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schreiben lernen

Nah- und Fernsicht

Können Sie sich noch an Ihre ersten Fahrstunden erinnern? Wie Sie hochkonzentriert damit beschäft waren, das Auto zu starten. Zündschlüssel drehen, ach in den Spiegel schauen soll man ja auch!, Gas, Kupplung, AAAH!, der andere Spiegel, huch, das Auto macht einen Satz und geht wieder aus. Endlich fährt es! Beim Abbiegen hat man mit dem Blinker und den Spiegeln alle Hände voll zu tun. Den Blick fest auf den Tacho fixiert, damit man ja nicht den genauen Zeitpunkt verfehlt, in dem man schalten muss …

Etwas später, wenn man das Auto selbst einigermaßen in Griff hat, rückt plötzlich die gefährliche Außenwelt in den Fokus. Jetzt schaut man dauernd auf das Draußen: Bleibt der auf seiner Fahrbahn? Schaffe ich die grüne Ampel noch? Was bedeuten diese ganzen Schilder?

Heute sind Sie geübt im Autofahren. Sie wissen, was Sie tun, und wie selbstverständlich haben Sie alles im Griff. Augen und Wahrnehmung sind überall.

Diese gleichzeitige Nah- und Fernsicht brauchen Sie auch beim Schreiben. Bei allen Textarten und –längen. Wenn Sie nur auf eines achten, und das passiert extrem häufig, dann hat das Folgen.

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Apostroph

Dr. Bopp schreibt über den Apostroph:
:arrow: Schreiben S’ hier einen Apostroph

… auch den links im Artikel folgen. Da geht’s nämlich auch um den Apostroph bei Auslassungen.

Und jetzt muss ich aufhören “Apostroph” zu schreiben, denn je länger ich hinschaue, desto absurder schaut das Wort aus.

Neuer Online-Workshop: Aktivierende Elemente entwickeln

Meine chronische Unlust ist großer Produktivität gewichen. Trommelwirbel. Es gibt ein neues Workshopthema.

Schreibwerkstatt: Aktivierende Elemente entwickeln

Ein guter Text liest sich nicht nur gut, sondern bietet Ihren Lesern handfesten Mehrwert. Um das zu erreichen, ist es wichtig, aktivierende Elemente einzubauen:

  • Durch gezielte Leitfragen können Ihre Leser Erfahrenes reflektieren.
  • Übungen lassen Ihre Leser das Gelesene erleben und unmittelbaren Nutzen spüren.
  • Tiefergehende Selbst-Checks helfen dabei, sich konstruktiv-kritisch zu überprüfen.
  • Und Checklisten sind ideale Zusammenfassungen sowie praktische Erinnerer im Alltag.

Wenn Sie solche aktivierenden Textelemente entwickeln, gelingt Ihnen, was andere nicht schaffen:

  • Sie bringen Ihre Leser ins Tun.
  • Sie demonstrieren Ihre praktische Kompetenz.
  • Ihre Texte werden abwechslungsreicher und vielseitiger.

So überzeugen Sie Ihre Leser, werden häufiger weiterempfohlen und gewinnen treue Fans. Denn Ihre Texte lohnen sich wirklich!

:arrow: alles weitere erfahren Sie hier

für alle AutorInnen von Tipps, Artikeln, Selbstlernkursen und Büchern sowie für alle, die Trainingsunterlagen erstellen

Der erste Termin für diese Schreibwerkstatt ist bereits Ende August. Es ist ein Online-Workshop (Was ist das genau?), Dauer: zwei Wochen.

Was meinen Sie? Kann man schreiben lernen?

Ich sage natürlich “Ja”. Das behaupte ich nicht nur, sondern ich weiß es. Zum einen bin ich mein bestes Beispiel: Ich habe zwar auch schon als Grundschüler immer gerne Geschichten erzählt, war damals aber ein lausiger Erzähler, wie ein Blick in alte Schulhefte bestätigt. Dann habe ich eine Ausbildung zur Rechtsanwaltsgehilfin gemacht, was das Schreiben von Korrespondenz auf Jahre versaut hat (keine Übertreibung!). Und über die Jahre habe ich ausprobiert, gelernt, bin besser geworden – und sehe, wie ich das schon mal erwähnt habe, deutliche Unterschiede. Vom Stil, Konzeptionssicherheit, der eigenen Sprache, meinen Themen … vor allen Dingen aber auch vom Output her. Übung macht schnell.

Das war mir nicht angeboren. Ich habe es gelernt.

Nun glaube ich aber auch, dass nicht jeder alles schreiben lernen kann. Businesstexte zum Beispiel funktionieren wunderbar über Handwerk: da kann man klar aufbauen (lernen), ein Gefühl dafür bekommen, was für LeserInnen interessant und gut lesbar – oder eben kontraproduktiv ist. Man kann durch seine Persönlichkeit anzapfen und einfließen lassen.

An dieser Stelle muss ich natürlich explizit auf den nächsten Online-Workshop „Artikel und Tipps“ hinweisen, der in zwei Wochen startet. :mrgreen:

Unterhaltendes Schreiben halte ich da für weniger lernbar. Auch da glaube ich, dass man zu einem gewissen Grad gut werden kann und sich durch Handwerk verbessert, aber hier halte ich Talent für wesentlich wichtiger. Nehmen Sie die hohe Kunst des witzigen Schreibens, und zwar wirklich WITZIG SCHREIBEN, nicht Pointen raushauen. Das beherrschen wenige. Oder ein Buch, bei dem man wirklich den Impuls hat, nochmal unterm Bett nachzusehen – das passiert nicht oft.

Wie denken Sie darüber?

Lesen Sie andere Texte mal genauer

Ich bin ein sehr ungeduldiger Mensch, wenn ich warten muss. Da ich viel mit der U-Bahn fahre, passiert es mir oft, dass die Bahn gerade eben gefahren ist und ich dann zeeeehn Minuten blöd auf dem Bahnsteig rumsitzen muss. Grrrrr. Manchmal aber freue ich mich. Es gibt sogar den Fall, wo ich die Treppe runtergehe und denke „Hoffentlich kommt die U-Bahn nicht gleich!“ Das ist immer dann, wenn ich ein besonders spannendes Buch dabei habe.

Nun habe ich so gut wie immer ein Buch in der Tasche, aber nur die wenigsten lösen es aus, dass ich jede Minute nutze, um unbedingt weiterzulesen. Bestimmt geht es Ihnen auch oft so!

Das kann Ihnen natürlich auch enorm für Ihr eigenes Schreiben nützen.
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