Der dritte Teil zur Leser-Ansprache hat gleichzeitig etwas mit Ihrer Wirkung als AutorIn zu tun: Je nach Formulierung kann sich schnell das Gefühl einstellen, dass Sie auf Ihre Leser “herunterschreiben” oder aber auch, dass Sie scheinbar nicht genau wissen, wovon Sie sprechen. Beides ist nicht schön. Ihre Leser steigen aus oder zweifeln an dem, was Sie schreiben.
Auf Ihre Leser “runterschreiben”
Letzte Woche ging es ja um den schönen Anspruch, die Leser da abzuholen, wo sie sind. Dazu gehört es auch, bei Tipp-Texten Ihre Leser ganz klar an die Hand zu nehmen.
Nehmen wir einmal das Beispiel eines Artikels, der sich an Führungskräfte wendet. Es geht darum, rechtzeitig einzugreifen und seinen Mitarbeitern nicht alles durchgehen zu lassen oder zu hoffen, dass sich die Lage von selbst bessert.
Nun könnte ich den Artikel so beginnen:
Es ist wirklich ein Unding, wie viele Vorgesetzte in Wirklichkeit Angst haben und tatenlos danebenstehen. Als Führungskraft ist es Ihre Pflicht, zu handeln! Personalverantwortung fordert einfach viel mehr von Ihnen, als nur das Alltagsgeschäft zu regeln. Hier geht es um Menschen! Wenn Sie dieser Aufgabe gerecht werden möchten, müssen Sie A, B und C tun.
Gerade bei Themen, die uns sehr wichtig sind, kommt es schnell zu solchen Formulierungen. Die sind oft gar nicht so krass gemeint und kommen dennoch beim Lesen so an. Nun versetzen Sie sich einmal in eine Führungskraft. Wie gerne lesen Sie diesen Artikel weiter?
(weiterlesen…)