Wussten Sie schon?

Ich habe Ihnen schon mal empfohlen, mit einer Frage anzufangen – praktisch als Starthilfe. Eine Frage ist zudem für Ihre Leser meistens spannend: Man möchte die Antwort erfahren.

Eine Variante davon ist eine Frage, die mit „Wussten Sie schon …?“ oder „Wussten Sie eigentlich schon …?“ beginnt.

Das ist für die Leser sogar noch etwas spannender, fordert Sie selbst aber auch wunderbar heraus: Denn wenn sowas kommt, steht meistens etwas besonderes Gutes, Unbekanntes oder Überraschendes dahinter.
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Wie der Rahmen das Schreiben verändert

Zur Zeit schreibe ich ja an einem neuen Buch: ein 222-Tipp-Buch – Thema ist noch geheim. Bei diesem Buch gibt es die Besonderheit, dass ich mit einer festen Layout-Vorlage schreibe.

Dazu muss ich erklären: Normalerweise bekommen Sie bei einem Buch einen Umfang vor – anhand der Seitenzahl wird die maximale Zeichenzahl inklusive Leerzeichen vorgegeben. Und dann schreiben Sie Ihr Buch fröhlich vor sich hin und behalten einfach den Umfang im Auge.

Manchmal ist es aber so, dass Verlage gleich eine Formatvorlage mitgeben. In meiner Bücherschreibkarriere ist das bisher nur dreimal passiert. Es ist eher selten.

Der Vorteil einer solchen Formatvorlage ist, dass man schon beim Schreiben ganz genau sieht, wie viel Platz man hat, ob eine Seite noch gefüllt oder etwas gekürzt werden sollte, damit die Umbrüche sauber sind, ob Kapitel auf der richtigen Seite enden (sofern das Layout das erfordert). Es ist ganz schön, weil das Manuskript schon fast „echt“ aussieht. Und es ist sinnvoll, weil im Lektorat und beim Setzen weniger Arbeit entsteht.

Ich merke allerdings einmal mehr, wie unterschiedlich sich das Schreiben anfühlt … und wie sich auch das Denken verändert, wenn die Rahmenbedingungen strenger sind.

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Mitteilungsdrang?

In einem Blogbeitrag vom Februar ging es darum, dass das Schreiben erst dann so richtig fließt, wenn Sie etwas zu sagen haben. Gehen wir doch nochmal eine Ebene höher: Wie sieht es mit Ihrem Mitteilungsdrang aus?

Schreiben kann eine reine Aufgabe sein. Man kann schreiben, ohne sich dafür riesig zu begeistern – und es muss nicht mal eine Quälerei sein. Sie kennen das von anderen Tätigkeiten. Denken Sie an Ihren Haushalt: Vielleicht bügeln Sie nicht sonderlich gerne, aber Sie bügeln gut und es macht Ihnen auch nichts weiter aus.

Oder Joggen. Ich bin einige Jahre gelaufen und war dadurch fit genug, eine ganze Stunde durchzuhalten. Aber so wirklich gefallen hat es mir nie, ich hatte auch keinen Spaß oder Drang oder irgendwelche Hochgefühle.

Andere Leute aber schon. Ich kenne Menschen, die liebendgerne bügeln, und viele Leute springen voller Begeisterung in ihre Laufschuhe und sind voll in ihrem Element.

Mit dem Schreiben ist es ganz genauso. Nur kommt mit dem Mitteilungsdrang ein weiteres wichtiges Element hinzu.
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Reden können Sie gut, aber schreiben …?!

Es gibt ja die einen, die sich total wohlfühlen mit dem Schreiben und beim Formulieren so richtig in ihrem Element sind. Und es gibt die anderen, die einfach stärker mündlich sind.

Je stärker man im Gespräch oder Vortrag ist, desto frustrierender ist es, dass das, was man sagen möchte, einfach nicht richtig aufs Papier – oder den Bildschirm – will. Entweder es ist eine elende Quälerei und nichts geht voran oder man starrt auf das, was man geschrieben hat, und alles klingt falsch und entspricht einem so gar nicht.

Zunächst die gute Nachricht: Wer gut sprechen kann, kann (prinzipiell) auch gut schreiben.
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Vertrauen Sie auf sich im ersten Entwurf!

„Schreibe den ersten Entwurf hinter der geschlossenen Türe und überarbeite mit der offenen Türe“, sagt Stephen King in seinem Buch „On Writing“ (Über das Schreiben) – und das kann ich nur unterstützen.

Oft kommen Leute zu mir, die mit ihren Texten gar nicht mehr weiterkommen. Sie haben sich festgefahren, weil sie
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Fangen Sie mit einer Frage an!

Oft höre ich: „Reden kann ich gut, aber wenn’s an’s Schreiben geht …!”

Die meisten Leute können sehr schnell und gut auf Fragen antworten, die ihr Fachgebiet betreffen. Machen Sie sich das zu Nutze und beginnen Ihren Text ganz einfach mit einer Frage. Dann brauchen Sie nicht lange drum herum schreiben, sondern fangen einach direkt mit der Antwort an.

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Starthilfe: Der angefangene Satz

Ein simpler, aber sehr kraftvoller „Trick“ für das Anfangen ist es, einfach einen angefangenen Satz zu vervollständigen. Dadurch kommen Sie sofort mitten in Ihr Thema.

Nehmen wir an, Sie wollen einen Text zu Zeitmangement schreiben. Dann könnte so ein Anfangssatz lauten:

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Dauert das Schreiben auch so lange bei Ihnen?

Ganz viele Leute brauchen eeeeewig für Texte. Ich habe schon erlebt, dass Selbstständige es in einem halben Jahr nicht geschafft haben, drei Sätze über sich selbst zu schreiben.

Wenn Sie sich auch eher quälen oder einfach nie fertig werden, dann schauen Sie sich mal näher an, an welcher Stelle es hängt:

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Etwas zu sagen haben

Sitzen Sie manchmal vor dem Bildschirm (oder dem weißen Blatt Papier) und kommen irgendwie nicht in Fluss? Auch wenn Sie eigentlich schreiben möchten und auch, wenn Sie eigentlich ein gutes Thema haben?

Ein ganz typischer Grund, warum es nicht fließen will, ist, dass man nicht wirklich was zu sagen hat.

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Lohnt es sich, „richtig“ tippen zu lernen?

Auch so eine Frage, die mir oft gestellt wird. Wenn Sie planen, regelmäßig zu schreiben, lohnt es sich auf alle Fälle!

Es ist ein wahnsinniger Zeitgewinn, von dem Sie auch sonst profitieren, weil Ihnen sämtliche Schreibarbeiten schneller von der Hand gehen.

Es gibt aber noch einen weiteren Schreibaspekt, der positiv durch das Tippen beeinflusst wird: Sie kommen mit dem “Mitschreiben“ Ihrer Gedanken hinterher.

Ich bin fest der Überzeugung, dass das Schreiben manchmal deshalb so holprig und quälend wird, weil man buchstäblich nicht in Fluss kommt. Sie merken das besonders, wenn Sie von sich sagen: „Sprechen kann ich! Kein Problem! Aber sobald es ans Schreiben geht …“

Wer einigermaßen geordnet erzählen und argumentieren kann, kann immer auch schreiben!

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