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Newsletter

Live-Ticker: Ein Newsletter-Text muss her!

Die Situation: Ich stecke bis über beide Ohren im Buchworkshop und habe noch keinen Newslettertext. Gestern habe ich zwar ein Thema ausgesucht und den Text durchstrukturiert, aber jetzt eben habe ich auf dieses Thema keine Lust.

Keine Lust = es wird nicht schnell gehen.

Es soll aber schnell gehen, weil ich das Mittagspäuschen nutzen möchte, den Newsletter fertigzumachen. Das ist ein guter Tapetenwechsel fürs Gehirn, bevor ich mich wieder in die Konzepte stürze. Gerade die Vielschreiber unter Ihnen wissen, was ich meine: immer nur Akkord geht aufs Gehirn und auf die Schreibe, darum lieber mal unterbrechen oder andere Texte dazwischenschieben.

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Checklisten selbst gemacht!

Checklisten sind eine feine Sache: Ob es nun die private Packliste für den Urlaubskoffer ist, ob man eine bestimmte Vorgehensweise festlegen möchte oder ob man eine Veranstaltung organisiert … und sie sind, man glaubt es kaum, zusätzlich eine wunderbare Schreibübung!

Denn für Checklisten ist gefragt:

:arrow: eine klare Struktur
:arrow: Weit- und Überblick
:arrow: differenziert das Wichtigste auf den Punkt zu bringen
:arrow: einfache Verständlichkeit
:arrow: eine logische Abfolge von Aufgaben und gute Zeitplanung

Vor allen Dingen schulen Sie sich darin, komplexe Sachverhalte klar und schlüssig auf den Punkt zu bringen.

Hier eine kleine Anleitung, wie Sie sich Ihre eigenen Checklisten zusammenstellen können, sozusagen eine Checkliste für Checklisten.
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Ich bin es, das Gehirn Ihrer Leser

Liebe Autorin, lieber Autor,

ich möchte Ihre Texte so gerne einordnen, lesen und verstehen können – und zwar idealerweise genau so, wie Sie sie meinen. Ohne Verwirrung, ohne Wissenslücken, ohne Missverständnisse und Fehlinterpretationen … vor allen Dingen aber auch, ohne mich zu langweilen.

Sie können mir enorm dabei helfen, dass das gelingt. Da haben wir beide was davon!

:arrow: Sagen Sie mir von vornherein, worum es geht.

Kennen Sie Gespräche, bei denen Ihr Gegenüber redet und redet und redet – und Sie können gar nicht richtig folgen, bis Sie endlich mal herausbekommen, worum es überhaupt geht? Genau das passiert bei ganz vielen Texten auch. Sie glauben gar nicht, wie oft ich drei oder vier Absätze lesen muss, bis ich überhaupt verstanden habe, worauf der Verfasser hinaus will!

Das Blöde ist, dass ganz viele Informationen durch mich hindurchlaufen BIS ich überhaupt checke, worum es geht. Vielleicht haben Sie in den ersten Absätzen bereits gute Informationen oder Tipps für mich, die ich überhaupt nicht wahrnehme, weil ich noch mit der Frage „Worum geht es hier überhaupt?“ beschäftigt bin.

Nehmen Sie Korrespondenz. Der Betreff bei Briefen ist dazu da, mich von vornherein auf die richtige Gedankenschiene zu bringen. Wenn der aussagekräftig ist, kann ich ab diesem Zeitpunkt aufmerksam Ihren Brief lesen. Wenn … – Die Realität ist, dass der Betreff oft fehlt oder alles andere als aussagekräftig ist.

Bei anderen Texten ist es die Überschrift oder der Einstieg, der mir sofort klarmachen muss, was mich erwartet. Erst wenn Sie das sicherstellen, kann ich Ihnen meine volle Hirnleistung schenken – von Anfang an.

:arrow: Machen Sie mir das Lesen bitte leicht!

Mein Alltag ist schnell. Ich überfliege viel, ich muss neue Informationen und Eindrücke ganz fix verarbeiten. Damit ich diesen Job gut machen kann, brauche ich:

  • eine gut lesbare Schriftgröße (keine Popelschrift)
  • einen übersichtlich, klar strukturierten Text (keine Bleiwüste)
  • etwas Luft und Lockerheit (quetschen Sie nichts zusammen)
  • kurze, eindeutige Sätze und keine wild verschachtelten Satzkonstruktionen

Ist Ihr Text länger? Dann machen Sie Zwischenüberschriften für mich rein. Ich orientiere mich bei längeren Texten auch gerne an grafischen Symbolen oder Kästen, wenn etwas besonders wichtig ist.

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Drei Annahmen, die dafür sorgen, dass Texte unter ihren Möglichkeiten bleiben

Wenn ich mit Kunden an Texten arbeite, fallen mir ganz oft Informationsdefizite auf: da werden wichtige Fakten einfach nicht erwähnt oder vorteilhafte Argumente nicht geliefert. Auch habe ich oft sehr lebendige oder auf irgendeine Weise besondere Menschen vor mir und blicke auf flache, neutrale Texte, die diesen Persönlichkeiten gar nicht gerecht werden.

Spreche ich das an, kommt meistens eine Antwort, die in eine der folgenden Kategorien fällt:

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Öfter mal was Neues: Texte rechnen

Idealerweise gehen Tipptexte für Ihre Leser auf: Der Aufbau ist schlüssig, die Infos und Tipps genau aufeinander gestimmt und es gibt ein konkretes Ergebnis. Also nehmen wir das doch einfach mal wörtlich: Rechnen Sie Ihre Texte!

Die Grundrechenarten bieten ein wunderbares Gerüst für Sie, einen Text zu konzipieren. Außerdem hilft Ihnen das Mathe-Prinzip dabei, eine logische Struktur aufzubauen.

Anhand einiger Beispiele zeige ich Ihnen, was ich meine. Sie können beliebige weitere Formeln zugrunde legen.

Addieren

Summand + Summand = Summe

Für Ihren Text kann das zum Beispiel bedeuten:

Info + Tipps = Ergebnis

Das ist ein klassischer Tipptext-Aufbau: Sie bringen Infos, führen diese gegebenenfalls weiter aus, fügen konkrete Tipps, Anregungen oder Handlungsanweisungen hinzu – et voilà: der Leser kommt zu einem gewissen Ergebnis, das sich aus der logischen Weiterführung dieser Infos und Tipps ergibt.

Achten Sie idealerweise darauf, dass Ihre Tipptexte dieses Ergebnis auch immer glasklar benennen! Manchmal neigt man dazu, zu abrupt aufzuhören, meistens wenn man ein paar gute Tipps gegeben hat (auch mir passiert das immer wieder), anstatt noch eine abschließende „Schleife“ dranzumachen, die Ihren Text komplettiert und Ihre Leser motiviert, Ihre Tipps auszuprobieren.

Sie können die Addition aber natürlich auch umdrehen:

Ergebnis = Info + Tipps

Dann beginnen Sie mit dem Ergebnis, zum Beispiel einer Lösung zu einem Problem, das Ihre Zielgruppe hat. Oder Sie schwenken eine attraktive Karotte vor dem Leser: Willst du das auch?/Schau mal, das kannst du erreichen, wenn du weiterliest, denn ich sage dir gleich, wie das geht. Der Tipptext beginnt also mit dem Ergebnis und löst dann konkret auf, was passieren muss, damit das Ergebnis eintreten kann.
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Schwafelschwafelschwafelschwafel (inkl. Top 5-Schwafel-Satzanfänge)

Wann immer Sie einen Text schreiben, kann es sein, dass Sie sich erstmal einschreiben müssen. Erst fällt einem nichts ein, dann holt man etwas weiter aus, um ins Thema einzuführen und dann ufert diese Einführung vielleicht sogar in philosophische Überlegungen aus.

Letztes Jahr habe ich Sie schon mal gefragt Können Sie den ersten Absatz streichen? Meistens geht das. Schauen Sie sich einfach diesen Text an. Erster Absatz völlig unnötig! Das geht sogar bis zum unvermittelten Anfang.

Es ist normal, beim Schreiben nicht auf Anhieb auf den Punkt zu kommen. Wir kommen eben schnell ins Schwafeln:
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Ist Ihr Friseur krank oder warum erzählen Sie mir das?

Als Leser kratzt man sich mitunter heftig am Kopf und fragt sich: „Was will der Künstler mir damit sagen?“ Oder man steigt vorzeitig aus: „Das ist nichts für mich.“ Sehr viele Texte reden an Leser hin oder sogar an ihnen vorbei.

10 typische Gründe dafür und wie einfach Sie sie vermeiden können:

:arrow: 1. zu viel „ich“:

Anekdoten und sonstige eigene Erfahrungen sind eine schöne Sache, wenn sie dosiert sind und jeweils als Sprungbrett dafür dienen, den Text wieder auf für Ihre Leser relevante Gleise zu bringen.

Hat ein Text einen zu hohen Ich-Anteil, labern Sie Ihre Leserschaft voll. Sie kennen das von Gesprächen, bei denen Ihr Gegenüber andauernd nur über sich selbst redet.

Durchgehend Ihre eigene Perspektive einzunehmen ist nur dann interessant, wenn Sie von vornherein einen Erfahrungsbericht ankündigen und dieser – je nach Thema – dann auch wirklich relevant, spannend oder unterhaltsam zu lesen ist.

Ansonsten gilt für Tipp-Texte und für Korrespondenz: der Leser und dessen Belange müssen im Vordergrund stehen.

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Newsletter: Haben Sie Themenwünsche?

Ich bin gerade in den letzten Zügen für mein neues Buch, daher ist es zur Zeit noch etwas ruhig hier im Blog. Bestimmt lassen Sie das neue Jahr auch noch etwas langsam angehen.

In knapp zwei Wochen startet der wöchentliche Newsletter wieder. Sie können sich gerne in den Kommentaren Themen wünschen, zu denen Sie mehr im Newsletter lesen möchten.

Ansonsten können Sie unsere interaktiven Aktionen weiterführen, zum Beispiel:

… bei Ausrufe gesucht! war das letzte Wort von Dagmar: „altklug“
… bei Synonyme gesucht ohne Hilfsmittel ist das aktuelle Wort von Esther: Präsentation
… oder Sie erzählen uns 10 interessante beziehungsweise 10 uninteressante Dinge über sich

Hallo an alle neuen Leser + Info: Newsletter

Wow! Ich freue mich riesig, dass so viele frühere LeserInnen des selbstmarkting.de-Newsletters hier ins Schreibnudel-Blog gefunden haben. Herzlich willkommen. :-)

Ich bin ja, wie schon gesagt, im Hintergrund fleißig am Planen und Vorbereiten für den Relaunch dieser Seite. Das dauert noch ein bisserl, aber hie und da ändere ich schon etwas.

Soeben habe ich die Fleißarbeit gemacht, alle bisherigen Newsletter doch ins Blog zu integrieren. Bisher habe ich die Newsletter-Texte nicht im Blog veröffentlicht, aber das habe ich jetzt umentschieden. Alle bisherigen Newsletter-Tipps sind in den jeweiligen Rubriken eingeordnet. Wenn Sie speziell die Newsletter-Tipps nachlesen möchten: hier sind sie untereinander gelistet.

Der Newsletter ist bis Mitte Januar in der Winterpause, aber ich werde im Dezember auch immer mal bloggen. Reinschauen lohnt sich also.

Selbstoffenbarung

Letzte Woche habe ich Ihnen gezeigt, dass Zitate viel mehr als nur Sprüche sind, die Ihnen gut gefallen. Alles, was Sie – wie – schreiben, sagt auch etwas über Ihre Persönlichkeit, Ihre Einstellung oder sogar Ihre Arbeitsweise aus:

  • die Auswahl: Was sagen Sie überhaupt (und was nicht)?
  • Satzbau & Formulierung: Wie sagen Sie es?
  • Gewichtigkeit: In welcher Reihenfolge sind Informationen angeordnet?
  • Detailreichtum: Bleibt Ihr Text an der Oberfläche oder gehen Sie in die Tiefe?

Der Leser zieht automatisch Rückschlüsse. Darin stecken für Sie als AutorIn zwei ganz wichtige Informationen:

1. Sie müssen sich solcher Rückschlüsse bewusst sein.

2. Sie sollten beim Schreiben beabsichtigte Rückschlüsse gezielt einfließen lassen. Auf diese Weise machen Sie Ihre Texte mehrdimensionaler und auch abwechslungsreicher. Und Sie schaffen ein persönlicheres Band zu Ihren Lesern.

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