Alle Artikel mit dem Schlagwort: Leser an die Hand nehmen

Vorsicht: Zurückhaltung!

Oft begegnet mir bei Kunden die Sorge, dass sie besserwisserisch rüberkommen könnten: wie so ein Oberlehrer, der sagt, was man zu tun hätte. Ich bin schon darauf eingegangen, warum diese Angst unbegründet ist (und eher eine Stilfrage). Schauen wir uns heute mal das Gegenteil ein: Zu große Zurückhaltung ist nämlich genauso problematisch!

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Vertrauensbildner

Eine elementare Zutat beim Schreiben ist es, einen persönlichen Draht zu deinen Lesern herzustellen. Wer dir vertraut, ist offener für das, was du sagst. Das ist besonders wichtig, wenn du persönliche Themen ansprichst, bei denen deine Leser reflektieren, hinterfragen und auch mal etwas ausprobieren sollen. – Die besten Tipps greifen zu kurz, wenn sie lediglich in „Tu dieses, tu jenes“-Form kommen.

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Die Absicht – eine zentrale Autorenqualität

Jeder hat bestimmt schon mal versucht, ein Wort zu erklären: einen Dialektbegriff, ein Fremdwort oder eines aus einer anderen Sprache. Im Kopf weiß man oft ganz genau, was das Wort bedeutet, aber die richtigen Worte dafür findet man nicht. Also umschreibt man es und merkt „Ja so, aber nicht wirklich …“ und umschreibt weiter, aber das trifft es nicht so recht. Zwischen dem, was man meint und dem, was man ausdrücken kann, ist eine Schere.

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Das ist […], weil …

Du hast einen wichtigen Vorsprung: Du bist fachlich sattelfest. Du kennst dich aus, weißt um Zusammenhänge, hast praktische Erfahrung. Unser Expertenkopf ist Trumpfkarte – und manchmal Stolperstein. Jetzt zeige ich dir ein wertvolles Prinzip, das du im Alltag üben kannst und viel stärker in deinen Texten nutzen solltest: Grab tiefer in deinem Hirn, um Aussagen differenzierter zu begründen.

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Was du für deine Leser noch tun kannst (3): Mut hat viele Facetten

Im ersten Teil gings um die Menschlichkeit, im zweiten um die Bestätigung. Wenn du das berücksichtigst, hast du deine LeserInnen schon viel näher ans Tun gerückt. Das ist eins der schwierigsten Dinge: Menschen wirklich zum Tun zu bewegen, denn meistens bleibts beim Lesen. Sogar wenn deine Anregungen noch so richtig und wichtig sind. Und sogar dann, wenn das deine Leser selbst so empfinden!

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Was du für deine Leser noch tun kannst (2): Bestätige sie!

Jeder hat seine eigene Realität. Deine Realität als AutorIn ist eine andere als die deiner LeserInnen. Schon alleine, weil du ihnen in der Regel fachlich und vom Erfahrungsschatz auf deinem Gebiet voraus bist. Das heißt nicht, dass du die Weisheit mit Löffeln gefressen hast oder überlegen wärst, sondern es bedeutet einfach: Du hast Know-how, Erfahrungen und Werkzeuge, die deine Leser so bisher nicht haben.

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Was du für deine Leser noch tun kannst: „Wir sind alle nur Menschen.“

Lass deinen Lesern ihre Gefühle! Wir sind alle total unterschiedlich. Je nach Persönlichkeit, Erfahrungsschatz, aktueller Lebenssituation denken, fühlen und handeln wir verschieden. Wann immer du einen Text veröffentlichst, der näher an deine LeserInnen heranrückt, weil es zum Beispiel ums eigene Reflektieren geht, löst das eine ganze Menge aus – besonders, wenn Denk- oder Handlungsweisen verändert werden sollen. Darum wirkt reine Tschakka-Propaganda oft anstrengend oder sogar demotivierend. Bei persönlichen Themen gehen wir den Lesern an die Substanz. So wunderbar und wichtig es ist, positiv zu appellieren, so wirkt es ganz anders, wenn du deinen Lesern ihre Gefühle lässt. Das kann bedeuten, dass du ansprichst, dass eine bestimmte Situation erstmal frustrierend sein kann oder dass du einfach nur in deinem Text aufgreifst, dass es eben nicht ganz so einfach ist.

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