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Korrespondenz

Über sich selbst schreiben: 8 Schwachpunkte

Ob es um die Internetseite geht, ob es ein Prospekt oder ein Mailing über die eigene Leistung ist oder ob eine kurze Selbstdarstellung, etwa für eine Veranstaltung, gefragt ist: Viele Selbstständige tun sich extrem schwer, über sich selbst zu schreiben.

Hier acht Schwachpunkte, die mir immer wieder auffallen:

  • keine oder zu wenig Informationen für Interessenten
  • die Leistung ist zu schwammig/nicht “greifbar”
  • Fachjargon, den man nicht versteht
  • Schlagwörter, die nicht wirklich was aussagen
  • Profil-los
  • unabsichtliche böse Nebenwirkungen
  • Serienbrief-Flair
  • Wir statt ich

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9 Namensfehltritte und verpasste Chancen

Vom Namen in der Korrespondenz, in Newslettern, über Produktnamen bis hin zu Firmen- und Domainnamen. Da kann ganz einiges gehörig in die Hose gehen.

Ein kleines Potpourri:

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Vorausschauend schreiben

Ist Ihnen schon mal aufgefallen, wie viele Leute völlig unverständliche E-Mails oder Internetkommentare schreiben? In Foren kann man es sehr schön beobachten: Da suchen Leute Rat und geben nicht genug Informationen her. Zum Beispiel schreibt jemand mit Computerproblemen:

Mein Drucker druckt falsch. Wer kann helfen?

Keine Information, was genau das Problem ist und mit welchem System gearbeitet wird.

Dann gibt es die Rubrik „viel zu allgemein“.

Ich suche Rat, wie ich mich selbstständig machen kann.

Bitte machen Sie mir ein Angebot für eine neue Website.

Oft sind es berufliche Rückfragen, bei denen irgendjemand sich auf irgendwas bezieht, aber weder das Produkt noch die Bestellnummer oder irgendetwas sonst angibt, was man braucht, um zu verstehen und antworten zu können.

Ich habe alleine in der letzten Woche circa zehn komplett unverständliche E-Mails und Blogkommentare bekommen. Komplett unverständlich! Um niemanden vorzuführen, kann ich diese jetzt leider nicht als Beispiel hier veröffentlichen.

Solche unbedachten Fragen haben weitreichende Folgen:

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Firmenkorrespondenz zum Haareraufen (Teil 2)

Auf meinen Beitrag Firmenkorrespondenz, bei der ich mir als Kunde die Haare büschelweise ausriss, und warum es leider ganz einfach ist, unbemerkt in ähnliches Fahrwasser zu geraten kam einiges an Resonanz. Unter anderem hat mir Leserin Birgit ein besonders betrübliches Beispiel geschickt und mir erlaubt, es zu veröffentlichen.

Birgit erzählt: Mein 8-jähriger Sohn wartete ungeduldig auf ein Paket, das, bedingt durch die Schneefälle, länger als üblich unterwegs war. Er war so erzürnt, dass er sich direkt beschweren wollte. Also schrieb er:

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Drei Annahmen, die dafür sorgen, dass Texte unter ihren Möglichkeiten bleiben

Wenn ich mit Kunden an Texten arbeite, fallen mir ganz oft Informationsdefizite auf: da werden wichtige Fakten einfach nicht erwähnt oder vorteilhafte Argumente nicht geliefert. Auch habe ich oft sehr lebendige oder auf irgendeine Weise besondere Menschen vor mir und blicke auf flache, neutrale Texte, die diesen Persönlichkeiten gar nicht gerecht werden.

Spreche ich das an, kommt meistens eine Antwort, die in eine der folgenden Kategorien fällt:

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Firmenkorrespondenz, bei der ich mir als Kunde die Haare büschelweise ausriss, und warum es leider ganz einfach ist, unbemerkt in ähnliches Fahrwasser zu geraten

Fall 1: Mein PC-Monitor hatte den Geist aufgegeben. Er ging eines Morgens einfach nicht mehr an. Panik! Mein Computer ist das Einzige, was ich wirklich zum Arbeiten brauche. Also schnell beim Computerladen anrufen, den ich von früher kenne. Das lokale Branchenbuch rausgeholt, weil Internet ja nicht möglich war, und angerufen: Haben Sie Monitore da? Ja. Okay, dann komme ich jetzt gleich vorbei.

Kurze Zeit später komme ich zu der Adresse: eine Sprachenschule! Reingegangen. Wo ist denn der Computerladen hin? Der ist hier schon lange nicht mehr, und zwar schon seit drei Jahren! Keine Ahnung, wo die jetzt sind.

Ich also ins nächstgelegene Kaufhaus, Monitor gekauft, heimgegangen und denke mir: Das passiert bestimmt nicht nur mir, ich sag denen mal kurz Bescheid und schicke eine nette E-Mail, dass ich eigentlich gerne bei ihnen einen Monitor kaufen wollte, dass in der aktuellen Ausgabe des bekanntesten lokalen Branchenbuches noch die alte Adresse steht, obwohl sie ja schon seit drei Jahren nicht mehr da sind, und dass sie da vielleicht mal den Eintrag aktualisieren lassen. Und dass ich jetzt ja auf ihrer Internetseite die neue Adresse gelesen habe und künftig weiß, wo ich sie finde.

Und jetzt kommen Sie. Raten Sie mal, was man mir auf diese E-Mail geantwortet hat:
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Dinge, die Sie nicht tun sollten: “z. Hd.”, “z. H.”, “zu Händen” schreiben

Sie müssen jetzt sehr stark sein: Dass das “zu Händen” veraltet ist, habe ich schon 1985 in der Berufsschule gelernt.

Es ist nicht totzukriegen, und so könnte man den Eindruck bekommen, dass man es immer noch schreibt. Stimmt aber nicht! Sie können einfach darauf verzichten: Firmenname, Anrede (Vorname) Name, Adresse. Fertig.

Dinge, die Sie nicht tun sollten: Einen Brief an „Sehr geehrte Damen und Herren“ schicken

Die Gründe:

  • Die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Brief nicht an der richtigen Stelle ankommt, ist riesig. Ich war viele Jahre angestellt und selbst in unserer 50-Leute-Niederlassung war die Trefferquote der verschiedenen Postleute zum Heulen … und das waren keine Aushilfen, die von nichts eine Ahnung hatten! Bei vielen Briefen muss man einfach erkennen, an welcher Stelle der Brief richtig ist und dann muss man aufgrund des schnell überflogenen Inhaltes eben raten. Pech für Sie.
  • Ihr Brief sieht wie ein Werbemailing aus, so dass es weniger Beachtung findet oder sogar direkt im Papierkorb landet.
  • Sie demonstrieren, dass Sie sich nicht mal die Mühe machen, die richtige Ansprechperson zu recherchieren.
  • Ist der Text nicht individualisiert, zeigen Sie dass Sie den Empfänger gar nicht meinen, sondern einfach nur die Adresse austauschen.

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10 Formatierungen, die Ihren Text unlesbar machen

Der schönste Text nützt Ihnen nichts, wenn Ihre Leser ihn nicht lesen können … oder wollen. Ich habe zehn ungute Formatierungen für Sie zusammengestellt, die mir andauernd begegnen. Jede für sich ist problematisch, und doch treten sie leider sogar gehäuft auf.

:arrow: 1. popelkleine Schrift

Komfortabel lesbar sind die meisten Schriften in 11 oder 12 Punkt. Je nach Schrift ist manchmal 10 Punkt auch noch angenehm lesbar. Schreiben Sie mal einen Beispielsatz, kopieren und formatieren ihn einmal mit Arial 10 Punkt und zum Vergleich mit Times New Roman 10 Punkt, da sehen Sie bereits die Unterschiede. Texte, die zu klein sind, kann und mag man nicht lesen.

Alle einstelligen Punktgrößen gehen gar nicht! Für einen Fotonachweis oder eine ganz kurze Notiz okay, aber selbst „Kleingedrucktes“ wie AGBs sollten Sie angenehm groß gedruckt schreiben, weil es sonst mühselig ist und so wirkt, als wollten Sie den Leser übers Ohr hauen.

Bei Briefen herrscht häufig der Glaube, man dürfe nur eine einzige Seite nutzen. Das führt dann zu elendigem Gequetsche. Prüfen Sie lieber, wie Sie Ihren Text straffer überarbeiten können – damit wird er sogar noch besser. Wenn Sie tatsächlich mehr zu sagen haben und das wirklich relevant für den Leser ist, dann nehmen Sie natürlich ein zweites Blatt. Ob es um ein Angebot oder um Tipps geht: wenn es aus Lesersicht etwas bringt, liest er gerne mehr.

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Noch einer: Adventskalender der Floskeln

Auf unternehmenskick.de schreibe ich im Dezember einen Adventskalender der Floskeln:

Formulierungen und typische Sätze, die Selbstständige oft nutzen. Erwarten Sie jeden Tag eine Floskel, warum sie gut oder schlecht ist und wie es besser geht (oder irgendwas anderes, was mir so einfällt zur Floskel des Tages).

bisher:

1. “Oh, ist schon wieder Weihnachten!”
2. “Ich bin innovativ.”
3. „Rufen Sie mich unverbindlich an.“
4. „Wenn Sie interessiert sind …“
5. “Bei Gelegenheit …”
6. „Ich bedanke mich …“
7. „… nur mal kurz!“
8. “Ich gebe jederzeit 110 %!”
9. “Wir nehmen Sie gerne in unsere Kartei auf.”
10. “Gerne …”
11. „Super!“, „Spannend!“, „Toll!“
12. LG
13. “Grüß Gott!”
14. “Ich erlaube mir …”
15.  Bezahlbar
16. “Können Sie mir bitte sagen?”
17. “Man sagt …”
18. “Auf diesem Wege …”
19. Kurze Unterbrechung
20. “Bitte haben Sie Verständnis …”
21. „Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.“
22. “Der Weg ist das Ziel.”
23. “Aus Kulanz …”
24. Gerne würde ich Ihnen auf diesem Wege schöne Weihnachten und einen guten Rutsch wünschen ;-)

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