Haben Sie sich das schonmal gefragt? Ich meine das jetzt sowohl allgemein, als auch in Bezug auf einzelne Texte:
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Leser
Was wollen Sie eigentlich von Ihren Lesern?
Nehmen Sie Ihre Leser an die Hand!
Als AutorIn kennen Sie sich in Ihrem Fachgebiet aus: Sie kennen Zusammenhänge, wissen, auf welche Details es ankommt, wo Fallstricke und Chancen sind.
Ihre Leser sind nur teilweise auf diesem Wissensstand. Selbst, wenn Sie sich mit Ihrem Text an ein Fachpublikum wenden, haben Sie es immer mit einem breitgefächterten Publikum zu tun. Dazu kommt, dass Leser unterschiedlich interpretieren.
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interaktiv! Mitmachen: Vergleiche
Was immer „gut kommt“ und Lesern oft einen riesigen Aha-Effekt beschert, ist, wenn man Aussagen in einen anderen Bereich verlegt. Auf diese Weise kann man seine Botschaft noch einmal betonen und macht sie vor allen Dingen für den Leser sehr viel greifbarer.
Unsere zweite interaktive Aktion dreht sich darum, gemeinsam gute Vergleiche zu sammeln. Es ist eine gute Inspiration zu sehen, was man in dieser Richtung machen kann und wie verschiedene Autoren rangehen. Haben Sie Lust, mitzumachen?
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Gefahr Nr. 5: Von der Fahrbahn abkommen
Die letzte ganz grundsätzliche Gefahr für Ihre Texte ist das Abkommen von der „Fahrbahn“, und damit ist viel mehr gemeint als nur das Wegkippen des Themas, von dem schon bei Gefahr Nr. 2: vergaloppieren die Rede war.
Wenn Sie ein guter Autofahrer sind, dann werden Sie vorausschauend fahren, das heißt:
- Sie wissen, wo Sie hin möchten,
- Sie beachten die Verkehrsregeln und fahren so, dass andere Verkehrsteilnehmer rechtzeitig erkennen, was Sie tun werden,
- Sie schauen, dass Sie auf Ihrer eigenen „Seite“ bleiben
- und vor allen Dingen: Sie denken für andere Autofahrer mit: Was könnte der jetzt tun? Bleibt er stehen oder gibt er Gas? Biegt der trotzdem ab, obwohl er den Blinker nicht setzt?
Und so absurd das klingt: Genau darum geht es beim Schreiben von Texten auch!
Gefahr Nr. 4: blutleere Texte
Kennen Sie noch die „So flicke ich mein Fahrrad“-Aufsätze aus der Schule? Wo man ganz genau erzählt hat, was man nacheinander so alles gemacht hat?
Manchmal lesen sich Texte wie solche Schulaufsätze. Da wird einfach beschrieben und aufgezählt. Als Leser ist das nicht sonderlich spannend. Es packt einen nicht.
Ich hatte schon in einigen anderen Beiträgen erwähnt, dass Ihre Texte gewinnen, wenn man Sie als AutorIn „greifen“ kann.
Das wiederum passiert ganz besonders durch:
- Ihren ganz eigenen Stil
- Ihre natürliche („normale“) Sprache
- das Beziehen eines Standpunktes
Gefahr Nr. 3: den Leser verwirren
Das mit der Verwirrung ist ziemlich gemein: In den meisten Fällen merkt man das als Autor nämlich nicht. Hier einige typische Verwirrgründe und wie Sie gegensteuern können:
zu abrupte Gedankensprünge
In unseren eigenen Köpfen befindet sich unser gesamtes Know-how. Darum schließt unser Hirn Lücken im Text automatisch. Und deswegen kommen Ihnen Ihre eigenen Texte oft „klar wie Kloßbrühe“ oder „wirklich einfach ausgedrückt“ vor, auch wenn das gar nicht zutrifft.
Damit Sie das merken, können Sie in der Überarbeitungsphase zwei Dinge tun: Wenn es Ihnen gelingt, die Perspektive zu wechseln, sich also in Ihre Zielgruppe zu versetzen (mit deren Wissensstand), dann machen Sie beim Überarbeiten einen Lese-Durchgang, wo Sie NUR darauf achten, ob es aus Lesersicht klar genug ist.
Wenn Ihnen das nicht gelingt, dann suchen Sie sich einen Testleser. Achtung: Der Testleser soll nicht sagen „gut“, „schlecht“, „geht schon“, das bringt nichts! Stellen Sie Ihrem Testleser drei oder vier konkrete Fragen – entweder schriftlich oder mündlich. Zum Beispiel: „Erkläre mir den ersten Absatz in eigenen Worten.“ Oder: „Bei der Übung: Was genau hast Du verstanden, was Du tun sollst?“ Oder: „Was ist Deiner Ansicht meine ‚Message‘? Was will ich mit dem Text sagen?“ Auf diese Weise können Sie mit dem Feedback wirklich etwas anfangen.
Hu! Die 5 Gefahren für Ihre Texte!
Das hier sind die 5 ultimativen Gefahren für Ihre Texte:
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Na, haben Sie sie erkannt?
Wer mitraten will, kann in den Kommentaren posten, welches Symbol wohl welche Gefahr darstellt. Ansonsten löse ich ab morgen jeden Tag eins auf.
Gefahr Nr. 1: Blabla
Gefahr Nr. 2: vergaloppieren
Gefahr Nr. 3: den Leser verwirren
Gefahr Nr. 4: blutleere Texte
Gefahr Nr. 5: von der Fahrbahn abkommen
Viel Spaß!
Machen Sie sich als Autor greifbar
Leser lieben …
- etwas wirklich mitzuerleben
- Neues zu erfahren, über sich und ihre eigene Situation nachzudenken und etwas ganz konkret zu lernen
- Echtheit/bekannte Geschichten/das wirkliche Leben
- einen klaren Standpunkt
- eine „normale“ Sprache
- Selbstironie
- unterhalten zu werden (zu lachen!)
Je mehr Sie sich als AutorIn zeigen, desto lieber liest man Ihre Tipps. Schließlich ist genau das einer der großen Vorteile, wenn Unternehmen (besonders die ganz kleinen) zu Marketing- und Kundenbindungszwecken Tipps und Artikel veröffentlichen: als Leser erkennt man die Einstellung und die Art – und das reflektiert natürlich auch auf Ihr Business!
Ich veröffentliche ja auf selbstmarketing.de und unternehmenskick.de mit Christine und Ralf seit Jahren regelmäßig Artikel und Tipps. Und zwei Dinge hören wir am allermeisten: „Ihre Texte sind so erfrischend, so richtig aus dem Leben!“ und „Ich möchte Sie jetzt einfach duzen, weil ich das Gefühl habe, Sie zu kennen.“
So einen wunderbaren Effekt bekommen Sie nur, wenn Sie sich in Ihre Texte einbringen und sich trauen, authentisch zu sein.



