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Fundstück

Fundstück: Werther- und Papageno-Effekt

Dass die Anzahl von Suiziden ansteigt, wenn über sie in den Medien berichtet wird, ist bekannt. Dass es das Gegenteil gibt, wusste ich noch nicht:

:arrow: Der Werther-Effekt schadet, der Papageno-Effekt nützt

(via Bildblog)

Fundstück: Wo die Bestseller entstehen

Yvonne Rubin, Eigensinn & Lebenslust, hat mich netterweise auf diese interessante Interviewreihe aufmerksam gemacht:

buchreport hat bei Bestsellerautoren angeklopft und gibt Einblicke in die Kreativitätsstätten erfolgreicher Autoren. Elf Schriftsteller verraten, wie ihre Geschichten entstehen, welche Umgebung sie schätzen und wie diszipliniert sie an ihren Schreibtischen sitzen.

:arrow:   Teil 1: Jussi Adler-Olsen: „Ohne Musik, kein Jussi Adler-Olsen“

Fundstück: Wenn Sprache behindert

Eben im Bildblog gesehen – Raúl Krauthausen schreibt:

Der begrüßenswerte Anspruch von Journalisten_innen, auf Randthemen wie Behinderungen aufmerksam zu machen, führt oft zu Artikeln, die mich zum Fremdschämen veranlassen.

:arrow: Wenn Sprache behindert

Fundstück: Cerealien

Anatol Stefanowitsch vom Sprachlog schreibt über “Cerealien”:

Ich bin bisher niemanden, wirklich niemandem begegnet, der bereit wäre, dieses Wort auch nur zu tolerieren …

Auch mich gruselt es jedes Mal, wenn ich das Wort höre. Hier geht es zum Artikel mit der genialen Überschrift Cereal Offenders.

Fundstück: inoffizielle Wiesngesetze

Mich bringen ja keine zehn Pferde aufs Oktoberfest, aber hier habe ich auf sueddeutsche.de was Schönes gefunden:

:arrow: Verpönt und verboten – inoffizielle Wiesngesetze

Das sind nicht nur wirklich sinnvolle “Gesetze”, sondern es ist auch mal ein Schmuckstück an Klickstrecke! Normalerweise werden endlose mies betextete Pseudo-Bildergalerien eingestellt, um Klicks zu heischen. Das ist mal ein schönes Beispiel, wie es nützlich und unterhaltsam geht.

Besonders schön ist ja das Wildbieseln.

Fundstücke: Wirtschaftsbücher im Buchhandel + Klappentexte

„Belletristik kann jeder“ – Interview mit Gabal-Geschäftsführerin Ursula Rosengart
Viele Buchhändler tun sich schwer mit Wirtschaftsbüchern, bemängelt der „8er-Club der Wirtschaftsverlage” …

Großartig! Verstörend!! Ja!!!
Kaum ein Roman ist so schlimm wie das Gedröhn seines Klappentexts …
(via Bildblog)

Video: Interview mit Joscha Sauer

Schönes Interview mit Joscha Sauer, Cartoonist – nichtlustig.de. Fast alles, was er anspricht, gilt auch fürs Schreiben (via Bildblog).

New York Public Library lässt Kinder Strafgebühren “ablesen”

Kürzlich habe ich auf Yahoo! einen interessanten Artikel über die New York Public Library gelesen. Es geht um Strafgebühren bei Kindern. Wenn auf der Bücherei-Karte Strafgebühren vermerkt sind, ist das den Kindern oft so peinlich, dass sie nicht mehr kommen. Wer über 15 Dollar ausstehend hat, darf überhaupt nichts mehr ausleihen, was momentan immerhin 143.000 Kinder und Jugendliche betrifft!

Darum hat die Bücherei eine Initiative gestartet: Kinder, die beim Sommer-Leseprogramm mitmachen, können ihre Strafgebühren “ablesen” – pro 15 Minuten lesen wird 1 Dollar von den ausstehenden Gebühren abgezogen.

Das Programm läuft über den Sommer bis zum 9. September. Wenn Kinder ihre Gebühren komplett ablesen möchten, können sie die Bücherei bitten, ihnen zu sagen, wie viel Zeit sie lesen müssen, um auf Null zu kommen. Das Lesen ist dann Ehrensache: es wird nicht überprüft. Wir vertrauen unseren Kindern.

Tolle Sache!

Fundstück: Mitmachaktion “2050 Schreib mir die Zukunft”

Nina Weber von seashell-productions.de hat mich auf die Mitmachaktion 2050: Schreib mir die Zukunft im cronenburg-Blog aufmerksam gemacht.

Schreibt mir/schreiben Sie mir, wie die Zukunft unserer Lektüre im Jahr 2050 aussehen könnte! Was werden wir lesen, in welcher Form – wie und wo werden wir es uns besorgen? Werden wir noch lesen? Oder was für eine Buchzukunft wünscht ihr euch?

:arrow: Ausführliche Informationen dazu + mitmachen bitte hier im cronenburg-Blog.

Unfreiwillig komisch

Eben bei uns am Schwarzen Brett: Offenbar verschaffen sich gerade Vertreter einer Firma Zutritt in Wohnungen, indem sie Mietern erzählen, sie seien im Auftrag der Hausverwaltung unterwegs. Was aber nicht stimmt.

Nun gibt es einen Warn-Aushang, der mit diesem bezaubernden Satz endet:

Bitte beachten Sie, dass Sie als Mieter nicht verpflichtet sind, evtl. Betrüger in Ihre Wohnung zu lassen.

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