Ich liebe ja Musik – und auch hier geht es ums Schreiben. Über das Bildblog bin ich auf die interessante Website songfacts.com gestoßen. Auf dieser (englischen) Seite geht es um das Schreiben von Liedern und es gibt Interviews mit Songwritern.
Letztes Jahr habe ich Songwriting For Dummies gelesen, das ich ebenfalls sehr spannend fand – auch wenn ich keine Ambitionen habe, ein Lied zu schreiben. Es ist interessant zu erfahren, was hinter einem gut geschriebenen Lied steckt und wie viel auch hier schlicht und ergreifend Handwerk ist.
Das Buch ist mitgeschrieben von Jim Peterik, der Mitglied der Band SURVIVOR war und „Eye of the Tiger“ mitgeschrieben hat. Außerdem hat er das bekannte und oft gecoverte Lied „Vehicle“ geschrieben, das Sie bestimmt auch kennen, wenn Sie es hören: youtube: Vehicle/Ides of March.
Der Mann weiß also, wovon er schreibt.
Die ganze letzte Woche war ich ja auf einem Seminar, so dass mein Romanprojekt eine kurze Pause eingelegt hat. Jetzt, an den Feiertagen, habe ich mich erstmal gründlich ausgeschlafen und mich auf den morgen beginnenden Online-Workshop „Artikel und Tipps“ eingestimmt.
Meinen netten Teilnehmern ist es zu verdanken, dass ich einen wunderbaren Buchtipp habe. Sie haben mir nämlich das witzige Eine Harfe ohne Saiten: oder Wie man Romane schreibt von Edward Gorey geschenkt.
Das kleine Büchlein hat mich auf jeder Seite herzlich zum Lachen gebracht: Alle, die gerne schreiben, besonders diejenigen, die schon Erfahrungen mit Buchprojekten haben, werden viel Spaß damit haben … und sich so manches Mal wiedererkennen.
Besonders eindrucksvoll sind die kurzen Texte, in denen Edward Gorey wirklich meisterhaft augenzwinkernd auf den Punkt kommt.
Was hat sich bei Ihrem Buchprojekt letzte Woche getan?
Texten ist das eine – die Gestaltung ist das andere. Firmendesign mit kleinem Budget ist ein wahrer Schatz: Es stellt unterschiedliche Werbemittel vor, gibt eine Orientierung zu Preisen von Agenturen und Druckkosten und führt vor allen Dingen Schritt für Schritt zur Corporate Identity.
Das Buch ist ein richtiger Crashkurs Werbung: Schriften und ihre Besonderheiten werden erklärt, Farben und ihre Wirkung besprochen, Form und Faltung von Visitenkarten und Prospekten anhand von Skizzen aufgezeigt und die wirkungsvolle Anordnung von Text erörtert. Anhand zahlreicher Grafiken können Sie nachvollziehen, was gut funktioniert und was kontraproduktiv ist. Sehr lehrreich auch: die Negativbeispiele.
Dieses Buch ist eine gute Investition für alle, die ihre Erstausstattung selbst machen möchten, mit einem Grafiker oder einer Agentur zusammenarbeiten und sich vorab gezielt Gedanken machen möchten – oder ihren bestehenden Unternehmensauftritt überprüfen und optimieren wollen.
Firmendesign mit kleinem Budget.
Schritt für Schritt zur eigenen Corporate Identity
von Perdita Habeck und Kundri Böhmer-Bauer
Buch bei amazon anschauen/bestellen
Wenn Sie beruflich damit zu tun haben, Ideen in Text und Bild aufzubereiten, zum Beispiel als Konzept, Handout, Bericht oder Präsentation, dann sollten Sie sich dieses Büchlein unbedingt zulegen.
Zunächst werden wichtige (oft vernachlässigte!) Grundlagen geklärt: Worum es geht. Ob man “nur” informieren will oder auch jemanden überzeugen oder zu etwas motivieren sollte. Wie es um die Zielgruppe steht: Oft wird schriftliches Material bei völlig unterschiedlichen Zielgruppen herumgereicht, besonders bei Unternehmensentscheidungen. Kein Wunder, wenn eine Fachabteilung zwar aus ihrer Sicht gute Argumente bringt, aber das Controlling andere Informationen gebraucht hätte und nur deswegen ablehnt.
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The Arrival von Shaun Tan ist eine Bildergeschichte. Sie kommt ganz ohne Worte aus.
Ich empfehle Ihnen dieses „Bilderbuch“, weil es nicht nur wunderbar gezeichnet ist, sondern weil man gespannt und überrascht nachvollziehen kann, wie eine Geschichte sehr schlüssig und verständlich von Bild zu Bild gezeigt werden kann.
Da lässt sich einiges über Erzählkunst lernen: denn der Aufbau, das Weiterführen, das bildhafte Zeigen, wie sich die Protagonisten fühlen … all das brauchen Sie natürlich auch beim Schreiben.
Eindrucksvoll, wie das auch ganz ohne Worte klappen kann.
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„Harry & Sally“, „Sleepless in Seattle“, „Pretty Woman“ … ich weiß nicht, wie es Ihnen geht: aber diese (und einige andere Filme) kann ich immer wieder anschauen und finde sie auch immer wieder gut, lustig, schön.
Doch die meisten Liebesfilme sind unanschaubar: sie sind platt, vorhersehbar, unlustig, die Protagonisten sind einem egal.
Wer sich für „romantische Komödien“ interessiert – ob nur so zum Anschauen oder auch zum Schreiben – wird sich über dieses nützliche Buch freuen.
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Ich habe gerade mit dem Buch Manuscript Makeover: Revision Techniques No Fiction Writer Can Afford to Ignore angefangen, und da steht auf den ersten Seiten diese gute Übung zum Überarbeiten – die auch für Businesstexte nützlich ist:
Den Text einem anderen zum Lesen geben. Aber: Mit dabei sein, wenn er oder sie ihn zum ersten Mal laut vorliest. Und dann darauf achten, wie/was der andere betont, wo er strauchelt, wie er schaut …
Sie können anschließend auch gleich nachfragen, was Ihr Testleser verstanden hat oder sich Passagen wiedergeben lassen.
Wichtig: Widerstehen Sie dem Drang, Ihren eigenen Text zu erklären oder direkt auf Feedback zu antworten. Klappe halten, Feedback aufsaugen! 
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Momentan lese ich „Gewissensfragen. Streitfälle der Alltagsmoral.“ Vielleicht kennen Sie die gleichnamige Kolumne von Rainer Erlinger aus dem SZ Magazin. Leser schicken Fragen ein, zum Beispiel, ob man die Toilettenartikel im Hotel einfach mitnehmen darf, weil man sie mitbezahlt, ob man Müll, der einem in den Radlkorb geworfen wurde, „weiter“ auf die Straße werfen darf oder ob es bedenklich ist, einen sehr alten, geerbten Pelz zu tragen, obwohl man gegen Pelze ist.
Ich empfehle Ihnen das Buch hier aber aus Schreib-Gesichtspunkten: Herr Erlinger hat nämlich für die Antworten nur sehr, sehr wenig Platz zur Verfügung. Und den nutzt er nicht nur inhaltlich sehr dicht, sondern schafft es auch, seine Kolumnen immer sehr unterschiedlich und unterhaltsam zu formulieren. Das erkennt man in dieser gesammelten Variante umso besser.